Europa League

VfL hofft auf De-Bruyne-Gala - und das Bleiben des Stars

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Kevin De Bruyne hat beim VfL Wolfsburg noch einen Vertrag bis 2019. Foto: Peter Steffen

Mailand - Trotz eines Vertrag bis 2019 beim VfL Wolfsburg reißen die Wechselspekulationen um Kevin De Bruyne nicht ab. Je erfolgreicher der VfL ist, desto wahrscheinlicher wird auch dessen Verbleib.

Ein weiteres Argument für seine sportliche Zukunft beim VfL Wolfsburg kann Kevin De Bruyne am Donnerstag wieder selbst liefern.

Präsentiert sich der Top-Star auch im Rückspiel des Europa-League-Achtelfinals bei Inter Mailand erneut in Gala-Form und erreicht der VfL das Viertelfinale, wird die Zahl der Interessenten vielleicht noch größer, die Gründe für einen vorzeitigen Abschied aber wieder etwas weniger. "Das hängt ja auch von unserer sportlichen Entwicklung ab", sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs der Deutschen Presse-Agentur vor dem Abflug. Und die sportliche Entwicklung ist aktuell bestens.

Nach dem 3:1 im Hinspiel gegen den 18-maligen italienischen Meister hat der Bundesliga-Zweite beste Chancen aufs Viertelfinale, auch wenn Allofs warnte: "Das wird kein Abendspaziergang werden. Wir werden wieder gut spielen müssen, werden auch wieder unter Druck geraten und werden auch wieder einen guten Torhüter haben müssen". Auch Dieter Hecking gab den Mahner. "Keiner von uns sollte schon denken: Wir sind weiter. Denn dann geht das Ganze nach hinten los", sagte der Coach.

Dennoch zeigt sich der VfL durchaus reif für große Aufgaben. Auch in der Bundesliga läuft es bestens. Als Tabellenzweiter hinter Bayern München hat Wolfsburg schon 14 Punkte Vorsprung auf Rang fünf. Die Qualifikation für die Champions League ist nahezu sicher. So lange der von Volkswagen finanziell üppig ausgestattete Club künftig in der Königsklasse mitspielt und Chancen auf Titel hat, dürften nur wenige Clubs De Bruyne aus dem noch bis 2019 gültigen Vertrag kaufen können.

"Mit dem VfL wollen wir in die Champions League und uns unter den besten Clubs in Deutschland etablieren und das wollen wir mit den besten Spielern", sagte Allofs, für den es auch keine "Schmerzgrenze" bei seiner belgischen Top-Kraft gibt: "Wir sind im Begriff, eine Mannschaft aufzubauen und machen uns da nicht so Gedanken darüber, wer uns verlassen könnte". Demnächst soll das Gehalt von geschätzten knapp fünf Millionen Euro aufgestockt und De Bruyne so signalisiert werden, dass man ihn auch nicht für viel Geld abgeben möchte.

Interessenten gibt es für den 23-Jährigen aber jede Menge. Kein Wunder: De Bruyne ist noch vor Arjen Robben aktueller Top-Scorer der Bundesliga. Bei schon 17 Torvorlagen nach nur 25 Ligaspielen dürfte es nicht mehr lange dauern bis der Rekord von 20 Assists von Zvjezdan Misimovic aus der Wolfsburger Meistersaison 2008/2000 und Bayerns Franck Ribéry aus der Spielzeit 2011/2012 fällt.

"Das kann durchaus sein, dass es Anfragen beim Berater gegeben hat. Das wäre auch nur zu normal", bestätigte Allofs, schränkte aber ein: "Aber auch das hat keine Bedeutung, weil sowohl Kevin als auch der Berater gesagt haben: Der VfL Wolfsburg ist der richtige Club für ihn".

Diese Art Verabredung scheint aber nur bis zur Spielzeit 2015/2016 zu gelten. "Was darüber hinaus passiert, weiß ich nicht", meinte Allofs vor dem Spiel im Mailänder San Siro, wo De Bruyne wieder im Schaufenster stehen wird. "Man muss immer davon ausgehen, dass gute Spieler von einem Top-Verein weggekauft werden - mit dieser Angst muss man leben", sagte auch VfL-Aufsichtsratschef Francisco Garcia Sanz der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung".

Diese Angst ist aber auch beim VW-Vorstand Garcia Sanz nicht allzu groß. Schon einmal versuchte sich De Bruyne bei einem europäischen Groß-Club und scheiterte dort. Beim FC Chelsea unter Trainer José Mourinho kam De Bruyne nicht über eine Reservistenrolle hinaus. "Er fühlt sich bei uns wohl. Wir haben ihn von Chelsea geholt und ihm gesagt: Hier kannst du dich weiter entwickeln. Und ich weiß, dass er von unserem Projekt überzeugt ist", berichtete Gracia Sanz.

dpa

De-Bruyne-Porträt

Hintergrund zum Spiel auf UEFA-Seite

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