Spontan Dampf abgelassen

Wegen HSV-Investor: Erregter Calmund ruft beim Doppelpass an

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Reiner Calmund.

München - Wie einst Uli Hoeneß ruft Reiner Calmund im Doppelpass an und lässt mal ordentlich Dampf ab. Ihm geht die negative Meinungsmache gegen HSV-Investor Kühne gegen den Strich.

Man kennt Reiner Calmund ja. Er redet gerne und viel, und wenn er dann schon dabei ist, hört er am liebsten gar nicht mehr auf. So auch am Sonntag im Doppelpass auf Sport1. Thema war dort gerade der Hamburger SV und die Fans, die sich gegen den Kommerz im Fußballgeschäft aussprechen, als der ehemalige Manager von Bayer 04 Leverkusen per Telefon in die Rund platzte.

Vorstands-Chef Dietmar Beiersdorfer und Co. hätten gute Spieler geholt, begann Calmund, "wieso, warum, weshalb sie ihre Leistung dann nicht mehr abrufen können, weiß ich nicht", sagte er. "Calli" verriet: Der HSV-Investor Klaus-Michael Kühne hätte ihn als Berater gewollt, aber er lehnte ab. Dann folgte das Plädoyer auf seinen Freund: "Ich muss echt mal sagen, dass ich nicht verstehen kann, warum man immer wieder versucht ihn anzupinkeln. Er hat die Lizenz gesichert, sonst wär' da heute keine Bundesliga in Hamburg." Außerdem habe Kühne viel Geld uneigennützig in den Verein gepumpt.

Die Runde schmunzelt: Typisch Calmund

Zu den Gerüchten, Kühne habe intern die Europa League gefordert, sagte Calmund: "Er hat mir gesagt, er will ein bis zwei Plätze höher klettern. Wir sprechen über die Plätze acht, neun, zehn." Und weiter: "Das ist sein Herzensklub, der sitzt fast immer auf der Tribüne, der will gar nicht alles selbst entscheiden."

Moderator Thomas Helmer, der sich das alles in Ruhe angehört hatte und sich - wie der Rest der Runde - ein Schmunzeln kaum verkneifen konnte, meinte nur: "Ja gut, die Message ist angekommen."

Hoeneß-Anruf im Doppelpass längst Kult

Calmund: "Mehr wollt' ich nicht, also schöne Grüße in die Runde." Doch damit nicht genug. Calmund legte erneut los, erklärte: "Aus kapitalrechtlichen Gründen kann nur die Vereinsführung entscheiden, das ist das kleine Einmaleins." Helmer würgte ihn ab: "Danke mein Lieber." 

Jetzt wissen wir, dass Kühne nur zahlt und keinen Einfluss auf Transfers oder etwaige Entscheidungen beim HSV haben will.

Nur mit einem bisherigen Anruf ist dieser vergleichbar: Uli Hoeneß echauffierte sich ebenfalls via Telefon im Doppelpass, dass die Affäre von Christoph Daum kleingeredet werde. Da kommt Calmunds Auftritt dann doch nicht ganz hin.

mke

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