Irritiert über Lahm-Debatte

Löw: "Nicht alles über den Haufen werfen"

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Joachim Löw versteht die Diskussion um Philipp Lahm nicht.

Recife - Joachim Löw hat irritiert auf die Diskussionen um Philipp Lahm und dessen neue Mittelfeldrolle bei der WM reagiert - will sich davon aber nicht beeinflussen lassen.

„Diejenigen, die nach dem Portugal-Spiel gesagt haben, wie gut die Lösung mit Philipp Lahm im Mittelfeld ist, die diskutieren jetzt nach einem schlechteren Spiel: Soll er nicht zurück auf die Außenverteidiger-Position?“, äußerte der Bundestrainer verwundert im ZDFvor dem letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA am Donnerstag in Recife. Löw selbst will sich davon nicht beeinflussen lassen: „Manchmal nimmt man diese Dinge auch wahr, aber als Trainer kann man nicht immer alles über den Haufen werfen.“

Kapitän Lahm hatte bei seinen vorangegangenen fünf Turnieren stets auf einer der beiden Außenverteidigerpositionen gespielt. In den ersten beiden WM-Partien in Brasilien konnte der 30 Jahre alte Münchner auf der Position vor der Abwehr noch nicht überzeugen. Beim 2:2 gegen Ghana verschuldete er sogar das zweite Gegentor mit. Löw zweifelt nicht an seinem Kapitän „Warum sollte ich jetzt nach einem Spiel irgendwie unsicher werden?“, fragte er im ARD-Hörfunk.

Lahm habe gegen Ghana nicht unbedingt den besten Tag erwischt, räumte der Bundestrainer ein. Aber beim FC Bayern München habe er auch viele gute Spiele gemacht. „Alle haben gesagt, dass er auch im Mittelfeld Weltklasse ist“, sagte Löw und stellte fest: „Ein Trainer darf sich nicht von öffentlichen Meinungen ständig beeinflussen lassen.“

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dpa

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