"Das Tor war für mich sehr wichtig"

Werder gewinnt durch Pizarro - FCA bleibt Letzter

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Fin Bartels (l.) und Claudio Pizarro (Mitte) jubeln nach dem 0:2.

Augsburg - Herber Dämpfer statt ersehnter Befreiungsschlag: Der FC Augsburg hat drei Tage nach der Europa-League-Gala gegen Alkmaar das Kellerduell gegen Werder Bremen verdient  verloren.

Durch das 1:2 (0:0) bleibt der FCA nach dem siebten sieglosen Ligaspiel in Folge Tabellenletzter. Für Werder, das zuvor sechs von sieben Spielen verloren hatte, war es im Abstiegskampf dagegen das erhoffte Erfolgserlebnis.

Der zur Pause eingewechselte Routinier Claudio Pizarro erzielte in der 58. Minute die Führung für Werder. Für den 37 Jahre alten Peruaner, der vom FC Bayern an die Weser gekommen war, war es nach seiner Rückkehr zu Werder der erste Treffer im neunten Einsatz. Fin Bartels erhöhte in der 69. Minute auf 2:0, ehe Paul Verhaegh in der Nachspielzeit (90.+1) einen Handelfmeter zum Endstand verwandelte.

„Das Tor war für mich sehr wichtig, genauso wie der Sieg für die Mannschaft. Das ist sehr gut für uns. Ich habe die letzten Wochen hart gearbeitet, das ist die Belohnung“, sagte der 37 Jahre alte Pizarro.

Die Situation für Augsburg, das den Schwung vom 4:1 gegen Alkmaar nicht mitnehmen konnte, bleibt mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz damit weiter äußerst brenzlig. Der Druck auf Trainer Markus Weinzierl steigt. Werder mit Coach Viktor Skripnik konnte sich mit 13 Zählern etwas Luft verschaffen.

Der FCA verzeichnete von Beginn an in einer umkämpften, spielerisch aber sehr niveauarmen Partie mehr Spielanteile. Es mangelte dem Auftritt der Schwaben oft aber an Schwung, Entschlossenheit und Präzision, um Werders Defensive entscheidend in Verlegenheit zu bringen.

So waren klare Torchancen für die Gastgeber im ersten Durchgang eher Mangelware. Die größte hatte Raul Bobadilla, der in der 20. Minute frei vor Werder-Torwart Felix Wiedwald auftauchte, bei seinem Heber aber zu unentschlossen agierte. Zudem scheiterte Dong Won Ji (31.) mit einem strammen Schuss an Wiedwald.

Werder verlegte sich weitgehend aufs Kontern, wurde dabei aber immer wieder gefährlich. Nach Flanke von Levin Öztunali strich eine Direktabnahme von Fin Bartels knapp am FCA-Tor vorbei (12.). In der 29. Minute verfehlte Öztunali aus spitzem Winkel das FCA-Tor, kurz vor der Pause wurde der Offensivspieler dann gerade noch von FCA-Verteidiger Ragnar Klavan gestoppt.

Nach dem Wechsel erwischte Augsburg zunächst den besseren Start. Ein Freistoß von Jan-Ingwer Callsen-Bracker wurde von Ja-Cheol Koo abgefälscht, ging aber knapp am Tor vorbei. Fast im Gegenzug hatte Werder, das zur Pause den schon vor dem Spiel angeschlagenen Torjäger Anthony Ujah (Rippenprellung) durch Pizarro ersetzen musste, bei einem Schuss von Zlatko Junuzovic Pech.

Werder gestaltete die Partie nun offener, doch ein kapitaler Fehlpass des bis dahin auffälligen Bobadilla im Aufbau leitete die Führung ein. Santiago Garcia bediente Pizarro mit einem tollen Pass, der Routinier vollstreckte eiskalt.

Der FCA erhöhte danach den Druck, lief sich aber immer wieder an der Werder-Abwehr fest. Besser machte es Bartels, der Ragnar Klavan umkurvte und wuchtig ins linke obere Eck abschloss. Eine Schrecksekunde gab es kurz vor Schluss, als Werders Theodor Gebre Selassie nach einem Zusammenprall mit Wiedwald benommen liegen blieb und mit der Trage vom Feld gebracht wurde. Verhaeghs fünftes Saisontor kam zu spät.

SID

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