Saisonauftakt rückt näher

HSV als Großbaustelle: Wettlauf gegen die Zeit

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Trainer Mirko Slomka (M.) hat es beim HSV derzeit nicht leicht.

Hamburg - Der Hamburger SV hat noch einige Baustellen zu bewältigen. Der Druck wächst, denn der Saisonauftakt rückt immer näher.

Transferstau im Kader, noch kein Sportdirektor in Sicht und neue Gerüchte um Kapitän Rafael Van der Vaart: Knapp vier Wochen vor dem Saisonstart gleicht der Hamburger SV einer riesengroßen Baustelle. Der Endspurt der Vorbereitung wird immer mehr zum Wettlauf gegen die Zeit.

Spieler klagen: "Wir brauchen mehr Konkurrenz"

Inzwischen schlagen beim Bundesliga-Dino sogar schon die Spieler Alarm. „Ich hoffe, dass noch neue Leute kommen. Wir brauchen neue Spieler“, äußerte Verteidiger Johan Djourou beim Start in die heiße Vorbereitungsphase gegenüber Hamburger Medien. Sein eindeutiger Appell in Richtung Vereinsführung: „Wir brauchen mehr Konkurrenz.“

Mit seiner Meinung steht der Schweizer Nationalspieler nicht alleine da. Der neue Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer fahndet unter Hochdruck nach neuem Personal, grast den Transfermarkt, der Ende August schließt, nach geeigneten Verstärkungen ab.

„In der Abwehr und im Mittelfeld sind Transfers zu erwarten. Es soll so schnell wie möglich was passieren“, sagte Beiersdorfer unlängst. Und auch Trainer Mirko Slomka weiß nach dem Fast-Abstieg im vergangenen Jahr um die heikle Situation: „Wir sind uns einig, dass wir in der Defensive, im zentralen Bereich und auch vorne etwas machen müssen.“ Es gebe entsprechende Kandidaten für jede Position.

Doch es fehlt ganz offensichtlich am nötigen Kleingeld - und so werden die dringend benötigten Verstärkungen mehr und mehr zur Hängepartie.

Macht van der Vaart den Abflug?

Abhilfe könnte da ausgerechnet Top-Verdiener van der Vaart leisten. Die britische Zeitung „Sunday Mirror“ berichtete, dass die Queens Park Rangers nach ihrem Wiederaufstieg in die Premier League an dem niederländischen Spielmacher dran sind. Rangers-Manager Harry Redknapp, der van der Vaart in dessen Zeit bei Tottenham Hotspur (2010 bis 2012) trainierte, will ihn angeblich zurück auf die Insel holen.

„Ich habe das auch gelesen, vom Verein habe ich aber nichts gehört“, sagte van der Vaart der Bild-Zeitung. Klar ist aber auch, dass die Hamburger ihren Mittelfeldspieler, dessen geschätzter Marktwert sich im letzten halben Jahr von zehn auf fünf Millionen Euro halbierte, gerne von der Gehaltsliste streichen würden. Am liebsten schon vor dem Vertragsende im kommenden Jahr.

Selbst Klub-Ikone Uwe Seeler scheint den 31-jährigen Mittelfeldspieler nicht mehr auf dem Zettel zu haben. „Wir brauchen einen Spielmacher, einen Marschierer“, sagte Seeler der Hamburger Morgenpost und machte damit indirekt deutlich, dass er van der Vaart die Rolle in der kommenden Saison nicht mehr zutraut. Nach dem Abgang von Juwel Hakan Calhanoglu zu Bayer Leverkusen herrscht in der Kreativzentrale ohnehin Handlungsbedarf.

Beiersdorfer sucht einen Sportdirektor

Eine nicht unerhebliche Vakanz gibt es auch weiterhin auf der Kommandobrücke der Hanseaten. Nach dem Rauswurf von Oliver Kreuzer ist noch immer kein Nachfolger für die Position des Direktors Profi-Fußball gefunden. Seit Wochen laufen die Gespräche Beiersdorfers mit Peter Knäbel, doch der Wunschkandidat, zurzeit als Technischer Direktor beim Schweizer Fußball-Verband beschäftigt, ziert sich noch immer mit einer Zusage.

Dabei wäre einer wie Knäbel in der aktuellen Situation doppelt wichtig. Der neue Sportdirektor soll sich um die Profis und das Scouting kümmern - die zurzeit größten Baustellen der Hamburger.

sid

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