"Richtig guter Lauf"

Überlegene Stuttgarter feiern späten Sieg gegen den HSV

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Der VfB Stuttgart setzt sich gegen den Hamburger SV in einem packenden Spiel mit 2:1 durch. 

Stuttgart - Der VfB Stuttgart vergab gegen den HSV haufenweise gute Chancen - und dennoch konnten die Schwaben am Ende noch jubeln. Ein ukrainischer Neuzugang stand dabei im Mittelpunkt.

Winter-Neuzugang Artem Krawets hat dem VfB Stuttgart im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg beschert. Mit seinem späten Tor in der 88. Minute sicherte der Ukrainer den überlegenen Schwaben ein überaus verdientes 2:1 (0:0).

Spielmacher Daniel Didavi hatte die Gastgeber nach 66 Minuten im Zusammenspiel mit HSV-Unglücksrabe Aaron Hunt in Führung gebracht, ehe Artjoms Rudnevs mit einem spektakulären Flugkopfball für den glücklichen Ausgleich (75.) sorgte. Der VfB feierte damit den dritten Sieg in Serie und blieb im fünften Punktspiel hintereinander ungeschlagen, während die Norddeutschen inzwischen schon ebenso lange auf einen Dreier warten.

"Das Finish war großartig", kommentierte VfB-Trainer Jürgen Kramny das entscheidende Tor. "Wir haben ein überragendes Spiel gemacht, eins der besten in dieser Saison", bemerkte auch Mittelfeldprofi Didavi, der bestens gelaunt war: "Wir haben uns belohnt und sind jetzt einfach glücklich. So muss es weitergehen!" In der Tat zeigten die weiter auf dem Relegationsplatz rangierenden Stuttgarter eine prima Leistung, auch spielerisch gelang vieles.

Allein die Chancenauswertung war nicht erstklassig. Doch das Gesamtbild mache Mut, wie Christian Gentner befand: "Wir haben im Moment einfach einen richtig guten Lauf." Weltmeister Kevin Großkreutz kommentierte stolz: "Wir haben uns so viele Torchancen herausgespielt, das muss man erstmal machen!" Natürlich sehr zum Ärger von HSV-Trainer Bruno Labbadia. "Wir haben Stuttgart zu oft eingeladen. Daran müssen wir arbeiten", konstatierte er.

Wegen kurz vor Spielbeginn einsetzenden strömenden Regens herrschten vor 41 780 Zuschauern extrem schwierige Bedingungen für beide Teams. Der Rasen war seifig, die Akteure rutschten immer wieder aus. Flüssiges Kombinationsspiel und technische Kabinettstückchen waren so kaum möglich.

Der VfB hatte in der ersten Halbzeit spielerische Vorteile sowie die meisten und klar besseren Chancen. Didavi (15.) scheiterte jedoch am guten HSV-Schlussmann René Adler. Gentner (18.) und Timo Werner (37.) verzogen aus aussichtsreichen Positionen jeweils knapp. Zudem ging ein Abpraller von Filip Kostics Brust neben den Pfosten (29.). Dem stand nur eine echte Möglichkeit der Hanseaten durch Pierre-Michel Lasogga gegenüber, nach dessen Schlenzer der Ball auf dem Netz landete (36.).

Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Schwaben weitgehend. Innerhalb von 100 Sekunden verpassten Werner (47.) und dann direkt hintereinander Großkreutz und Lukas Rupp (48.) die Führung. Eneut Adler verhinderte dann auch nach einem tückischen Didavi-Freistoß (64.) zunächst einen Rückstand. Zwei Minuten später glückte dem VfB-Spielmacher dann per Kopf das angesichts der zahlreichen Chancen und des Dauerdrucks verdiente 1:0 - auch HSV-Profi Hunt war allerdings noch am Ball.

Die Hamburger fanden gegen die aufopferungsvoll kämpfenden und in der Defensive gut stehenden Stuttgart lange kein Mittel, um sich selbst entscheidend in Szene zu setzen. Dann nutzte der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Rudnevs die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang per Kopf zum glücklichen Ausgleich. Doch die Stuttgarter schlugen unmittelbar vor dem Ende durch Krawets noch mal zurück und sicherten sich den Sieg.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 46 - 54

Torschüsse: 24 - 13

gew. Zweikämpfe in %: 54 - 46

Fouls: 12 - 14

Ecken: 10 - 4

Quelle: optasports.com

dpa

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