Premier League

Liverpool unterliegt Chelsea - Rückschlag für Arsenal

Gylfi Sigurdsson
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Swanseas Gylfi Sigurdsson (verdeckt) jubelt mit den Kollegen.

Liverpool - Der FC Chelsea hat seine Tabellenführung in der englischen Premier League gefestigt und den FC Liverpool in die Krise gestürzt. Arsenal musste einen Rückschlag hinnehmen.

Emre Can (r.) im Duell mit Nemanja Matic.

Der FC Chelsea marschiert in der englischen Premier League eindrucksvoll voran. Seit elf Partien sind die Blues ungeschlagen und führen die Liga mit 29 Zählern vor dem FC Southampton (25) an. Neben der Konkurrenz um Meister Manchester City (21) auf Rang drei droht dabei allerdings auch der deutsche Fußball-Nationalspieler André Schürrle, den Anschluss zu verlieren.

Beim 2:1 (1:1) der West-Londoner am Samstag beim FC Liverpool gehörte der 24 Jahre alte Weltmeister nicht einmal mehr zum Kader des Spitzenreiters. Zuvor war er in der Champions League bei NK Maribor mit seiner Auswechslung nach 45 Minuten gedemütigt worden.

Der „Evening Standard“ schrieb danach in Anlehnung an den WM-Triumph im Sommer: „Kein Spieler hat einen tieferen Fall erlebt als Schürrle“ und prognostizierte dem Profi „einen harten Kampf um seine Zukunft“ bei Chelsea.

Auch Coach José Mourinho hatte den Ex-Leverkusener zuletzt heftig kritisiert. „Ich habe mehr von ihm erwartet. Nun ist es einfach, meine Mannschaft für Samstag aufzustellen. Schürrle hat mir keine Probleme bereitet“, sagte der Portugiese vor wenigen Tagen nach dem mühevollen 2:1 im Liga-Pokal beim Viertligisten Shrewsbury Town.

In dieser Partie hatte der Coach Schürrle von Beginn an eine Bewährungschance gegeben - und wurde offenbar bitter enttäuscht. Trotz Vertrag bis 2018 hat der Angreifer an der Stamford Bridge einen schweren Stand. In der Liga hat er in dieser Saison erst zwei Partien durchgespielt - allerdings lag er zwischenzeitlich auch wegen einer Grippe flach.

Dennoch ist es kein Wunder, dass die Spekulationen um seine Zukunft losgehen. Die „Bild am Sonntag“ brachte Schürrle als möglichen Ersatz für Marco Reus bei Borussia Dortmund ins Spiel, sollte der den BVB verlassen.

Klar ist, Mourinho braucht den DFB-Kicker derzeit nicht. „Es war eine fantastische Leistung von meinen Spielern“, lobte der Coach nach dem Erfolg an der Anfield Road. „Andere Mannschaften hätten sich mit einem Punkt zufriedengegeben, aber wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Wir waren so gut, dass wir gar keinen Druck spürten, obwohl Liverpool alles versucht hat“, meinte „Mou“. Der deutsche U21-Nationalspieler Emre Can brachte die Reds zunächst in Führung (9.), Gary Cahill (14.) und Diego Costa (67.) drehten schließlich die Partie.

Während Meister ManCity beim 2:2 erneut Punkte liegen ließ und Liverpool als Vize-Meister der vergangenen Saison bereits 15 Zähler Rückstand hat, kann derzeit nur Southampton Schritt halten. Die Saints gewannen 2:0 (0:0) gegen Aufsteiger Leicester City.

Chelsea indes hat nun bereits die Auswärtspartien in Manchester bei City und United, in Everton und in Liverpool sowie das Heimspiel gegen den FC Arsenal ohne Niederlage überstanden. „Ich denke, wir haben eine sehr gute Chance, die Meisterschaft zu gewinnen, aber andere Teams sind auch noch im Rennen. Alles was wir sagen können: Wir sind die Champions des Herbsts. Aber kein Team schreibt Geschichte ohne Pokale“, sagte Mourinho. An Schürrle verschwendete er dabei wohl keinen Gedanken.

Rückschlag für die Gunners: Arsenal unterliegt in Swansea

Der FC Arsenal muss den nächsten Rückschlag hinnehmen. In der englischen Premier League unterlagen die Gunners am Sonntagabend bei Swansea City 1:2 (0:0) und rutschten in der Tabelle hinter die Waliser auf den sechsten Platz ab.

Bis zur 75. Spielminute hatten die Nord-Londoner nach einem Treffer von Alexis Sanchez (63.) noch geführt. Dann drehten Gylfi Sigurdsson (75.) per Freistoß und Bafétimbi Gomis (78.) in wenigen Minuten die Partie. Erst am vergangenen Dienstag hatte Arsenal beim 3:3 gegen den RSC Anderlecht in der Champions League eine 3:0-Führung noch aus der Hand gegeben.

Auf Spitzenreiter FC Chelsea (29) hat die Mannschaft von Arsène Wenger nun schon zwölf Zähler Rückstand. Während Fußball-Weltmeister Per Mertesacker als Kapitän der Gunners fungierte, saß der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski 90 Minuten auf der Bank.

dpa

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