Bußgeld für Referees?

Trotz TÜV-Bericht: UEFA beharrt auf Freistoßspray

Gelsenkirchen - Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo droht am Dienstag im Champions-League-Spiel zwischen Schalke 04 und NK Maribor ein ungewöhnliches Bußgeld - falls er ein Freistoßspray benutzt.

Trotz des TÜV-Gutachtens zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch das Freistoßspray beharrt die UEFA auf den Einsatz des Schaums in den Europapokalspielen. „Die UEFA hat Sofortmaßnahmen ergriffen und den Schiedsrichtern noch detailliertere Informationen zur Verwendung des Freistoßsprays gegeben“, teilte die Europäische Fußball-Union vor dem Champions-League-Spiel des FC Schalke 04 gegen NK Maribor mit.

In der vergangenen Woche war ein von der Bild-Zeitung in Auftrag gegebenes Gutachten des TÜV Rheinland bekanntgeworden, wonach das Spray aus gesundheitlichen Gründen nicht benutzt werden dürfe. Auch sei der Treibgasanteil so hoch, dass eine Gefahrstoffkennzeichnung für hochentzündliche Produkte zwingend sei. Der Schaum könne in Deutschland und der EU daher nicht eingesetzt werden.

Laut eines Sprechers der Stadtverwaltung Gelsenkirchen muss der Schiedsrichter des Schalke-Spiels, der Spanier Carlos Velasco Carballo, aber keine Sanktionen fürchten, sollte er am Dienstagabend das Freistoßspray anwenden. „Wir werden als Ordnungsamt nicht darauf aufpassen, ob ein Spray benutzt wird oder nicht, sondern gehen davon aus, dass alles ordnungsgemäß abläuft“, sagte Martin Schulmann der Nachrichtenagentur dpa.

Die UEFA gab derweil zu, dass „auf der Sprühdose nicht alle relevanten Informationen in korrekter Form angegeben sind“. Daher soll der Anbieter die auf der Dose nicht in korrekter Form angegebenen „relevanten Informationen“ schnellstmöglich korrigieren.

dpa/SID

Rubriklistenbild: © dpa

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