Nach 3:0 in der Ukraine

U21-Junioren: EM-Ticket in greifbarer Nähe

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Deutschlands U21-Trainer Horst Hrubesch.

Düsseldorf - Die EM ist für die deutschen U21-Fußballer zum Greifen nahe. Nach dem souveränen 3:0 in der Ukraine will die DFB-Auswahl am Dienstag im Rückspiel in Essen die Qualifikation perfekt machen.

Die Erleichterung war Horst Hrubesch deutlich anzumerken. „Ich wusste, dass ich mich auf die Jungs verlassen kann“, sagte der DFB-Coach nach der Rückkehr ins Teamquartier in Düsseldorf am Samstag. Den Kurz-Trip in die Ukraine zum Playoff-Hinspiel für die EM-Qualifikation hat sein Team deutlicher als erwartet gemeistert. Nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg ist die Teilnahme an der EM-Endrunde 2015 in Tschechien schon vor dem Rückspiel am Dienstag in Essen (18.00 Uhr/Eurosport) so gut wie sicher. „Jetzt ist die Tür ganz weit auf. Wir müssen nur noch durchgehen“, meinte Hrubesch, der dann nach 2009 zum zweiten Mal eine U21-Auswahl bei der EM betreuen könnte.

Diese Chance will sich das Team nicht mehr nehmen lassen. „Da wollen wir nichts anbrennen lassen“, versprach der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Schalker Jungprofi Max Meyer, der bei seinem Debüt gleich zwei Vorlagen zu Toren beisteuerte. Bis dahin hatte Torjäger Philipp Hofmann mit seinem siebten Treffer im zehnten Länderspiel für die 1:0-Führung gesorgt (35.). In der zweiten Halbzeit trafen Kapitän Kevin Volland (61.) und Jonas Hofmann (79.) jeweils nach Vorlagen von Meyer zum 3:0-Endstand.

So klar wie es das Ergebnis ausdrückt, lief es allerdings nicht für die deutsche Mannschaft, die vor allem zu Beginn der Partie auf heftige Gegenwehr traf und den Gastgebern auch zwei gute Torchancen ermöglichte. „Wir wollten das Kommando gleich übernehmen, haben uns aber dann mit einigen Fehlpässen ein bisschen dumm angestellt“, meinte Hrubesch. Dennoch war der Trainer mit der Vorstellung seines Teams natürlich zufrieden. „Wir haben zwei Chancen, um zur EM zu kommen - die eine wollten wir schon nutzen.“

Der Coach hatte trotz des Fehlens seiner für die A-Mannschaft abgestellten Weltmeister und den Verletzungen von Emre Can und Amin Younes eine schlagkräftige Truppe ins Rennen geschickt, die ihre Stärken vor allem in der Offensive hatte. Sehenswert der perfekte Konter zum vorentscheidenden 2:0 durch Volland. Nach einem Freistoß der Ukrainer landete der Ball über zwei Stationen beim Kapitän, der auch noch den Torhüter umkurvte und den Ball ins Tor schob. „Das tut gut, mal wieder ein Tor zu schießen“, sagte der Profi von 1899 Hoffenheim.

Damit waren die Gastgeber nach hartem Kampf bezwungen. „Wir haben vorher ein schweres Spiel erwartet und die Ukraine hat uns auch alles abverlangt“, sagte Mittelfeldspieler Moritz Leitner. Der Stuttgarter nahm sich und seine Kollegen trotz des klaren Erfolgs in die Pflicht. „Das Ergebnis ist aber okay. Wir wissen zwar, dass wir mehr drauf haben. Aber beim Rückspiel in Essen haben wir gleich eine Gelegenheit, es besser zu machen“, meinte Leitner. Auch Jonas Hofmann versprach: „Jetzt wollen wir am Dienstag alles klar machen“.

dpa

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