Brasilien-Nullnummer gegen Mexiko

WM-Ticker: Van Buyten hilft Belgien - Kommt Pep?

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Daniel van Buyten rüttelte Belgien wach.

München - Für Portugals Linksverteidiger Fabio Coentrao ist die WM in Brasilien beendet. Belgien hat gegen Algerien eine Blamage verhindert: die News vom Dienstag.

23.57 Uhr: Das Ergebnis des Nachtspiels zwischen Russland und Südkorea reichen wir am frühen Morgen nach (zum Spielbericht) - und danken an dieser Stelle für Ihre Aufmerksamkeit an unserem WM-Ticker. Am Mittwoch geht's mit einem neuen WM-Live-Ticker ab etwa 6.30 Uhr weiter - und zwar hier!

23.40 Uhr: Starker Nebel hat am Dienstag den Flugverkehr in Rio de Janeiro behindert und zum Ausfall zahlreicher Flüge geführt. Einige WM-Fans saßen auf dem innerstädtischen Airport Santos Dumont fest und verpassten sowohl ihren Flug als auch ein WM-Spiel. „Wir wollen unser Geld zurück. Diese Situation ist absurd. Wir haben den Flug bezahlt und darauf gezählt, dass wir rechtzeitig zum Spiel in Belo Horizonte sind“, sagte die 27-jährige Belgierin Maxime Clement, die den 2:1-Sieg ihres Teams gegen Algerien verpasste. Rund 30 Flüge fielen nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Agência Brasil aus. Passagiere beklagten vor allem, dass es keine ausreichenden Informationen gegeben habe. Der Santos-Dumont-Flughafen war für vier Stunden teilweise gesperrt. Auch an Rios internationalem Airport Galeão waren am Vormittag für eine Stunde Landungen nicht möglich. Mehr als 30 Flüge verspäteten sich.

23.27 Uhr: Der im ersten Kroatien-Spiel gesperrte Mario Mandzukic kehrt bei der zweiten Partie zurück. Für die Kroaten geht's um 24 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Donnerstag gegen Kamerun. Natürlich ruhen auf Mandzukic viele Hoffnungen. "Er würde für seine Mannschaft sterben. Mario ist nun mal Mario. Ohne ihn ist Kroatien ein ganz anderes Team", sagte sein Teamkollege Danijel Pranjic.

Der Einsatz von Kameruns Stürmerstar Samuel Eto'o wird sich erst kurzfristig entscheiden. „Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um auf dem Platz zu stehen“, sagte der 33-Jährige am Dienstag in Manaus. „Sollte ich morgen auflaufen, werde ich alles geben und wenn nicht, werde ich alles von der Bank aus geben.“ Eto'o erschien mit dick bandagiertem rechten Knie bei der Abschlusskonferenz. „Er kennt seinen Körper am besten, er wird uns am Morgen Bescheid geben, ob er spielen kann“, erklärte Trainer Volker Finke.

23.14 Uhr: Die DFB-Spieler haben zwar für heute Freizeit verordnet bekommen - auch mit ihren Frauen. Aber trainiert wurde auch. Die Stimmung war gelöst, wie unsere Bilder zeigen.

Beste Laune beim DFB-Training: Bilder

Beste Laune beim DFB-Training: Bilder

23.10 Uhr: Den großen Pele beunruhigte der erste Stolperer seiner Brasilianer nicht. „Es gibt kein einfaches Spiel bei der WM. Das haben wir schon vorher gewusst“, sagte das Idol der Gastgeber: „Das Team hat nicht schlecht gespielt. Wenn wir jetzt 1:0 gegen Kamerun gewinnen, reicht es ja schon zum Weiterkommen.“ Bayern-Profi Luiz Gustavo, der erneut in der Startelf stand, sprach von einem „sehr intensiven und schwierigen Spiel gegen einen sehr guten Gegner“. Man habe gut gekämpft, „das 0:0 war verdient“.

Brasilien gegen Mexiko endet torlos

22.50 Uhr: Abpfiff! Brasilien und Mexiko trennen sich torlos. Mexiko-Torhüter Guillermo Ochoa hielt die Null fest. Hier gibt's den Spielbericht.

22.40 Uhr: Bei einem Public Viewing in der Stadt Damaturu im Nordosten Nigerias hat es eine Explosion gegeben. Sie ereignete sich am Dienstagabend Ortszeit ungefähr während des Anstoßes der Begegnung zwischen WM-Gastgeber Brasilien und Mexiko. Über die genauen Hintergründe und Opferzahlen wurde zunächst nichts bekannt. Die Gegend um Damaturu ist Hochburg der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram, die mit Anschlägen während der WM gedroht hatte.

22.32 Uhr: Weiterhin keine Tore bei Brasilien gegen Mexiko.

22.23 Uhr: Daniel van Buyten hat die Belgier wachgerüttelt. „Ich bin ja so etwas wie der große Bruder für unsere jungen Spieler. Einige waren in der Halbzeit richtig am Boden“, sagte van Buyten dem SID: „Ich habe versucht, auf sie einzureden und sie wieder aufzurichten. Es ist wichtig, dass wir immer an uns glauben.“ Auch Trainer Marc Wilmots hat beim Belgien-Sieg offenbar in die Trickkiste gegriffen.

22.13 Uhr: Nach der bitteren Auftaktpleite gegen Belgien (1:2, 1:0) hat Algeriens Trainer Vahid Halilhodzic (61) seine Spieler scharf kritisiert und in Schiedsrichter Marco Rodriguez (Mexiko) den Hauptschuldigen für die Pleite ausgemacht. „Vor dem zweiten Gegentor habe ich ein Foul gesehen, der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen. Sonst wäre das Spiel ganz anders verlaufen“, sagte Halilhodzic wütend: „Das passiert kleinen Teams ja immer wieder. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt. ` Vor dem Konter zum 2:1 für Belgien hatte Kevin de Bruyne vom VfL Wolfsburg den Ball gegen Sofiane Feghouli allerdings regelgerecht erobert und so den Gegenstoß eingeleitet, den der eingewechselte Dries Mertens (80.) mit dem Siegtreffer abschloss. "Für mich war das ein klares Foul“, sagte Halilhodzic, „wenn das gepfiffen worden wäre, wäre das Tor nicht gefallen. Ich habe gar keine Stimme mehr, weil ich nach der Szene so geschrien habe.“ Den zwischenzeitlichen Führungstreffer durch Feghouli (25., Foulelfmeter) hatte Marouane Fellaini (70.) ausgeglichen.

22.08 Uhr: Brasilien tut sich weiter schwer - bisher verläuft die Partie torlos.

21.50 Uhr: Ein Überblick über die erste Halbzeit: Gastgeber Brasilien hat große Mühe, einen weiteren großen Schritt in Richtung Achtelfinale zu gehen. Mexiko erweist sich in einem sehr intensiven Spiel als äußerst unangenehmer Gegner. Zur Halbzeit steht es 0:0 - obwohl Neymar eine Großchance zur Führung besaß. Ein besonderer Druck lag auch auf Schiedsrichter Cüneyt Cakir (Türkei), nachdem sein japanischer Kollege Youchi Nishimura im Eröffnungsspiel durch einen falschen Elfmeterpfiff der Selecao das 2:1 beim Sieg gegen Kroatien (3:1) ermöglicht hatte. Cakir ließ zu Beginn beiden Mannschaften sehr viel durchgehen, ohne Gelb zu zeigen. Mexiko, das im Auftaktspiel nach zwei zu Unrecht aberkannten Treffern 1:0 gegen Kamerun gewonnen hatte, präsentierte sich als sehr unbequemer Gegner: aggressiv, laufstark und hart im Zweikampf. Manchmal auch zu hart. Brasilien hatte damit erst einmal Probleme, verzettelte sich zu oft in Zweikämpfen, statt den Ball laufen zu lassen. Auch ohne Superstar Javier Hernandez, der erneut nur auf der Bank saß, versteckte sich Mexiko aber keineswegs. Die zunächst beste Chance des Spiels hatten dann aber doch die Gastgeber - wenn auch erst in der 26. Minute: Den Kopfball von Neymar, im Eröffnungsspiel der WM zweifacher Torschütze, drehte Torhüter Guillermo Ochoa mit einer Glanzparade noch um den Pfosten. In der 44. Minute war Ochoa erneut zur Stelle und rettete in höchster Not gegen David Luiz. Neymar war diesmal von Beginn an gut im Spiel, hatte oft den Ball, wechselte oft die Position. Auf die Unterstützung von Mittelstürmer Hulk musste er allerdings verzichten. Dieser saß wegen Oberschenkelproblemen nur auf der Bank, dafür spielte Ramires, Mittelfeldmann vom FC Chelsea.

21.46 Uhr: Halbzeit! Keine Tore zwischen Brasilien und Mexiko bisher.

21.40 Uhr: Pep Guardiola will angeblich Lionel Messi bei der WM besuchen. Guardiola werde zum letzten Gruppenspiel von Messis Argentiniern am 25. Juni gegen Nigeria in Porto Alegre erwartet, berichtete die Zeitung Sport unter Berufung auf Guardiolas Umfeld.

21.31 Uhr: Bondscoach Louis van Gaal hat auch einen Tag vor dem zweiten WM-Vorrundenspiel der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Australien das Geheimnis über seine Aufstellung nicht lüften wollen. „Das System kann der bestimmende Faktor sein. Ihr erfahrt es früh genug“, sagte der 62-Jährige vor der Partie am Mittwoch (18.00 Uhr/MESZ) in Porto Alegre. „Ich werde auf meine Spieler hören und ihre Meinungen in die Entscheidung einbeziehen.“

21.27 Uhr: Es steht weiterhin 0:0.

21.12 Uhr: Michael Ballack traut der DFB-Auswahl den ganz großen Wurf zu. „Das war ein Ausrufezeichen! Der 4:0-Sieg über Portugal war beeindruckend. Aber er hat mich nicht überrascht. Er hat mich eher in meiner Meinung bestätigt: Der WM-Titel führt nur über Deutschland“, erklärte der 37-Jährige in Express und tz. Die Mannschaft habe „taktisch perfekt“ gespielt, „souverän und klug“, urteilte Ballack: „Es war eine erste Duftmarke an die Konkurrenz.“ Man habe „die Handschrift von Joachim Löw gesehen. Er hat seine Taktik umgestellt. Er lässt nicht mehr wie vor zwei Jahren diesen Hurra-Stil spielen. Löw hat erkannt, dass man sich bei dieser Hitze von der Idee des rein attraktiven Spiels verabschieden muss, um erfolgreich zu sein“, sagte der frühere Leverkusener und Münchner. Den dreifachen Torschützen Thomas Müller bezeichnete Ballack als „positiv Verrückten“. Mit seinen heruntergezogenen Stutzen sehe Müller eher wie einer aus, „der gerade mit seinen Kumpels vom Bolzplatz kommt“.

21.10 Uhr: Das Netz zappelt! Aber Brasiliens Fred hat nur das Außennetz getroffen. Spielstand weiter: 0:0.

21.00 Uhr: Anpfiff! Jetzt spielt Brasilien gegen Mexiko.

20.55 Uhr: Fünf Minuten noch, dann wird das Spiel Brasilien gegen Mexiko angepiffen. Hier die Aufstellungen:

Brasilien: 12 Julio Cesar/Toronto FC (34 Jahre/82 Länderspiele) - 2 Alves/FC Barcelona (31/77), 3 Thiago Silva/Paris St. Germain (29/48), 4 David Luiz/FC Chelsea (27/38), 6 Marcelo/Real Madrid (26/33) - 8 Paulinho/Tottenham Hotspur (25/28), 17 Luiz Gustavo/VfL Wolfsburg (26/21) - 11 Oscar/FC Chelsea (22/32), 10 Neymar/FC Barcelona (22/50), 16 Ramires/FC Chelsea (27/44) - 9 Fred/Fluminense (30/34). - Trainer: Felipe Scolari

Mexiko: 13 Ochoa/AC Ajaccio (28/59) - 22 Aguilar/America (28/30), 2 Rodriguez/America (32/95), 4 Marquez/Club Leon (35/122), 15 Moreno/Espanyol Barcelona (26/55), 7 Layun/Club America (25/15) - 6 Herrera/FC Porto (24/15), 23 Vazquez/Leon (26/7), 18 Guardado/Bayer Leverkusen (27/104) - 10 dos Santos/FC Villarreal (25/76), 19 Peralta/Santos Laguna (30/30). - Trainer: Herrera

20.35 Uhr: Mit großer Zuversicht, aber auch einer gehörigen Portion Respekt vor Gegner Chile geht Weltmeister Spanien in sein erstes „Endspiel“ bei der Fußball-WM in Brasilien. „Sie werden angreifen, mit allem, was sie haben. Wir müssen aufpassen. Aber wir kennen auch ihre Schwächen und gedenken, diese auszunutzen“, sagte Trainer Vicente del Bosque mit Blick auf die Begegnung am Mittwoch im Estadio do Maracana von Rio de Janeiro. Spanien steht dort nach dem 1:5 zum Auftakt gegen die Niederlande bereits gehörig unter Druck. Ob er angesichts der bedrohlichen Lage Veränderungen bei Aufstellung oder Taktik vornehmen werde, wollte del Bosque nicht verraten.

20.14 Uhr: Für Portugals Linksverteidiger Fabio Coentrao ist die WM in Brasilien beendet. Wie der portugiesische Verband FPF am Dienstag bekannt gab, hat sich der 26-Jährige von Champions-League-Sieger Real Madrid bei der 0:4-Niederlage gegen Deutschland eine schwerere Adduktoren-Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen. Dies habe sich bei einer MRT-Untersuchung herausgestellt. Für Angreifer Hugo Almeida besteht hingegen noch die Hoffnung auf eine Rückkehr im Turnierverlauf. Beim Ex-Bremer, der ebenfalls gegen Deutschland frühzeitig vom Feld musste, ergab das MRT eine minderschwere Verletzung im hinteren Bereich des linken Oberschenkels. Wie Torwart Rui Patricio (ebenfalls Muskelverletzung im linken Oberschenkel) soll Almeida in den nächsten Tagen physiotherapeutisch behandelt werden.

20.02 Uhr: Das nächste Spiel gibt's in knapp einer Stunde! Der gastgebende WM-Titelfavorit Brasilien startet am Dienstagabend ohne den angeschlagenen Stürmer Hulk in sein zweites Vorrundenspiel gegen Mexiko. Für den Fußball-Profi von Zenit St. Petersburg, der das Abschlusstraining wegen einer Verletzung am Oberschenkel verpasste, lässt Trainer Luiz Felipe Scolari Ramires vom FC Chelsea spielen. Das geht aus der vom Weltverband FIFA veröffentlichten Aufstellung hervor.

20.01 Uhr: Nach dem 3:0 gegen Griechenland beim WM-Auftakt in Brasilien hat Kolumbiens Fußball-Nationaltrainer José Pekerman am Sonntag bei der Stichwahl um die kolumbianische Präsidentschaft zahlreiche Wähler für sich gewonnen. Viele der 403 000 für ungültig erklärten Stimmen waren mit Pekermans Namen über den der beiden offiziellen Kandidaten beschriftet, wie der TV-Sender Telepacífico berichtete.

Belgien dreht Spiel und siegt mit 2:1

19.50 Uhr: Abpfiff! Belgien hat mit 2:1 gewonnen! Den Spielbericht gibt's hier.

19.42 Uhr: Belgien-Coach Marc Wilmots musste sich vorhin einen skurrilen Rüffel abholen. Worum es ging? Das lesen Sie hier.

19.41 Uhr: Nach dem Klinik-Besuch gibt es immer noch Sorge um Jerome Boateng und Mats Hummels. Boateng muss sechs Wochen lang (!) eine Schiene tragen, mit der er aber wohl trotzdem spielen kann. Bei Hummels ist noch eine Einblutung diagnostiziert worden. Mehr dazu hier.

19.38 Uhr: Das nächste Tor für Belgien! Dries Mertens erhöht auf 2:1.

19.28 Uhr: Der Ausgleich! Fellaini trifft für Belgien.

19.02 Uhr: Englands Vize-Kapitän Frank Lampard zeigt sich von der medialen Debatte über Superstar Wayne Rooney bei der Fußball-WM in Brasilien genervt. „Leider haben wir eine Fixierung auf einen Spieler während jeder WM, an der ich teilgenommen habe“, sagte der 35-Jährige am Dienstag im WM-Quartier der Three Lions. „Es ist etwas frustrierend für ein Team, wenn das passiert.“ Das ganze Team versuche als Mannschaft gemeinsam Resultate zu erzielen, keiner sei eigensinnig, betonte Lampard vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Uruguay am Donnerstag (21.00 Uhr). Deshalb müsse man die Fokussierung auf Rooney „von der Agenda streichen“.

18.48 Uhr: Wegen Beschimpfungen nach der WM-Auftaktniederlage gegen die Schweiz hat Ecuadors Nationalspieler Michael Arroyo sein Twitter-Konto geschlossen. Er bat die Nutzer, keine Nachrichten mehr zu schreiben und verabschiedete sich dann mit „Bay“. Arroyo hatte beim Stand von 1:1 gegen die Schweiz am Sonntag in der Nachspielzeit die Möglichkeit zum Sieg vergeben, im Gegenzug fiel mit dem letzten Angriff der Siegtreffer für die Eidgenossen.

18.46 Uhr: Von wegen Geheimfavorit - zumindest bisher war davon nichts zu sehen. Die Belgier liegen zur Halbzeit mit 0:1 gegen Algerien zurück.

18.36 Uhr: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat seinen Bayern-Lieblingsspieler gekürt. Wer es ist? Das ist wenig überraschend ...

18.30 Uhr: Portugals Startrainer José Mourinho hat die Leistung seiner Nationalelf beim 0:4 gegen Deutschland und dabei vor allem das Verhalten von Verteidiger Pepe kritisiert. „Wenn ich auf die letzten großen Turniere zurückschaue, muss man einfach sagen, dass Portugal keine guten Resultate gegen die großen Teams der Welt erzielt“, sagte der Trainer des FC Chelsea in seinem WM-Blog bei „eurosport.yahoo.com“.

Alexander Gerst schaut mit seinen Kollegen Fußball.

18.30 Uhr: Rudelgucken in mehr als 400 Kilometern Höhe: Auch der derzeit auf der Internationalen Raumstation ISS forschende Geophysiker Alexander Gerst hat mit zwei weiteren Astronauten den gelungenen deutschen WM-Auftakt gegen Portugal (4:0) am Montag verfolgt. „Zwischen 10 Stunden wiss. Experimente gestern passten auch 20 Min #_worldcup FussbALL. Gratulation (at) dfb_team!“, twitterte der 38-Jährige. Dazu postete Gerst, der insgesamt 166 Tage auf dem multinationalen Außenposten verbringen wird, ein Bild, das ihn mit zwei Kollegen zeigte.

Der Deutsche hielt sich an einer blauen Stange fest, auf dem Laptop war das Spiel der DFB-Auswahl zu sehen. Trotz aller Freude über den Sieg „seiner“ Mannschaft zeigte der Künzelsauer auch mit den Portugiesen Mitgefühl. „Kudos and all the best to the #_worldcup team of Portugal. My heart is not only German but also European!“, lautete die Botschaft. Die Besatzung der ISS, zu der derzeit auch zwei russische Kosmonauten gehören, hatte bereits angekündigt, einige WM-Spiele in der Umlaufbahn verfolgen zu wollen.

18.29 Uhr: Für die Jagd nach seinem ersten WM-Treffer schiebt Wayne Rooney Extra-Schichten und beklagt die mediale Berichterstattung über ihn. Der Starstürmer Englands habe eine zusätzliche Einheit für sich „verlangt“ und mit denen beim 1:2 gegen Italien nicht oder wenig eingesetzten Spielern trainiert, teilte der Verband am Dienstag mit. Die übrigen Akteure hatten am Montag im nicht-öffentlichen Teil nur Erholungsübungen absolviert.

18.28 Uhr: Mit der Benennung der Schiedsrichter Pedro Proença aus Portugal für das WM-Spiel Kamerun gegen Kroatien und Carlos Velasco aus Spanien für die Partie zwischen Uruguay und England bricht die FIFA ein eigenes ungeschriebenes Gesetz. Üblicherweise waren Referees seit der Fußball-WM 2010 nicht mehr für Spiele mit Mannschaften aus ihrer eigenen Konföderation eingesetzt worden. Einzige Ausnahme waren Spiele zwischen zwei Teams vom gleichen Kontinent wie zum Beispiel zwischen Deutschland und Portugal am Montag in Salvador mit dem Serben Milorad Mazic als Referee. „Das entscheidende Kriterium ist die Qualität der Schiedsrichter“, sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer am Dienstag in Rio de Janeiro. Zweite in den WM-Regularien schriftlich festgehaltene Prämisse ist, dass der Referee nicht aus einem Land kommen darf, das in der gleichen WM-Gruppe spielt wie die beteiligten Teams. Dies besagt Artikel 10.1. der WM-Regularien. Die Kontinent-Klausel galt nur als Common Sense und war bei der WM 2010 in Südafrika strikt eingehalten worden.

18.24 Uhr: ZDF-Experte Oliver Kahn hat sich einen Tag nach dem Gala-Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim 4:0-Erfolg gegen Portugal zu den Qualitäten von Stürmer Thomas Müller geäußert. „Es ist die unorthodoxe Spielweise, die Thomas Müller auszeichnet. Er weiß manchmal selber nicht genau was er macht“, sagte Kahn: „Da ist viel Intuition, er spürt immer, wo er hinlaufen muss. Ganz entscheidend ist seine Körpersprache. Er drückt sich klar aus und sagt “Wir wollen Weltmeister werden'. Das finde ich gut.„ Der ehemalige deutsche Nationaltorwart will den Sieg gegen die Portugiesen aber nicht überbewerten. `Von Euphorie bin ich immer noch weit entfernt. Das war ein Auftakt nach Maß, aber immer den Ball flach halten“, so Kahn.

18.25 Uhr: Nach 505 Minuten ohne jedes WM-Tor hat Sofiane Feghouli Algeriens Grusel-Serie beendet. Der 25 Jahre alte Offensiv-Allrounder vom FC Valencia verwandelte im ersten Gruppenspiel in Brasilien gegen Belgien einen Foul-Elfmeter sicher und traf zum zwischenzeitlichen 1:0. Es war der erste WM-Treffer für die Wüstenfüchse seit dem 3. Juni 1986 - damals traf Djamel Zidane (nicht verwandt mit dem berühmten Zinedine Zidane) beim 1:1 gegen Nordirland. Damit steht weiter Bolivien an der Spitze der traurigen Statistik. Die Südamerikaner blieben zwischen 1930 und 1994 517 Minuten ohne Tor.

18.24 Uhr: Führung für den Außenseiter! Algerien geht per Elfmeter mit 1:0 in Führung. Torschütze: Feghouli.

18.15 Uhr: Spielstand nach einer Viertelstunde: 0:0.

18.01 Uhr: Das Spiel zwischen Belgien und Algerien ist eben angepfiffen worden. Ob auch die DFB-Stars zuschauen? Einige bekamen heute Besuch von ihren Spielerfrauen. Und könnten ihre Freizeit dann eher anderweitig verplant haben.

17.56 Uhr: Präsentiert sich Belgien wirklich als der Geheimfavorit? Als solcher wird das Team ja von vielen Experten gehandelt. Und da sollte Algerien eigentlich leichte Beute sein ...

17.30 Uhr: So, jetzt ist wieder Fußball. In einer halben Stunde eröffnet die Gruppe H. Belgien trifft auf Algerien. Besonders auf die mit Talenten gespickte belgische Mannschaft sind wir gespannt. Wir haben hier die Aufstellungen:

Algerien: M'Bohli - Mostefa, Bougherra , Halliche, Ghoulam - Medjani - Taider, Bentaleb, Feghouli, Mahrez - Soudani.

Belgien: Courtois - Alderweireld, van Buyten, Kompany, Vertonghen - Witsel, Dembele - Chadli, de Bruyne, Hazard - Lukaku.

Karamell-Wirbel um Uruguay-Team

17.10 Uhr: War ein Leckerli Schuld an der Auftaktniederlage Uruguays? Einer der Gründe für die WM-Auftaktniederlage von Uruguay gegen Costa Rica (1:3) scheint gefunden: Bei der Einreise des zweimaligen Weltmeisters nach Brasilien wurden vom Zoll 39 Kilogramm Karamell-Aufstrich konfisziert. Das berichtete die BBC am Dienstag. „Dulce de leche“ ist in Uruguay eine sehr beliebte Karamell-Milch-Masse, die meist als Brotaufstrich verwendet wird. Die brasilianischen Behörden verwiesen darauf, dass bei Lebensmitteln mit Milch spezielle Einführungsbestimmungen zu erfüllen seien. Der Betreuerstab von „La Celeste“ hatte die erforderlichen Dokumente bei der Landung auf dem Confins Airport in der Nähe des Trainingscamps in Sete Lagoas aber nicht dabei.

Die Uruguay-Fans in den sozialen Netzwerken geben jetzt dem brasilianischen Zoll die Schuld für die bittere Auftaktpleite. „Unsere Jungs waren kraftlos - kein Wunder ohne “Dulce de leche'„, schrieb ein Anhänger.

Das Team von Stürmerstar Luis Suarez trifft am Donnerstag im zweiten WM-Gruppenspiel in Sao Paulo auf England (21.00 MESZ/ZDF). Ganz ohne Karamell-Doping.

16.30 Uhr: Herzlich willkommen zur "Spätschicht" des heutigen WM-Tickers.

lin/dpa/sid

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