Früher waren sie Kollegen beim FC Bayern

Toni Kroos: Seitenhieb gegen Thomas Müller

Toni Kroos kritisierte Thomas Müller nach dem Länderspiel-Erfolg.
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Toni Kroos kritisierte Thomas Müller nach dem Länderspiel-Erfolg.

München - Nach dem 4:1-Sieg der DFB-Elf über Angstgegner Italien scheint die unnötige Niederlage gegen England in Berlin vergessen. Nach dem Spiel schickte Real-Star Toni Kroos einen Seitenhieb in Richtung Thomas Müller.

Der erste Sieg gegen Angstgegner Italien seit 1995, das erste Mal seit 1939 vier Tore gegen die "Azzuri". Ein rundum gelungener Abend für die Nationalmannschaft. Der 4:1 Erfolg gibt ordentlich Selbstvertrauen im Hinblick auf die Europameisterschaft im Sommer in Frankreich.

Die 2:3-Niederlage gegen England am Samstag in Berlin, bei der der Weltmeister eine sicher geglaubte 2:0-Führung noch aus der Hand gab, war scheinbar schnell vergessen. Doch nicht bei allen Beteiligten. Nach dem Spiel am Samstag hatte Bayern-Star Thomas Müller gesagt: "In den Testspielen hat man bei uns selten den Eindruck, dass wir an die 100 Prozent rankommen. Man ertappt sich dabei, dass man den letzten Schritt nicht aggressiv genug macht".

Und diese Äußerung kann DFB-Elf-Kollege Toni Kroos ganz und gar nicht nachvollziehen, wie er am Dienstagabend kund tat.

Kroos: "Muss jeder für sich entscheiden"

Nach der Partie stand der 26-Jährige Real-Star in der ARD Rede und Antwort. Auf die Frage wie es denn nach der Pleite gegen England gelang, sich wieder zu motivieren, antwortete der Mittelfeldspieler: "Wir haben uns das heute so vorgenommen. Jeder muss für sich entscheiden, wie er in ein Testspiel geht. Wenn ich spiele, dann will ich auch gewinnen. Ansonsten kann man auch zu Hause bleiben." Ein Seitenhieb von Kroos in Richtung Thomas Müller. 

Müller: "In Zukunft werde ich mich wieder zurückhalten"

Aufgrund der zunehmenden Kritik zur "Typisch Länderspiel"-Einstellung reagierte Müller seinerseits nach dem Spiel recht zynisch: "Ich habe mal wieder feststellen müssen, dass man mit der Wahrheit in Deutschland nicht so weit kommt. In Zukunft werde ich mich wieder zurückhalten, mir eine kleine Notlüge ausdenken, dann läuft es vielleicht besser für mich in den nächsten zwei Tagen."

Doch Müller bekam auch Rückendeckung aus dem Trainerstab. Co-Trainer Thomas Schneider nahm Müller in Schutz: "Es ehrt ihn sehr, dass er da ehrlich ist. Das sollte nicht so sein, ist aber ein Stück weit menschlich“, sagte der Assistent von Joachim Löw.

Tobias Roth

Tobias Roth

E-Mail:info@merkur.de

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