Tabellenletzter

Werder-Trainer Dutt darf trotz Horror-Serie bleiben

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Werder-Trainer Robin Dutt gestikuliert an der Seitenlinie.

Bremen - Werder Bremen ist nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg Tabellenletzter. Die Stimmung bei den Norddeutschen ist mies, Trainer Robin Dutt darf trotzdem bleiben. Vorerst.

Sieben Spiele, kein Sieg, Tabellenletzter: Bei Werder Bremen ist die Stimmung nach dem enttäuschenden 1:1 (1:1) gegen den SC Freiburg auf dem Nullpunkt angelangt. Vor allem Trainer Robin Dutt gerät nach dem schlechtesten Bundesliga-Start seit 44 Jahren zunehmend unter Beschuss. Die Vereinsbosse des einst so ruhmreichen Klubs stärken jedoch dem 49-Jährigen den Rücken. Noch.

„Ich bewahre die Ruhe. Meine Entscheidung ist gefallen. Ich glaube fest daran, dass wir das Ding umbiegen können“, sagte Thomas Eichin nach dem neuerlichen Tiefschlag. Der Werder-Geschäftsführer kündigte zwar eine intensive Analyse der prekären Situation mit Trainer Dutt und den Profis an, schloss eine Kurzschlussreaktion aber aus. „Wir müssen jetzt den Kopf oben behalten und dürfen uns nicht verrückt machen lassen“, sagte Eichin mit ernster Miene.

Dutt reagierte auf das siebte Spiel in Serie ohne Sieg dagegen ziemlich dünnhäutig. Anstatt sich wie üblich nach der offiziellen Pressekonferenz noch den Fragen der Journalisten zu stellen, wählte er den direkten Abgang und verschwand eilig in den Katakomben. „Sehr, sehr ärgerlich“ sei das Remis gegen seinen Ex-Klub, hatte er in seinem knappen Statement zuvor wissen lassen. Seine Mannschaft habe alles für den Sieg gegeben. „Denn uns war klar: Ein Punkt reicht nicht“, sagte Dutt und zog bedröppelt von dannen.

Dem Übungsleiter gelang es auch gegen biedere Freiburger nicht, seinen Spielern das Siegergen einzuimpfen. Zwar stand die zuvor als „Schießbude der Liga“ abgekanzelte Defensive besser als zuletzt, doch vor dem Tor gelang den Grün-Weißen mit Ausnahme des Ausgleichstores durch Franco Di Santo (31.) kaum etwas. Mit nunmehr 43 Punkten nach 41 Spielen ist Dutt bei Werder so schlecht gestartet, wie noch kein Trainer in Bremen zuvor.

„Wir sind komplett unten drin im Abstiegskampf. 18. Platz - das ist einfach scheiße“, fasste Mittelfeld-Kämpfer Zlatko Junuzovic, einer der wenigen Lichtblicke gegen Freiburg, die Gefühlslage an der Weser zusammen: „Wir sind am Tiefpunkt.“

Nächster Liga-Gegner ist der FC Bayern

Und die Aussichten, dass sich daran so schnell etwas ändert, sind trübe. Nach der Länderspielpause geht es zum in der jetzigen Verfassung schier übermächtigen Rekordmeister Bayern München. „Wir dürfen jetzt nicht in einen Negativ-Strudel verfallen, wir müssen trotzdem mit breiter Brust auftreten“, sagte Junuzovic. Wirklich überzeugend klang er dabei nicht.

Die Freiburger traten ihre Heimreise unterdessen mit einem guten Gefühl an. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich wartet zwar wie Werder noch immer auf den ersten Dreier und steckt weiterhin tief im Tabellenkeller fest, doch am vierten Remis in Serie hatten die Breisgauer wenig auszusetzen.

„Für uns ist das 1:1 am Ende in Ordnung“, sagte Streich: „Die Jungs geben alles und arbeiten gut. Wir sind nicht pessimistisch.“ Nach dem frühen Führungstor durch Vladimir Darida (7., Foulelfmeter) fehlten dem SC am Ende die Kraft und die nötige Konzentration, um den durchaus greifbaren ersten Saisonsieg zu landen.

„Wenn du es nicht durchziehen kannst, musst du mit einem Punkt leben. Das ist schade, weil wir den Gegner in der ersten Halbzeit klar beherrscht haben“, sagte SC-Kapitän Julian Schuster und sprach deshalb von „gemischten Gefühlen“. Die nächste Gelegenheit für ihren Premierensieg haben die Freiburger nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.

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sid

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