Vor allem das Stadion gelobt

EM 2020: Gute Noten für Münchner Bewerbung

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Rund eine Woche vor der Bekanntgabe der 13 Ausrichterstädte für die Fußball-EM 2020 hat die UEFA der deutschen Bewerbung mit der Münchner Allianz Arena sehr gute Noten erteilt.

Frankfurt/Main - Der DFB hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Münchner Bewerbung um Teile der EM 2020 stieß bei der UEFA auf sehr positive Resonanz. Die Entscheidung fällt in der kommenden Woche.

Update: In Genf in der Schweiz läuft derzeit die Entscheidung der UEFA, ob München einen Spielort der EM 2020 bekommt, die in ganz Europa ausgetragen wird. In unserem Live-Ticker erfahren Sie, ob die Allianz Arena den Zuschlag bekommt.

Update: Die UEFA wird am Freitag, 19. September, entscheiden, ob auch die Allianz Arena in München einer der Austragungsorte für die EM 2020 wird. Dieses Turnier soll an Spielstätten in ganz Europa ausgetragen werden. Wir haben alle Bewerber für diese EM zusammengefasst.

Rund eine Woche vor der Bekanntgabe der 13 Ausrichterstädte für die Fußball-EM 2020 hat die UEFA der deutschen Bewerbung mit München sehr gute Noten erteilt. In dem am Mittwoch veröffentlichten Evaluierungsbericht des europäischen Verbandes wird die Kandidatur der bayerischen Landeshauptstadt vor allem wegen des Stadions und der zentralen Lage Münchens in Europa gelobt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich mit der Münchner Allianz Arena sowohl für das Standardpaket mit drei Vorrundenspielen und einer Partie der K.o.-Runde als auch um das Finalpaket mit den beiden Halbfinals und dem Endspiel beworben. Die Entscheidung fällt am 19. September in Genf.

Insgesamt hoffen 19 Verbände darauf, Teil der ersten pan-europäischen Europameisterschaft zu werden. Für das Finalpaket kommt neben Deutschland nur noch England mit dem Wembley-Stadion in London infrage. Die englische Bewerbung erhielt von der UEFA ebenfalls Bestnoten.

Im Zuge der angekündigten deutschen Bewerbung um die komplette EM 2024 wurde zuletzt darüber spekuliert, dass der DFB sein Interesse an den Entscheidungsspielen der EM 2020 zugunsten Englands zurückziehen könnte. Im Gegenzug würde der englische Verband dann die deutsche Kandidatur für das Turnier in zehn Jahren unterstützen.

„Unser größter Wunsch ist, die gesamte EM 2024 in Deutschland auszurichten“, hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in der vergangenen Woche gesagt. Einen definitiven Verzicht auf die Finalpartien der übernächsten EM hatte Niersbach zum jetzigen Zeitpunkt aber noch dementiert. An einer Bewerbung für die Vorrundenspiele und ein Achtelfinale oder Viertelfinale der EM 2020 will der DFB auf jeden Fall festhalten.

Außer Deutschland und England haben sich noch Aserbaidschan, Weißrussland, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Mazedonien, Ungarn, Israel, Italien, die Niederlande, Irland, Rumänien, Russland, Schottland, Spanien, Schweden und Wales für das Standardpaket beworben. Die Türkei, lange Zeit Favorit auf das Endspielpaket, ist dagegen nicht mehr im Rennen.

Kritisch äußert sich der Bericht unter anderem über die Bewerbung Israels mit Jerusalem. Die politische Situation in Israel wird als „komplex“ bezeichnet, zudem werden fehlende Angaben zum notwendigen Ausbau des Stadions bemängelt. Auch bei der Bewerbung Russlands mit St. Petersburg wird auf die ungewisse politische Lage verwiesen. Der Bericht bezeichnet diese im Land des nächsten WM-Gastgebers in Anlehnung an Beschreibungen von Institutionen wie die Weltbank als „zunehmend komplex“.

dpa

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