Tipps zur Bildoptimierung

Fernseher und Beamer für die EM: der große Test

München - Damit die Fußball-EM auch im heimischen Wohnzimmer zum Erfolg wird, kommt es neben dem passenden Fernseher oder Beamer auch auf die richtigen Bildeinstellungen an. Stiftung Warentest hat entsprechende Geräte getestet – und gibt Tipps zur Bildoptimierung.

Damit die Fußball-EM auch im heimischen Wohnzimmer zum Erfolg wird, kommt es neben dem passenden Fernseher oder Beamer auch auf die richtigen Bildeinstellungen an. Stiftung Warentest hat entsprechende Geräte getestet – und gibt Tipps zur Bildoptimierung.

Fußball-Fans dürften bei den anstehenden EM-Spielen mit den Werkseinstellungen ihres Fernsehers eher selten glücklich werden. Denn erstens sind die Standardeinstellungen für Farbe, Helligkeit und Kontrast nicht für jedes Wohnzimmer und die dort herrschenden Lichtbedingungen geeignet. Und zweitens passt das Bild im Auslieferungszustand nicht unbedingt zu dem Ballsport mit seinen schnellen Bewegungen. Sie sollten nämlich besonders flüssig ohne Ruckeln, Schlieren oder Klötzchen zu sehen sein.

Bildeinstellungen optimieren

Hilfreich in diesem Zusammenhang ist die zuschaltbare Bewegungsoptimierung, die viele Fernseh-Modelle bieten – oft sogar variabel, damit der Zuschauer das nach seinem Ermessen beste Gleichgewicht zwischen flüssigen Bewegungen und entstehenden Artefakten einstellen kann. Außerdem gilt: Die Farben dürfen beim Fußball satt und knallig sein. Das hebt die Trikots hervor. Auch die Helligkeit darf etwas stärker als üblich eingestellt werden, weil das mehr Leuchtkraft ins Bild bringt. Helle Bereiche sollten aber nicht überstrahlen.

Einige Fernseher haben sogar einen speziellen Fußballmodus, der das Bild aber zu grell machen kann. In jedem Fall ist es sinnvoll, die für Fußballspiele getroffenen Einstellungen wieder zurückzunehmen, wenn wieder andere Formate über den Bildschirm flimmern sollen, rät die Stiftung Warentest.

In Sachen Ton spielen die meisten Flachbild-TVs nur in der zweite Liga. Für mehr Stimmung sorgt das Anschließen an die Stereoanlage oder auch die Anschaffung einer Soundbar.

Falls verfügbar sollte bei den Übertragungen in jedem Fall ein HD-Sender eingeschaltet werden, weil die hohe Auflösung ein viel schärferes Bild liefert. Im Großraum München sind Das Erste HD und ZDF HD pünktlich zur Fußball-EM auch über Antenne frei empfangbar. Voraussetzung dafür ist ein geeigneter Fernseher mit DVB-T2 Empfänger oder ein separater Empfänger für ältere Fernsehgeräte.

Die besten Fernseher

Wer sich zur EM einen neuen Fernseher anschaffen will, stellt sich meist zuerst die Frage, wie groß die Bildschirmdiagonale sein soll. Grundsätzlich gilt: Je größer der Fernseher, desto größer sollte das Zimmer sein. Entscheidend ist vor allem der Sitzabstand. Als Faustregel gilt hier: Bilddiagonale mal drei gleich bester Sitzabstand. Ein Tipp: Man sollte darauf achten, dass kein direktes Licht auf den Bildschirm fällt und Spiegelungen hervorruft. Indirektes und gedämpftes Licht ist dagegen ideal.

Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Test“ 16 Fernseher und 18 Beamer unter die Lupe genommen. Ein „Gut“ in der 42- bis 43-Zoll-Klasse erhielt der Metz Planea 43 UHD (43TW19) mit der Note 2,3 für 1410 Euro. Bei den 48- bis 49-Zoll-Geräten schnitten die Geräte Philips 48PUS7600 (Note 2,1/1180 Euro) und Sony KD-49X8005C (Note 2,5/765 Euro) am besten ab und erhielten ebenfalls ein „Gut“. Die drei besten guten Geräte bei den Diagonalen ab 55 Zoll heißen: LG 55EF9509 (Note 1,9/3950 Euro), Samsung UE55JS8090 (Note 2,1/1800 Euro) und Samsung UE60JU6850 (Note 2,1/1560 Euro).

Die besten Beamer

Wer den Sportsommer nicht allein genießen will, lädt Freunde oder Nachbarn ein und projiziert das Fernsehbild mit einem Beamer auf eine (Lein-)Wand. Zur Projektion im Freien sind allerdings nicht alle Modelle uneingeschränkt nutzbar. Alle Beamer im Test mit LED-Technik boten zu wenig Leuchtleistung für den Einsatz unter freiem Himmel.

Unterschiede zeigten sich bei schräger Projektion, wenn der Nutzer den Beamer mittels verstellbarer Füße oder eines vorn untergelegten Buches nach oben kippt. Die Folge war ein verzerrtes Bild, das einige Modelle mit einer verschiebbaren Projektionslinse sehr gut korrigieren. Andere Beamer zogen das Bild bei schräger Projektion elektronisch zurecht. Darunter leidet mitunter die Bildqualität. Auch beim Energieverbrauch gibt es große Unterschiede. Hier können die Stromkosten schon nach einigen Jahren die Anschaffungskosten übersteigen. Besonders energieeffizient arbeiten LED-Beamer, deren Lampen als besonders langlebig gelten und nicht ausgetauscht werden müssen. Modelle mit herkömmlichen Hochdrucklampen müssen nach ein paar tausend Betriebsstunden ausgetauscht werden und kosten zwischen 90 Euro und 200 Euro.

Sogenannte Kurzdistanzprojektoren brauchen nur sehr wenig Abstand zur Projektionswand, verzerren jedoch bei kleinsten Unebenheit das Bild. Die Projektionsfläche muss daher fest, eben und glatt sein.

Bei den Beamern wurde der 855 Euro teure BenQ W1110 (Note 2,0) Testsieger in der Langdistanz-Gerätekategorie. Ebenfalls mit einem „Gut“ bewertet wurden der BenQ W1070+ (Note 2,2/855 Euro), der Epson EB-U04 (Note 2,2/640 Euro), der Epson EH-TW5300 (Note 2,2/655 Euro), der Acer H6517BD (Note 2,3/595 Euro) und der BenQ TH670 (Note 2,3/670 Euro). Einziger guter Kurzdistanz-Beamer im Test war der BenQ TH682ST (Note 2,5/820 Euro). 

Fußball-EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Stadien und Themenseite

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dpa/bmf

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