Löw im "Wettkampfmodus"

WM 2014: Brasilien fiebert Auftakt entgegen

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Die Jagd auf den WM-Pokal kann beginnen.

Rio de Janeiro - Die letzten Arbeiten laufen, der U-Bahn-Streik ist ausgesetzt und die Abnahme des Eröffnungsstadions erfolgt. Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem WM-Auftakt bereits seine Startelf im Kopf.

Zwei Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft sind die Vorbereitungen im Gastgeberland Brasilien immer noch nicht abgeschlossen. Im Eröffnungsstadion in Sao Paulo schuften 300 Arbeiter rund um die Uhr. Die Abnahmegenehmigung der Feuerwehr ist immerhin bereits erfolgt. 67 000 Besucher werden zum ersten Spiel des Turniers erwartet. Zudem wurde der U-Bahn-Streik vorerst ausgesetzt. Weitere Streiks sind jedoch auch am Tage des Eröffnungsspiels zwischen Brasilien und Kroatien (Donnerstag, 22.00 Uhr) nicht ausgeschlossen. Dann würde ein Verkehrschaos drohen.

Löws Gerüst für die Startelf steht

Die karnevalbegeisterten Brasilianer zeigen aber auch, dass sie zu feiern verstehen. In der Finalstadt Rio sind viele Straßenzüge über und über mit Girlanden und Wimpeln geschmückt. „Für uns ist Fußball ein Fest des Lebens“, erklärte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff.

Am dritten harten Arbeitstag im heißen Brasilien hat Bundestrainer Joachim Löw vollständig in den Wettkampfmodus geschaltet. „Eine WM ist etwas ganz anderes als ein normales Länderspiel. Da steigt die Dramatik ins Unermessliche“, erklärte der Chef der deutschen Titelmission. Alle Störungen der Konzentration auf Fußball möchte Löw ausschließen. Die Frauen und Familien der Spieler dürfen frühestens nach dem ersten Spiel zu Besuch ins Campo Bahia kommen. Auch am Dienstag stand konzentriertes Üben als wichtigster Punkt auf dem Tagesprogramm.

Das Gerüst für die Startelf steht in Löws Überlegungen sechs Tage vor dem Showdown gegen Portugal. „Natürlich gibt es Planspiele, natürlich weiß ich in etwa, wer spielen wird“, sagte der 54-Jährige. „Die Positionen sind doppelt besetzt. Jeder will, wenn er reinkommt, die Chance nutzen. Das ist natürlich ein Vorteil“, sagte Mittelstürmer Miroslav Klose. Der 36-Jährige muss bei seiner vierten WM wohl zunächst eine Jokerrolle übernehmen.

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Für Kapitän Philipp Lahm deutet alles auf eine Mittelfeldrolle hin. In einer Abwehrreihe mit vier gelernten Innenverteidigern dürfte Lahms Münchner Kollege Jérome Boateng wie schon bei der EM 2012 gegen Portugal die Aufgabe zufallen, als Rechtsverteidiger Cristiano Ronaldo zu stoppen. In der Offensive bevorzugt Löw offenbar das System mit einem „falschen Stürmer“. Allerdings wird der Coach noch einige unbequeme Entscheidung treffen müssen. So dürften nach ihren verletzungsbedingten Zwangspausen die Antreiber Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger nicht wie bei den Turnieren 2010 und 2012 zusammen in der Startformation stehen.

Ghana besteht letzten Härtetest

Derweil sind auch die früheren Titelträger Argentinien, Uruguay und Frankreich in Brasilien eingetroffen und haben ihr Quartier bezogen. Vier Tage vor dem Klassiker im Auftaktspiel gegen England musste sich das italienische Team auch an die Wetterkapriolen gewöhnen. Die Azzurri trainierten in Mangaratiba im strömenden Regen. Nicht dabei war Mittelfeldspieler Marco Verratti, der wegen Fiebers pausieren musste.

Deutschlands Gruppengegner Ghana hat den letzten Härtetest im Trainingslager in Miami bestanden. Der viermalige Afrikameister bezwang Südkorea mit 4:0, dabei erzielte Jordan Ayew gleich drei Treffer. Kapitän Asamoah Gyan steuerte einen weiteren Treffer bei.

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dpa

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