Kernspin soll Klarheit bringen

Sorge um Reus: Wie schwer ist er verletzt?

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Marco Reus am Boden.

Dortmund - Abgesehen von den Sorgen um Marco Reus war Bundestrainer Joachim Löw mit dem Start in die EM-Qualifikation „absolut zufrieden“.

Sein Auftrag an seine Fußball-Weltmeister, drei Punkte gegen Schottland einzufahren, wurde am Sonntagabend mit dem 2:1 (1:0)-Erfolg in Dortmund erfüllt. „Das war meine einzige Erwartung an die Mannschaft, dass wir dieses Spiel gewinnen und gut in diese Qualifikation starten“, sagte Löw. Die Haltungsnoten waren ihm im ersten Pflichtspiel acht Wochen nach der Weltmeisterschaft in Brasilien nicht so wichtig: „In der jetzigen Phase sind die Spieler, die bei der WM dabei waren, nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.“

Die Ausnahme war Thomas Müller, der vor 60 209 Zuschauern beide Tore erzielte und kurz vor Schluss zudem noch den Pfosten traf. „Thomas ist immer da, wo es brennt und wo man sein muss als Spieler“, lobte Löw den Matchwinner. Der fünffache WM-Torschütze Müller war zur Stelle, als die Partie nach dem 1:1 von Ikechi Anya auf der Kippe stand. „Da habe ich wirklich geglaubt, wir könnten gewinnen“, kommentierte Schottlands Nationaltrainer Gordon Strachan.

Für die DFB-Kicker zählten allein die drei Punkte. „Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Wie, ist eigentlich egal“, erklärte Kapitän Manuel Neuer. „Es war das erwartet enge Kampfspiel. Ich kann mit dem Ergebnis sehr gut leben“, betonte auch sein Bayern-Kollege Müller.

Reus humpelt vom Feld

Die Zufriedenheit trübte allein das Pech von Marco Reus. Der Dortmunder, der schon die WM wegen einer Verletzung am linken Fuß verpasst hatte, humpelte nach einem Foul von Charlie Mulgrew kurz vor dem Abpfiff erneut mit einer Knöchelblessur vom Platz. „Die erste Diagnose von unserem Arzt scheint so, dass es nicht ganz so schlimm ist wie vor der WM“, berichtete Löw. Eine Kernspin-Untersuchung am (heutigen) Montag soll genauen Aufschluss bringen. Reus dürfte aber für die nächsten Spiele mit Borussia Dortmund ausfallen.

Für die Nationalmannschaft geht es im Oktober mit den nächsten Qualifikationsspielen in Warschau gegen Polen und in Gelsenkirchen gegen Irland weiter. Beide Kontrahenten starteten ebenfalls mit Siegen in die Ausscheidungsrunde zur EM 2016. Löw hofft, dass sich die Personalsituation sowie die Fitness einiger Weltmeister bis dahin verbessert. Rund laufen wird es bis zum Jahresende aber nicht, glaubt er: „Wir müssen die nächsten Monate ein bisschen improvisieren.“ Kopfzerbrechen bereitet ihm der Blick in die Zukunft aber nicht, „weil ich weiß, dass wir es schon hinkriegen, wenn es drauf ankommt“. Das Schottland-Spiel war für Löw der Beweis.

dpa

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