5. Spieltag

Bundesliga-Vorschau: Spitzenquartett im Blickpunkt

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Das Rhein-Main-Derby zwischen Mainz und Frankfurt birgt Brisanz.

Köln - Meister Bayern München gegen Tabellenführer SC Paderborn ist das Topspiel zum Auftakt des 5. Bundesliga-Spieltages am Dienstag mit insgesamt vier Begegnungen.

Selbst die größten Optimisten reiben sich verwundert die Augen: Denn für Meister Bayern München führt der Weg auf Rang eins über einen Sieg im Topspiel gegen den aktuellen Spitzenreiter und Aufsteiger SC Paderborn. Beide Teams sind vor dem 5. Spieltag der Bundesliga Mitglieder eines punktgleichen Quartetts (alle acht Zähler) mit dem 1. FSV Mainz 05, der bei Eintracht Frankfurt antreten muss, sowie 1899 Hoffenheim. Auch den Kraichgauern (gegen SC Freiburg) winkt am Dienstag (alle 20.00 Uhr/Sky) zumindest vorübergehend die Tabellenführung.

Underdog Paderborn reist zum FC Bayern

Mehr David gegen Goliath geht nicht, wenn in München der „krasseste Außenseiter der Bundesliga-Geschichte“ aufläuft. „Die Bayern sind eine Klasse für sich, wir haben die Ehre, uns dort mit Weltmeistern zu messen. Aber wir wollen nicht nur Fotos machen mit den Weltmeistern, wir wollen auch dort Vollgas geben“, sagt Paderborns Trainer Andre Breitenreiter.

In München verdienen Top-Stars wie WM-Held Mario Götze oder Franck Ribéry pro Saison fast so viel (geschätzt 12,5 Millionen Euro), wie der SCP für sein gesamtes Team ausgibt (15). Der Profi-Etat der Bayern (140 Millionen) ist rund zehnmal so hoch wie der der Ostwestfalen. Für den Gesamtwert des Paderborner Kaders (rund 22 Millionen) bekommt man nicht einmal einen „halben“ Robert Lewandowski (Marktwert: 50 Millionen).

„Für uns geht ein Traum in Erfüllung“, wiederholte Breitenreiter immer wieder. „Die Jungs sollen einfach nur genießen und alles aufsaugen“. Klub-Boss Wilfried Finke meinte indes: „Ich glaube fest, dass wir nicht mit null Punkten nach Hause kommen.“

Keller vor Bremen-Spiel mal wieder unter Druck

So locker die Paderborner an die Isar reisen, so angespannt ist die Situation für Schalkes Coach Jens Keller. Dass der umstrittene Coach auf mindestens acht Profis seines aufgerüsteten Kaders verzichten muss, wird man bei einer Niederlage in Bremen kaum als Ausrede akzeptieren.

Schließlich wäre ein Dreier vor dem Revierderby am Samstag (15. 30 Uhr) gegen Vize-Meister Borussia Dortmund Balsam auf der Seele der leidgeprüften königsblauen Fans. Und würde den wackligen Chefsessel Kellers ein wenig stabilisieren. Derlei Befürchtungen müsste sein Bremer Kollege Robin Dutt auch bei einer Schlappe nicht haben, ihn könnte eher ein an der Weser grassierendes hochgradig ansteckendes Virus aus der Bahn werfen. „Wir wissen nicht, wo es herkommt, es laufen alle mit desinfizierten Händen durch den Kabinentrakt“, berichtete der 49-Jährige.

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Mit der Motivationsspritze eines 2:0-Sieges am Wochenende gegen Borussia Dortmund fahren die Mainzer zum Nachbarschaftsduell nach Frankfurt. Zumal der neue und akribisch arbeitende Coach Kasper Hjulmand („Wir wollen noch besser werden“) nach anfänglichen Problemen mit seinen Ideen nun endlich zu seinen Spielern durchdringt. Der 42 Jahre alte Däne, Nachfolger von Erfolgstrainer Thomas Tuchel, feierte am Samstag erstmals ausgelassen vor dem Mainzer Fanblock mit und zeigte die Siegerfaust.

In Frankfurt indes herrscht vor dem Vergleich mit dem „kleinen“ Nachbarn eine ganz andere Gefühlslage. Trotz des Achtungserfolgs bei Schalke 04 (2:2) ist die Wut beim Tabellen-Zwölften (5 Punkte) über die vermeintlichen Benachteiligungen durch die Schiedsrichter in den vergangenen beiden Partien noch nicht verraucht.

Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner hat derweil den selbsternannten Karnevalsverein ins Visier genommen. „Wir können am Dienstag mit Mainz gleichziehen - oder sogar vorbeiziehen. Das muss unser Ziel sein“, erklärte der 53-Jährige, der in Mainz-Kastel geboren wurde.

sid

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