Vorwurf des Sportbetrugs

Italiens Nationaltrainer Conte droht Prozess

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Italiens Nationalcoach Antonio Conte droht wegen des Vorwurfs des Sportbetrugs ein Prozess.

Rom - Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Cremona erhebt den Vorwurf des Sportbetrugs gegen den italienischen Fußball-Nationaltrainer Antonio Conte.

Der 45-Jährige muss sich möglicherweise vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit, in der Conte Coach des toskanischen Vereins AC Siena war.

Dies geht aus dem Dossier der Staatsanwälte von Cremona hervor, die ihre Ermittlungen um einen ausgedehnten Skandal um Spielmanipulation abgeschlossen haben. Staatsanwalt Roberto Di Martino wird die Eröffnung eines Prozesses gegen Conte und die anderen Angeklagten beantragen. Dies berichten italienische Medien am Montag.

Conte soll 2011 als Trainer des AC Siena über Spielabsprachen informiert gewesen sein und seine Kenntnisse nicht gemeldet haben. Der Trainer, der wegen der Ermittlungen der Staatsanwälte 2012 bereits zu einer zehnmonatigen Berufssperre verurteilt worden war, hat stets alle Vorwürfe bestritten. Di Martino, der die Ermittlungen geführt hat, wirft 130 Personen, darunter mehreren Starspielern vor, eine kriminelle Vereinigung mit dem Ziel der Manipulation aufgebaut zu haben.

Zu den Verdächtigen zählen der Teamkollege von Miroslav Klose bei Lazio Rom, Stefano Mauri, der Ex-Kapitän von Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, der im Zuge der Ermittlungen in Untersuchungshaft musste, und der Ex-Stürmer der italienischen Nationalmannschaft, Beppe Signori.

SID

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