Zeit für Korrekturen

Transferfenster öffnet: Wer wo Bedarf hat 

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Kevin Kampl wird Borussia Dortmund ab der Winterpause verstärken.

Düsseldorf - Die Hinrunde ist vorbei. In der Winterpause können sich die Teams regenerieren. Das Transferfenster ermöglicht für einige Vereine allerdings auch noch die ein oder andere Korrektur.

Bis Silvester werden noch zahlreiche Gerüchte kursieren, der 1. Januar 2015 ist dann der Stichtag für Konkretes im deutschen Top-Fußball. In der dann beginnenden vierwöchigen Transferperiode II können Manager und Trainer der Weltmeister-Liga korrigieren, wo es nötig ist - etwa bei den heftig gefährdeten ehemaligen Meistern aus Hamburg, Stuttgart, Bremen oder Dortmund.

Die strauchelnde Borussia hat schon agiert und aus Salzburg für geschätzte zwölf Millionen Euro Kevin Kampl geholt - wahrlich kein Winterschlussverkaufs-Schnäppchen, aber ein Hoffnungsträger, der „vom ersten Tag an alles geben will“. Er könne „nicht weniger als 100 Prozent“, vertraute der in Solingen geborene Offensiv-Slowene jüngst dem TV-Sender Sky an.

Im Tabellenkeller wird nachgebessert

Auch der notorisch heimschwache VfB Stuttgart will - oder muss - nachlegen. Trainer Huub Stevens möchte den Kader nach „Kicker“-Angaben um einen erfahrenen Innenverteidiger, einen Links-Defensiven, einen „Sechser“ und einen Stürmer verstärken.

Der Tabellenletzte SC Freiburg hat angesichts der lediglich 17 bislang erzielten Treffer als Leihgabe von Werder Bremen Angreifer Nils Petersen und von Cardiff City für rund 1,5 Millionen Euro den norwegischen Offensiv-Außen Mats Möller Daehli geholt. Außer von Petersen trennte sich Bremen noch von Eljero Elia (an den FC Southampton verliehen), holte aber als Leverkusen-Leihgabe den Seeler-Enkel Levin Öztunali - „eines der begehrtesten Talente der Bundesliga“, wie Werder-Sportchef Thomas Eichin den 18-Jährigen bezeichnete.

Die Angreifer-Flaute beim HSV, mit neun Treffern Letzter dieser Rubrik, führt dazu, dass Sportchef Peter Knäbel einen Neuen transferieren will, „der mehr individuelle Torgefahr verspricht“, wie Knäbel dem „Hamburger Abendblatt“ (Dienstag) sagte. Als Winterzugang wird vor allem der Belgier Paul-José Mpoku von Standard Lüttich gehandelt.

Es darf gemutmaßt werden, dass sich bei den Vereinen, die im Sog nach unten sind, noch etliches tun wird bis zum Ende der Wechselfrist, die diesmal wegen des Samstag-Stichtags 31. Januar bis zum folgenden Werktag (2. Februar 2015) verlängert wird. Bei den Top-Vertretern wie den Bayern oder Dieter Heckings Wolfsburgern ist wenig zu erwarten, wenngleich der VfL den Mittelfeldmann Xizhe Zhang unlängst mit einem Vertrag über zweieinhalb Jahre ausgestattet hat. „Er ist jemand, der uns auf Dauer weiterhelfen kann. Wir trauen ihm zu, dass er den Sprung von China in die Bundesliga schaffen kann“, erklärte Manager Klaus Allofs.

Shaqiri, Weiser und Höjbjerg sind heiße Absprung-Kandidaten

Und bei Pep Guardiolas Star-Truppe, die so souverän durchmarschiert? Dort werden allenfalls Abgänge gehandelt, Xherdan Shaqiri etwa oder Mitchell Weiser und Pierre-Emile Höjbjerg. Beim Tabellendritten Leverkusen soll sich gar nichts tun: „Grundsätzlich ist nicht geplant, dass noch jemand kommt, weil unser Kader groß genug ist“, sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler.

Champions-League-Mitstreiter Schalke 04 ist indes stark an einer Verpflichtung des Serben Matija Nastasic von Englands Meister Manchester City interessiert. Eine Kaufoption auf Leihgabe Jan Kirchhoff indes ließen die Gelsenkirchener verstreichen. „Wir haben Bayern München bereits darüber informiert“, sagte Manager Horst Heldt bei „Bild.de“.

Im vergangenen Winter übten sich die Bundesligisten in Bescheidenheit und verpflichteten vom 1. bis 31. Januar 2014 33 neue Spieler, 40 Profis verließen ihre Vereine. Seinerzeit betrugen die Ausgaben knapp 40 Millionen Euro. Dem standen Einnahmen von etwa 13,5 Millionen Euro aus Verkäufen gegenüber.

dpa

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