Dortmund gegen Wolfsburg

Einsatz der Torlinientechnik im Pokalfinale sicher

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Diese Szene sorgte im letzten DFB-Pokalfinale für reichlich Diskussionen: Dante klärte den Kopfball von Mats Hummels hinter der Linie.

Berlin - Die Torlinientechnik wird beim DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg am 30. Mai in Berlin definitiv ihre Premiere im deutschen Profifußball feiern.

"Deshalb ist das auch ein sporthistorisches Spiel, weil wir zum ersten Mal in einem Pflichtspiel auf diese Technik zurückgreifen", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte damit offiziell die Aussagen einiger verantwortlicher Funktionäre in den vergangenen Wochen.

Die Technik war lange Zeit umstritten, im Dezember hatten die Klubs aus der Bundesliga aber Grünes Licht für den Einsatz gegeben. Im Pokalfinale des vergangenen Jahres zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:0) hatte es nach einem Kopfball von Mats Hummels große Diskussionen darüber gegeben, ob der Ball hinter der Torlinie gewesen ist oder nicht. „Das soll es jetzt nicht mehr geben“, sagte Sandrock. Zum Einsatz kommt die Technik des britischen Herstellers Hawk-Eye. „Strittige Szenen werden auf dem Screen angezeigt, anschließend steht dort Goal oder nicht Goal. Der Schiedsrichter bekommt ein Signal und das Spiel kann weitergehen - ohne große Aufregung“, sagte Sandrock.

Das Finale wird übrigens unter der Leitung von Schiedsrichter Felix Brych aus München stehen. Die Fehlentscheidung des Juristen beim Phantomtor von Stefan Kießling am 18. Oktober 2013 in Sinsheim löste die Diskussion über die Einführung der Technik überhaupt erst aus. Nach der Premiere im Pokal soll die neue Technik zum Start der kommenden Saison auch in der Bundesliga zum Alltag gehören.

„Es kann nur besser werden“, kommentierte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Einführung in Anspielung auf die Schlüsselszene aus dem vergangenen Pokalfinale, als ein Schuss von Mats Hummels eigentlich hinter der Linie war: „Das war ein klares Tor. Hätte das gezählt, hätten wir das Spiel gewonnen.“ Für Wolfsburgs Manager Klaus Allofs hat die Premiere der Torlinientechnik keine so große Bedeutung. „Nachdem sich die Liga dafür entschieden hat, musste es jetzt kommen. In den letzten Wochen hat es kaum noch strittige Szenen gegeben. Ich glaube auch nicht, dass es im Endspiel dazu kommen wird“, sagte der 58-Jährige.

„Das kann nur ein erster Schritt sein“, sagte Bayern Münchens früherer Nationalspieler Paul Breitner: „Ich hoffe, dass wir im Anschluss auch den Videobeweis bekommen, damit endlich die ewigen Stammtisch-Diskussionen über strittige Szenen ein Ende nehmen.“

SID

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