VfL und Gladbach vor guten Losen - "Können weit kommen"

Der Gladbacher Max Kruse würde gern einmal gegen den FC Liverpool spielen. Foto: Federico Gambarini
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Der Gladbacher Max Kruse würde gern einmal gegen den FC Liverpool spielen.

Lille - Nach ihren Dreierpacks zum Weiterkommen freuen sich die deutschen Europa-League-Teams vor allem auf attraktive Lose in der ersten K.o.-Runde.

Borussia Mönchengladbach fiebert einem möglichen Duell mit dem FC Liverpool oder AS Rom entgegen, Wolfsburg hat sogar schon das Finale in Warschau im Blick. "Wir sind eine gute Mannschaft und können weit kommen - egal, gegen wen wir spielen müssen", meinte VfL-Profi Ricardo Rodriguez, der zwei Treffer zum 3:0 der Wolfsburger beim OSC Lille beisteuerte. Borussias Nationalspieler Max Kruse sagte nach dem 3:0 gegen den FC Zürich: "Gegen Liverpool zu spielen, wäre ein Erlebnis."

Während sich die Wolfsburger den zweiten Gruppenplatz sicherten und nun in der Runde der letzten 32 auf Teams wie Inter Mailand, SSC Neapel oder die Champions-League-Absteiger Sporting Lissabon und Athletic Bilbao treffen können, behaupteten die international unbesiegten Gladbacher Tabellenplatz eins. Die Liste der eventuellen Gegner ist attraktiv: Neben Liverpool und AS Rom sind Tottenham Hotspur, Ajax Amsterdam, Celtic Glasgow oder PSV Eindhoven mit dem ehemaligen Gladbach-Stürmer Luuk de Jong am Montag im Topf. "Rom wäre für mich der geilste Gegner", meinte Patrick Herrmann, der gegen Zürich zum 1:0 traf, ehe Branimir Hrgota mit zwei Treffern die Entscheidung besorgte.

Auf dem Sonderflug ST 2425 zurück nach Braunschweig wurden die Wolfsburger Profis von Fans und Sponsoren mit langanhaltendem Applaus empfangen, vor allem die Schweizer Sieggaranten Diego Benaglio und Rodriguez wurden gefeiert. "Das Weiterkommen ist für uns alle unheimlich wichtig. Das war das Tüpfelchen auf dem I nach den letzten Wochen", sagte der beste VfL-Spieler Benaglio, der auch einen Elfmeter gehalten hatte (76.).

Der Bundesliga-Zweite hatte sich schon vor der Saison viel im Europapokal vorgenommen, Manager Klaus Allofs früh von einem möglichen Finale gesprochen. Auch den Gladbachern traut Allofs noch viel zu. "Mit beiden Teams ist die Bundesliga in diesem Jahr gut gerüstet", hatte der VfL-Manager bereits vor dem Vorrunden-Start gesagt und fühlt sich nun bestätigt: "Auch das, was ich von Gladbach gesehen habe, war sehr souverän". Allofs sprach von einem Imagegewinn für die Liga, weil alle sechs deutschen Europapokalstarter in den Cups überwintern. Sein Team und Mönchengladbach liegen zudem in Bundesliga und DFB-Pokal aussichtsreich im Rennen.

Schon unmittelbar nach dem Weiterkommen zählte für die Wolfsburger Profis nur noch der Hinrunden-Endspurt mit den ausstehenden drei Spielen am Sonntag gegen Paderborn, in Dortmund und gegen Köln. "Ich will neun Punkte in drei Spielen. Wir sind in sehr guter Verfassung", sagte Abwehrchef Naldo.

Auch die Gladbacher wollen ihre gute Position in der Liga bestätigen und stehen in Leverkusen vor einer harten Bewährungsprobe. "Das wird ein echtes Spitzenspiel", meinte Borussias Flügelflitzer Ibrahima Traore. Auch Granit Xhaka erwartet einen starken Gegner. "Das ist eine Top-Mannschaft. Das wird enger als gegen Zürich", meinte der Schweizer Mittelfeldspieler. Respekt haben die Gladbacher vor allem vor Bayer-Freistoßspezialist Hakan Calhanoglu. "Ich hoffe, dass wir am Sonntag nicht zu viele Freistöße zulassen", sagte Borussias Schlussmann Yann Sommer.

Eine besondere Partie wird es für den von Bayer ausgeliehenen Christoph Kramer, der in der kommenden Saison wohl wieder nach Leverkusen zurückkehrt. Kramer war zwar am Donnerstagabend mit dem Fuß umgeknickt, konnte aber am Freitag wieder trainieren und steht im Kader für das Top-Spiel.

dpa

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