Kampl bislang teuerster Transfer

Ende der Transferphase: Wer noch zuschlagen will

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Kevin Kampl ist mit 12 Millionen Euro bislang der teuerste Transfer der Winterpause.

Köln - Aufsteiger 1. FC Köln will mit dem Brasilianer Carlos Eduardo den Klassenerhalt schaffen, der Hamburger SV mit Zdravko Kuzmanovic. Kurz vor Ende der Transferfrist am kommenden Montag gibt es nach wie vor reichlich Bewegung.

Der 1. FC Köln wartet weiter auf den brasilianischen Zauberer Carlos Eduardo, der Hamburger SV möchte die Bundesliga-Zugehörigkeit nach dem vergeblichen Werben um Josip Drmic und Ivica Olic nun mit dem früheren Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic klarmachen: Die Traditionsklubs aus dem Tabellenkeller hoffen kurz vor Schließung des Transferfensters auf den großen Coup, ansonsten geht es ungewohnt ruhig zu im Winterschluss-Verkauf der Fußball-Bundesliga.

Die Kölner sind sich mit dem früheren Hoffenheimer Carlos Eduardo einig, doch die Verhandlungen mit dessen Verein Rubin Kasan sind zäh. Druck machen will der FC nicht. „Die einzige Deadline ist die Schließung des Tranferfensters“, sagt Trainer Peter Stöger mit Blick auf kommenden Montag. Man habe aber auch eine Alternative, und „wenn es nix wird, dann eben nicht. Die Mannschaft ist gut genug.“ Kasans General-Direktor Ajrat Garajew hat den Wechsel in einem Video-Interview auf der Klub-Homepage bereits für geplatzt erklärt. Dies könnte aber auch Taktik sein.

Hamburg bei Stürmer-Suche bislang erfolglos

Etwas energischer drängte der HSV nach nur neun Vorrunden-Toren auf die Verpflichtung eines neues Stürmers. Doch sowohl beim Leverkusener Drmic als auch beim Wolfsburger Olic stellten sich die abgebenden Vereine quer. Nun soll wenigstens Kuzmanovic von Inter Mailand geholt werden, um dem Spiel mehr Struktur zu geben.

Eine kleine Chance für den HSV besteht aber auch noch bei Olic. Denn sollten sich am Ende doch noch Gerüchte bestätigen, nach denen Weltmeister Andre Schürrle (FC Chelsea) in den kommenden Tagen in die Bundesliga zurückkehrt und Wolfsburg trotz aller Dementi das Rennen machen, könnte Manager Klaus Allofs doch noch weich werden. Angeblich ist aber auch Borussia Dortmund an Schürrle dran.

Während Hamburg und Köln noch verhandeln, konnte Hannover kurz vor dem Rückrundenauftakt überraschend die Rückkehr des verlorenen Sohnes Didier Ya Konan melden. Der 30-jährige Ivorer kehrt nach nur einem halben Jahr bei Al-Ittihad aus Saudi-Arabien zu den Niedersachsen zurück. „Ich komme nach Hause, das Gefühl ist großartig“, sagte Ya Konan, der zwischen 2009 und 2014 in 125 Bundesliga-Spielen 39 Tore für die Roten erzielte.

Werder Bremen überrascht mit Torwart-Transfers

Weniger harmonisch liefen die Transferaktivitäten von Werder Bremen ab, wobei vor allem die Verpflichtungen der beiden Torhüter Koen Casteels (VfL Wolfsburg) und Michael Zetterer (SpVgg Unterhaching) an der Weser für Kopfschütteln sorgt. „Es wurde während der Vorbereitung, in der sich eine Mannschaft sportlich weiterentwickeln soll, eine Tür für eine Torwart-Diskussion geöffnet, die man nicht hätte öffnen müssen“, sagte Bremens Nummer eins Raphael Wolf der Sport Bild und machte somit seinem Ärger Luft. Dass Werder in Jannik Vestergaard vom Ligarivalen Hoffenheim noch einen gestandenen Innenverteidiger verpflichtete, ging bei Werder fast unter.

Insgesamt hielten sich die Spitzenvereine aber zurück. Die Bayern holten niemanden und gaben nur zwei Spieler ab (Pierre-Emil Höjbjerg auf Leihbasis zum FC Augsburg und Xherdan Shaqiri zu Inter), der abstiegsbedrohte Vizemeister Borussia Dortmund holte nur Kevin Kampl (RB Salzburg), investierte in diesen aber immerhin 12 Millionen. Der Zweite VfL Wolfsburg holte nur den Chinesen Xizhe Zhang, der Dritte Bayer Leverkusen und der Vierte Borussia Mönchengladbach vertrauen komplett dem bisherigen Personal, der Fünfte Schalke lieh immerhin den serbischen Innenverteidiger Matija Nastasic von Manchester City aus.

SID

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