Das Wichtigste aus Brasilien

WM 2014: Der News-Überblick aller Turnier-Tage

WM-News-Ticker
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Ihn wollen alle 32 Mannschaften: den WM-Pokal!

Rio de Janeiro/München - Die WM 2014 steckt voller Nachrichten. In diesem Artikel bündeln wir für Sie die wichtigsten News aller Tage.

WM 2014: Samstag, 12. Juli

Am Tag vor dem großen Finale zwischen Deutschland und Argentinien hat WM-Gastgeber Brasilien auch im Spiel um Platz drei eine herbe Enttäuschung erlebt. Die Seleçao verlor am Samstag in Brasília 0:3 (0:2) gegen die Niederlande und wirkte dabei immer noch geschockt vom 1:7 im Halbfinale gegen das DFB-Team. Die Niederländer schafften nach den zweiten Plätzen 1974, 1978 und 2010 zum vierten Mal den Sprung unter die besten Drei einer Fußball-WM.

Robin van Persie (3.) traf mit seinem vierten Turniertor zur schnellen Führung. Der Elfmeter war allerdings unberechtigt, weil Arjen Robben vor dem Strafraum umgerissen wurde. Brasiliens Kapitän Thiago Silva sah trotz seiner Notbremse nur die Gelbe Karte. Vor dem 0:2 durch Daley Blind (17.) übersahen die Unparteiischen um den algerischen Schiedsrichter Djamel Haimoudi eine Abseitsposition. Georginio Wijnaldum (90.+1) schoss zum Endstand ein.

Während Fußball-Deutschland sehnsüchtig auf den vierten WM-Titel und den ersten seit 24 Jahren hofft, demonstrierte Bundestrainer Joachim Löw am Samstag große Zuversicht. „Wir haben das richtige Maß an Selbstbewusstsein, wir haben Respekt, aber keine Angst. Wenn wir unsere Qualität durchbringen können, dann werden wir dieses Spiel gewinnen“, sagte der 54-Jährige gut 24 Stunden vor der Partie am Sonntag (21.00 Uhr/ARD) im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro.

Zugleich warnte er vor den Stärken des Gegners. „Wer denkt, dass es einfach wird, der hat sich mit Argentinien nicht intensiv beschäftigt. Die Mannschaft lebt nicht allein von Messi“, betonte Löw. Er erwartet im Finale ein „Duell auf Augenhöhe“. Die Argentinier seien defensiv viel besser organisiert als beim deutschen 4:0-Erfolg im WM-Viertelfinale 2010 in Südafrika.

WM 2014: Mittwoch, 9. Juli

Argentinien ist am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ARD) in Rio de Janeiro Finalgegner der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Brasilien. Das Team um Weltstar Lionel Messi setzte sich am Mittwochabend (Ortszeit) im Halbfinale gegen die Niederlande mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten stand es vor 63 267 Zuschauern in São Paulo 0:0. Im Elfmeterschießen scheiterten dann Ron Vlaar und Wesley Sneijder für das Team-Oranje.

Deutschland und Argentinien stehen sich bereits zum dritten Mal nach 1986 und 1990 in einem WM-Finale gegenüber. 1990 kürten sich die Deutschen beim 1:0 in Rom durch das Elfmetertor von Andreas Brehme zum dritten Mal zum Weltmeister. Bei der WM 1986 siegten die Argentinier in Mexiko-Stadt mit 3:2. Für den Doppel-Weltmeister aus Südamerika ist es insgesamt bereits der fünfte Einzug in einem WM-Finale nach 1930, 1978, 1986 und 1990.

WM 2014: Dienstag, 8. Juli

Unfassbar! Phänomenal! Weltmeisterlich! Nach der spektakulärsten Fußball-Darbietung in der deutschen WM-Geschichte trennt Joachim Löw und seine noch ungekrönten Helden nur noch ein Schritt vom vierten Titelgewinn. Auf den Tag genau 24 Jahre nach dem letzten WM-Triumph in Italien versetzte die gereifte Generation um den nun alleinigen WM-Rekordschützen Miroslav Klose (16 Tore) mit einem sensationellen 7:1 (5:0) im Halbfinale ganz Brasilien in einen Schockzustand. Im Endspiel am Sonntag im mystischen Maracanã in Rio gegen den Erzrivalen Holland oder Argentinien, das Deutschland 1990 in Rom mit 1:0 besiegen konnte, geht es aber wieder bei Null los.

Beim zweithöchsten deutschen WM-Sieg und dem bisher klarsten Erfolg in einem WM-Halbfinale überhaupt trafen für die in der ersten Hälfte entfesselten schwarz-rot-goldenen Kicker Thomas Müller (11.), Klose (23.), Toni Kroos per Doppelpack (24./26.), Antreiber Sami Khedira (29.) und der eingewechselte André Schürrle (69./79.). Oscar verkürzte erst in der 90. Minute. Der 36 Jahre alte Klose überflügelte mit seinem Rekordtor vor 58 141 Zuschauern den Brasilianer Ronaldo (15) als besten WM-Schützen. Und Müller hat nach seinem fünften Turniertor die Chance, wie 2010 WM-Torschützenkönig zu werden - es wäre eine historische Leistung.

WM 2014: Samstag, 5. Juli 2014

Am Samstag stand dann das dritte Halbfinale Argentinien gegen Belgien an. Und die Gauchos setzten sich gegen die "roten Teufel" durch. Dank eines frühen Tores von Gonzalo Higuain in der 8. Minute ziehen die Argentinier in das zweite Halbfinale der WM ein. Im zweiten Spiel am Samstag taten sich die Niederlande gegen Costa Rica deutlich schwerer, als erwartet. Die Mittelamerikaner verteidigten mit dem Mut der Verzweiflung und zwangen Oranje zunächst in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Dort wurde der kurz vor Schluss eingewechselte Ersatztorwart Tim Krul zum Helden: Er hielt zwei Elfmeter der Costa Ricaner. Die Niederlande ziehen durch ein 4:3 im Elfmeterschießen ins Halbfinale ein.

WM 2014: Freitag, 4. Juli 2014

Am Freitag hat Deutschland das Halbfinale bei der WM erreicht. Die Mannschaft von Joachim Löw besiegte im Viertelfinale der WM in Brasilien Frankreich mit 1:0. Das Siegtor für die Deutschen erzielte Mats Hummels in der 13. Minute. Damit ist die deutsche Nationalmannschaft zum vierten Mal in Folge in ein WM-Halbfinale eingezogen. Im zweiten Viertelfinale am Freitag besiegte Brasilien das Überraschungsteam aus Kolumbien mit 2:1. In der 7. Minute war Brasilien durch ein Tor von Thiago Silva in Führung gegangen, in der zweiten Hälfte erhöhte David Luiz für die Selecao auf 2:0. James Rodriguez verkürzte durch einen verwandelten Elfmeter noch auf 1:2, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Damit ist Brasilien der Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft am Dienstag.

WM 2014: Dienstag, 1. Juli 2014

Die argentinische Nationalmannschaft mit dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi hat den Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld in Rente geschickt. Im WM-Achtelfinale in Sao Paulo gewann der zweimalige Weltmeister gegen die Hitzfeld-Mannschaft überaus mühevoll mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung. Auch Chefcoach Jürgen Klinsmann verabschiedete sich mit den USA vom WM-Wettbewerb. Im achten und letzten Achtelfinale unterlagen die Amerikaner in Salvador da Bahia gegen Geheimfavorit Belgien mit 1:2 (0:0) nach Verlängerung. Der Wolfsburger Kevin de Bruyne in der 93. und der eingewechselte Romelu Lukaku in der 105. Minute erzielten die entscheidenden Treffer für die Roten Teufel von Trainer Marc Wilmots in der Verlängerung. Der ebenfalls eingewechselte Julian Green von Bayern München (107.) markierte das Anschlusstor für das Klinsmann-Team.

In der Runde der letzten Acht treffen die Belgier, die zum zweiten Mal nach 1986 in einem WM-Viertelfinale stehen, am Samstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF) in Brasilia auf Argentinien.Das Duell gegen die Gauchos war das letzte Spiel für den eidgenössischen Coach Ottmar Hitzfeld (65), der seine Trainerkarriere beendet. Angel Di Maria von Champions-League-Sieger Real Madrid traf in der 118. Minute auf Vorarbeit von Messi zum Siegtor für die Argentinier. In der 120.+1 köpfte der Schweizer Blerim Dzemaili an den Pfosten des argentinischen Tores.

WM 2014: Montag, 30. Juni 2014

In einer 120 Minuten langen Zitterpartie hat die deutsche Nationalmannschaft das Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Brasilien erreicht. Nach dem 2:1 (0:0) nach Verlängerung über Außenseiter Algerien in Porto Alegre geht es am Freitag (18.00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro gegen Frankreich.

Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte André Schürrle (92.) mit einem Hackentrick und Mesut Özil (119.) verhinderten eine Blamage gegen die stark aufspielenden Nordafrikaner. Abdelmoumene Djabou verkürzte in der Nachspielzeit der Verlängerung noch. Bis dahin hatte der überragende Manuel Neuer sein Tor sauber gehalten und auch mit riskanten Ausflügen einen Rückstand und das drohende Aus verhindert. Nachdem Innenverteidiger Mats Hummels kurzfristig wegen einer Grippe ausfiel, verletzte sich während der Partie der ins Team gerückte Shkodran Mustafi am Oberschenkel und wurde vom Platz getragen.

Frankreich gewann zuvor in Brasília 2:0 (0:0) gegen Nigeria. Paul Pogba (79. Minute) und Nigerias Kapitän Joseph Yobo mit einem Eigentor (90.+2) trafen vor 67 882 Zuschauern im Estadio Nacional für den Weltmeister von 1998. Die Super Eagles aus Nigeria scheiterten auch bei ihrem dritten Anlauf, in ein WM-Viertelfinale einzuziehen.

WM 2014: Sonntag, 29. Juni 2014

Die niederländische Nationalmannschaft mit Starspieler Arjen Robben von Bayern München hat nach hartem Kampf doch noch das WM-Viertelfinale erreicht und trifft auf den Außenseiter Costa Rica. Oranje gewann in der Runde der letzten 16 im Glutofen von Fortaleza gegen Mexiko mit 2:1 (0:0). Das Siegtor erzielte der Schalker Klaas-Jan Huntelaar in der vierten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter. Dem Strafstoß voraus ging ein Foulspiel von Mexikos Kapitän Rafael Marquez an Robben.

Die Costa-Ricaner gaben in Recife Ex-Europameister Griechenland mit 5:3 im Elfmeterschießen das Nachsehen. Nach Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden. Der ehemalige Bundesliga-Profi Theofanis Gekas verschoss aufseiten der Griechen den entscheidenden Elfer. Das Viertelfinalduell findet am kommenden Samstag (22.00 Uhr MESZ) in Salvador da Bahia statt.

WM 2014: Samstag, 28. Juni 2014 

Auf dem Weg zum sechsten WM-Triumph stellt sich Rekord-Weltmeister Brasilien im Viertelfinale Kolumbien in den Weg. Am kommenden Freitag (22.00 Uhr MESZ) sind die Cafeteros in Fortaleza der Gegner der Selecao.

Der WM-Gastgeber hatte sich als erste Mannschaft für die Runde der letzten Acht qualifiziert. Im Achtelfinale in Belo Horizonte setzte sich der fünfmalige Weltmeister gegen den Südamerika-Rivalen Chile nach hartem Kampf mit insgesamt 4:3 nach Elfmeterschießen durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 1:1) gestanden. Die Selecao ging durch David Luiz (18.) in Führung. Chiles Torjäger Alexis Sanchez (32.) glich nach einem Fehlpass von Hulk aus. Zum dritten Mal nach 1998 und 2010 gewann Brasilien im WM-Achtelfinale gegen Chile. Brasiliens Torwart Julio Cesar parierte im Elfmeterschießen die Schüsse von Mauricio Pinilla und von Chiles Starstürmer Alexis Sanchez.

Kolumbien hat derweil zum ersten Mal ein WM-Viertelfinale erreicht. Im zweiten Achtelfinale in Rio de Janeiro gewannen die Cafeteros mit 2:0 (1:0) gegen den WM-Vierten Uruguay. Der angehende kolumbianische Superstar James Rodriguez war in der 28. und 50. Minute zweifacher Torschütze. Der 22-Jährige vom AS Monaco führt jetzt die Torjägerliste alleine mit fünf Treffern an.

WM 2014: Freitag, 27. Juni 2014

Am Tag nach dem Deutschland-Sieg über die USA standen zwar keine Spiele an. Dennoch war einiges geboten. Deutschlabds Toptorschütze Thomas Müller frotzelte gegen den Kollegen Bastian Schweinsteiger, die Oma des gesperrten "Beißers" Luis Suarez attackierte die FIFA.

WM 2014: Donnerstag, 26. Juni 2014

1982 reloaded: Zum ersten Mal seit der WM-Endrunde vor 32 Jahren treffen Algerien und Deutschland wieder aufeinander. Den Nordafrikanern gelang durch ein 1:1 (0:1) gegen Russland erstmals bei einer Weltmeisterschaft der Sprung in die Runde der letzten 16, in der am Montag (22.00 Uhr/MESZ) in Porto Alegre die DFB-Elf wartet. Im Parallelspiel der Gruppe H feierten die Belgier mit 1:0 (0:0) gegen Südkorea den dritten Sieg im dritten Spiel.

1982 waren Algerien und Deutschland in Spanien aufeinander getroffen. Völlig überraschend gewannen die Wüstenfüchse 2:1 - allerdings sollen zahlreiche Spieler unwissentlich gedopt gewesen sein. Deutschland revanchierte sich für die Schmach mit der „Schande von Gijon“, durch die Algerien aus dem Turnier geklüngelt wurde. Jede Menge Historie wird also wieder aufleben, wenn beide Mannschaften am kommenden Montag ein neues Kapitel schreiben.

Die Deutschen hatten sich durch ein 1:0 (0:0) gegen die USA als Gruppenerster für das Achtelfinale qualifiziert. Durch Thomas Müllers vierten Turniertreffer machte die von Joachim Löw betreute Nationalmannschaft alles klar. Im zweiten Spiel der Gruppe G gewannen die Portugiesen gegen Ghana mit 2:1 (1:0). Beide Mannschaften hatten durch dieses Ergebnis allerdings keine Chance mehr auf die K.o.-Runde. 

WM 2014: Mittwoch, 25. Juni 2014

Trainer Ottmar Hitzfeld ist dank des dreifachen Torschützen Xherdan Shaqiri mit der Schweiz ins Achtelfinale der WM in Brasilien eingezogen. Die Eidgenossen treffen dort in Sao Paulo am 1. Juli auf den zweimaligen WM-Champion Argentinien.

Im letzten Spiel der Vorrundengruppe E setzten sich die Eidgenossen in Manaus gegen Honduras souverän mit 3:0 (2:0) durch. Im Parallelspiel gab es zwischen Frankreich und Ecuador, das 40 Minuten in Unterzahl spielte, in Rio de Janeiro ein torloses Remis. Gegner der Franzosen im Achtelfinale am 30. Juni in Brasilia ist Nigeria.

Mit einem Doppelpack hatte zuvor Lionel Messi die argentinische Auswahl im letzten WM-Vorrundenspiel der Gruppe F in Porto Alegre gegen Nigeria zu einem 3:2 (2:1) geführt. Der 27-Jährige war in der 3. und 45.+1 Minute erfolgreich. Im Parallelspiel der Gruppe in Salvador da Bahia gewann WM-Debütant Bosnien-Herzegowina gegen den Iran 3:1 (1:0) und holte die ersten WM-Punkte.

Der Münchner Shaqiri war in der 6., 31. und 71. Minute zweifacher Torschütze der Schweizer. Honduras verabschiedete sich derweil punktlos von der WM-Bühne. In der 50. Minute in Rio verloren die Ecuadorianer im Parallelspiel gegen Frankreich Kapitän Antonio Valencia wegen groben Foulspiels durch Rote Karte.

Messi erhöhte durch seinen Doppelpack sein Turniertrefferkonto auf vier und zog in der Torschützenliste mit dem führenden Brasilianer Neymar gleich (jeweils vier). Den dritten argentinischen Treffer markierte Marcos Rojo (50.). Für Nigeria war Ahmed Musa (4./47.) ebenfalls zweifacher Torschütze. Nigeria schaffte zum dritten Mal nach 1994 und 1998 den Einzug in die Runde der letzten 16.

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko hatte seinen Beitrag geleistet, dass die bosnische Nationalmannschaft zum WM-Abschied einen Sieg erreichte. Der Ex-Wolfsburger erzielte gegen den Iran in der 23. Minute das Führungstor. Für die weiteren bosnischen Tore sorgten Miralem Pjanic (59.) und Avdija Vrsajevic (83.), Reza Ghoochannejhad (82.) schoss das Ehrentor für die Iraner.

WM 2014: Dienstag, 24. Juni 2014

Wow, was für ein WM-Tag! Zunächst erlebt Italien ein großes Drama und scheidet durch die 0:1-Niederlage gegen Uruguay - wie schon 2010 - in der Gruppenphase aus. Abwehrspieler Diego Godin stürzte mit seinem Kopfballtor (81. Minute) eine ganze Nation ins Unglück. Trainer Cesare Prandelli zog auch prompt die Konsequenzen und trat zurück. Aufreger-Thema war aber vor allem die nicht geahndete Beißattacke von Uru-Stürmer Luis Suarez gegen Giorgio Chiellini. Ihm droht eventuell eine nachträgliche Sperre. Im zweiten Spiel der Gruppe D trennten sich Costa Rica und England 0:0. Damit fahren die Briten ohne Sieg nach Hause, Costa Rica zieht als Gruppenerster vor Uruguay ins Achtelfinale ein.

Die Gegner wurden durch die 22-Uhr-Spiele in Gruppe C ermittelt. Japan musste seine letzten Hoffnungen durch die 1:4-Niederlage gegen Gruppensieger Kolumbien begraben. Mehr Spannung bot das Duell zwischen Griechenland und der Elfenbeinküste. Die Griechen gingen durch Andreas Samaris (42.) in Führung. Durch den Ausgleich von Wilfried Bony (74.) wäre die Hellenen draußen gewesen, doch dann der Wahnsinn in der Nachspielzeit: Sio foult Georgios Samaras im Strafraum, der Gefoulte verwandelt den Elfmeter anschließend selbst (90.+3.) zum 2:1 und schoss damit seine Nation ins Glück.

Damit stehen zwei weitere Achtelfinal-Partien fest: Costa Rica trifft auf Griechenland, die Kolumbianer spielen gegen Uruguay.

WM 2014: Montag, 23. Juni 2014

Ganz Fußball-Deutschland blickte am frühen Montagmorgen nach Manaus. Das Duell zwischen den USA und Portugal war schließlich richtungsweisend für die letzten beiden Spiele in der Gruppe G und den Einzug ins Achtelfinale. Nach nur fünf Minuten brachte Nani die Portugiesen in Führung, ehe in der zweiten Hälfte erst Jones (63.) und dann Dempsey (81.) das Spiel für die US-Boys von Trainer Jürgen Klinsmann drehten. Varela erzielte schließlich in der fünften Minute der Nachspielzeit noch den Treffer zum 2:2-Endstand. Somit stehen in Gruppe G Ghana und Portugal vor dem Aus, während den USA und Deutschland ein Remis im direkten Duell zum Erreichen der K.o.-Runde reicht.

In der Gruppe B gab es am frühen Abend mitteleuropäischer Sommerzeit die Entscheidung über den Gruppensieg: Den sicherten sich im direkten Duell mit Chile die Niederlande durch einen 2:0-Sieg. In einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel sorgten die Treffer der beiden Einwechselspieler Leroy Fer (77.) und Memphis Depay (90.+2) für die Entscheidung.

Im bedeutungslosen zweiten Spiel verabschiedete sich Titelverteidiger Spanien mit einem Sieg von der so enttäuschend verlaufenen WM: Obwohl Trainer Vicente del Bosque zahlreiche Wechsel vornahm, kamen die Iberer zu einem lockeren 3:0-Sieg. Die Treffer erzielten David Villa (36.), Fernando Torres (69.) und Juan Mata (82.).

Das muntere Toreschießen bei der WM ging dann auch am Abend bei den entscheidenden Spielen der Gruppe A weiter. Dabei war es im Spiel Brasilien gegen Kamerun dem Superstar Neymar vorbehalten, mit dem 1:0 (17.) das 100. Tor des Turniers zu erzielen. Am Ende sicherten wieder Neymar (35.), Fred (49.) und Fernandinho (84.) einen klaren 4:1 (2:1)-Sieg gegen Kamerun (zwischenzeitlicher Ausgleich durch Matip in der 26. Minute) und damit Platz 1 in der Gruppe.

Den zweiten Platz sicherte sich Mexiko nach einem 3:1 (0:0) gegen Kroatien.Tore von Rafael Marquez (72.), Andres Guardado (75.) und Javier Hernandez (80.) trafen in der Schlussphase gegen ideenlose Kroaten, für die Ivan Perisic kurz vor Schluss nur noch den Anschlusstreffer erzielen konnte. Bei den Kroaten sah der eingewechselte Ante Rebic am Ende zudem noch die Rote Karte wegen groben Foulspiels.

Damit stehen die ersten beiden Achtelfinal-Partien des Turniers fest: Brasilien trifft auf Chile, die Niederlande spielt gegen Mexiko.

WM 2014: Sonntag, 22. Juni 2014

Im Gegensatz zu den Fans in Rio de Janeiro (siehe unten) sahen die Zuschauer in Porto Alegre ein richtig flottes und torreiches Spiel. Überraschend stark präsentierte sich das Team aus Algerien, das bereits zur Halbzeit mit 3:0 gegen indisponierte Südkoreaner führte. Nach 90 Minuten hieß es 4:2 für die Afrikaner, die somit beste Karten für das Erreichen des Achtelfinales haben. Südkorea braucht ein kleines Fußball-Wunder.

Ein richtig schlechtes Spiel bekamen die Fans ausgerechnet im Final-Stadion von Rio de Janeiro zu sehen. Im Maracana boten Belgien und Russland nur Fußball-Magerkost an. Erst in der Schlussphase nahm die Partie Fahrt auf - allerdings nur von Seiten der Belgier. Und die belohnten sich. In der 88. Minute erzielte Divock Origi den 1:0-Siegtreffer gegen die Russen und schoss damit Belgien ins Achtelfinale. Dort könnte es dann zum Duell mit Deutschland kommen.

Bitter für Bosnien-Herzegowina: Für den Debütanten ist die WM bereits nach zwei Vorrundenspielen gelaufen: Das von Safet Susic trainierte Team verlor nach der Auftaktniederlage gegen Argentinien auch das zweite Spiel gegen Nigeria. Beim 0:1 in Cuiaba hatte Edin Dzeko in der 22. Minute zwar die Führung erzielt, doch der Treffer wurde zu Unrecht wegen angeblichen Abseits nicht anerkannt. Sieben Minuten später erzielte Peter Odemwingie mit seinem ersten Tor im Nationaltrikot seit vier Jahren das entscheidende 1:0. Nigeria hat damit vor dem abschließenden Spiel gegen Argentinien die besten Chancen auf das Weiterkommen. Die Südamerikaner stehen berreits als Achtelfinalteilnehmer fest.

WM 2014: Samstag, 21. Juni 2014

Das wohl beste Spiel der WM bis zu diesem Zeitpunkt bestritten dann Deutschland und Ghana. Schon vor der Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften einen heißen Tanz mit einigen guten Chancen, doch keiner der beiden Mannschaften traf. Kurz nach Wiederanpfiff traf dann Mario Götze zum 1:0 für Deutschland. Doch die Ghanaer steckten nicht auf sondern drehten sogar das Spiel durch Tore von Jordan Ayew (54.) und Gyan (63.). Bundestrainer Joachim Löw reagierte mit der Einwechslung von Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger und die Joker stachen: Klose erzielte in der 71. Minute sein 15. Tor während einer WM-Endrunde und egalisierte den Rekord von Ronaldo. Obwohl beide Teams weiter Vollgas gaben und beste Chancen hatten, ging das Spiel 2:2 aus.

Einen Sieg in letzter Minute hat sich Mitfavorit Argentinien gegen den Iran geholt! Die Gauchos um Lionel Messi taten sich unerwartet schwer und trafen auf einen Gegner, der mit zunehmender Spieldauer immer besser und gefährlicher wurde. Kurz vor Schluss fasste sich Messi dann ein Herz und schlenzte den Ball ins Tor der Iraner zum 1:0-Endstand.

Wichtiger Erfolg für Ecuador! Dank eines Doppelpacks von Ener Valencia drehen die Südamerikaner die Partie gegen Honduras und gewinnen mit 2:1 (1:1). Damit hat es Ecuador im letzten Spiel der Gruppe E selbst in der Hand, das Achtelfinale zu erreichen.

WM 2014: Freitag, 20. Juni 2014

Dieses Remis ist für beide Teams deutlich zu wenig. Beim Duell zwischen Japan und Griechenland bekamen die Fans in Natal keine Tore zu sehen. Freuen darf sich dadurch allerdings die Mannschaft aus Kolumbien, die durch die Punkteteilung sicher im Achtelfinale steht.

Italien hat gegen Costa Rica eine sensationelle Niederlage kassiert. Die Mittelamerikaner haben die Squadra Azzura mit 1:0 geschlagen. In der Gruppe D hat Costa Rica damit vor Italien die Tabellenführung übernommen - und sich die Teilnahme am WM-Achtelfinale gesichert. Italien muss nun im letzten Gruppenspiel gegen das starke Uruguay zittern. Den Italienern droht das Ausscheiden in der Vorrunde!

Durch die Niederlage der Italiener ist auch das WM-Aus für England besiegelt. Eine historische Schmach für die "Three Lions". England kommt erstmals nach 56 Jahren bei einer WM-Teilnahme nicht über die Gruppenphase hinaus.

In der Gruppe E hat Frankreich gegen die Schweiz einen Kantersieg eingefahren. Mit 5:2 hat die "Equipe Tricolore" die Eidgenossen zerlegt. Auch die Franzosen haben mit diesem starken Auftritt das Achtelfinale klargemacht - und sich als WM-Favorit empfohlen. Und das auch ohne den verletzten Superstar Franck Ribéry.

WM 2014: Donnerstag, 19. Juni 2014

Durch Tore von von Ivica Olic, Ivan Perisic und Mario Mandzukic besiegte Kroatien in Gruppe A das von Volker Finke trainierte Kamerun mit 4:0. Bayern-Stürmer Mandzukic schnürte sogar einen Doppelpack. Die Partie wurde um Mitternacht deutscher Zeit in Manaus angestoßen. Kroatien hat seine Chance auf das Achtelfinale gewahrt, Kamerun muss hingegen nach der Vorrunde die Koffer packen.

In der Gruppe C trafen mit Kolumbien und der Elfenbeinküste die beiden am ersten Gruppenspieltag siegreichen Mannschaften aufeinander. Die Südamerikaner zeigten dabei wie auch schon beim Auftakterfolg gegen Griechenland eine starke Leistung und gewannen mit 2:1. Die Elfenbeinküste deutete erst in den letzten 15 Minuten ihr Können an - mehr als der Anschlusstreffer durch Gervinho (73.) sprang dabei aber nicht heraus. zuvor hatten Jungstar James Rodriguez (64.) und Juan Quintero (70.) getroffen. Mit nun sechs Punkten steht Kolumbien so gut wie sicher im Achtelfinale. Die Elfenbeinküste muss im abschließenden Spiel gegen die Griechen punkten.

In Gruppe D setzte sich Uruguay dank zweier Treffer (40./85.) des wiedergenesenen Luis Suarez mit 2:1 gegen England durch. Wayne Rooneys erster Treffer bei einer WM (75.) half dem Weltmeister von 1966 nicht. Nun droht der Mannschaft von Trainer Roy Hodgson das erste Vorrunden-Ausscheiden bei einer WM seit 56 Jahren.

WM 2014: Mittwoch, 18. Juni 2014

Die eigentliche Sensation am Mittwoch war aber das Ergebnis der Partie Spanien gegen Chile. Der Weltmeister stand schon vor dem Spiel mit dem Rücken zur Wand. Gegen die Chilenen musste ein Sieg her! Doch die Hoffnungen der Iberer zerschlugen sich schnell: Eduardo Vargas brachte die Südamerikaner nach 20 Minuten in Führung und profitierte von einer schlechten Leistung der spanischen Defensive. Genauso wie Charles Aranguiz, der in der 43. Minute einen katastrophalen Abklatscher von Torhüter Iker Casillas eiskalt nutzte. Trotz vieler Bemühungen konnte Spanien die 0:2-Niederlage gegen Chile nicht mehr abwenden. Der Weltmeister von 2010 ist ausgeschieden.

Australien gegen Holland hieß die erste Begegnung am zweiten Spieltag in der Gruppe B. Das Endergebnis war 2:3. Das hochfavorisierte Holland tat sich aber erstaunlich schwer. Zwar gingen die Oranjes früh durch den dritten Turniertreffer von Arjen Robben in Führung, doch die "Socceros" glichen nach nicht einmal einer Minute aus. Kurz nach der Halbzeitpause gingen die Australier gar in Führung. Dies weckte jedoch die zuvor lethargischen Holländer. Robin van Persie markierte wie Robben seinen dritten WM-Treffer und Depay sorgte mit einem Fernschuss für den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Keinen Sieger gab es im Nachtspiel: Russland und Südkorea trennten sich 1:1. Dem russischen Keeper Igor Akinfeev unterlief ein böser Patzer, der in der 68. Minute zum 0:1 durch Lee Keunho führte. Alexander Kerzhakov glich sechs Minuten später aus.

WM 2014: Dienstag, 17. Juni 2014

Toller WM-Auftakt für die von Jürgen Klinsmann trainierte us-amerikanische Nationalmannschaft! Die Amerikaner gewannen im Duell der beiden Außenseiter der Gruppe G gegen Ghana mit 2:1 (1:0). Bereits nach 30 Sekunden hatte US-Stürmer Clint Dempsey mit dem bislang frühesten Tor dieser WM die Führung erzielt. Danach entwickelte sich eine zähe Partie, die erst in der Schlussphase wieder an Fahrt aufnahm. In der 82. Minute erzielten die Afrikaner durch Ayew den verdienten Ausgleich. Als man glaubte, die USA könnten nicht mehr zulegen, köpfte Hertha Profi John Brooks nach einem Eckball das entscheidende 2:1 (86.).

Top-Thema des Mittwochs war in Deutschland natürlich das Spiel des Vortags: Deutschland hatte Portugal mit 4:0 überrollt, Thomas Müller schnürte einen Dreierpack. Entsprechend gab es Hohn und Spott im Web vor allem für Cristiano Ronaldo und Lob dagegen für Deutschland und insbesondere Müller. "Das war für uns ein sehr guter Auftakt", konstatierte Joachim Löw, während Thomas Müller die Euphorie dämpfte: "Jetzt bleiben wir mal ruhig. Wir brauchen nicht so zu tun, als wenn wir hier als Übermannschaft gestartet sind. Im nächsten Spiel geht es wieder bei Null los."

Ohnehin gab es nicht nur gute Nachrichten aus deutscher Sicht: Mats Hummels und Jerome Boateng waren in einer Klinik zur Untersuchung. Während Boateng am Samstag gegen Ghana wohl mit einer Daumenschiene spielen kann, fällt Hummels wahrscheinlich aus.

Im ersten Spiel des Tages gewann Belgien nach einem 0:1-Rückstand gegen Algerien noch mit 2:1. Keine Tore zu bestaunen gab es bei Brasilien gegen Mexiko - das Spiel endete 0:0.

WM 2014: Montag, 16. Juni 2014

Im ersten Spiel in Gruppe F trafen um Mitternacht deutscher Zeit in Rio de Janeiro Argentinien und Bosnien-Herzegowina aufeinander. Argentinien startete furios. Bereits in der 3. Minute ging der zweifache Weltmeister durch ein Eigentor des Schalkers Sead Kolasinac mit 1:0 in Führung. Lionel Messi erhöhte in der zweiten Hälfte auf 2:0, ehe der Stuttgarter Vedad Ibisevic auf 1:2 verkürzte. Doch der Anschlusstreffer kam zu spät. Die Partie endete 2:1 für Argentinien!

Am Abend um 18 Uhr dann endlich der Auftakt der deutschen Nationalmannschaft! Und was für einer!!! Deutschland besiegte Portugal mit 4:0 (3:0). Herausragender Akteur einer bärenstarken deutschen Mannschaft: der dreifache Torschütze Thomas Müller! Der Torschützenkönig der WM 2010 traf in der 12. (Elfmeter), 32. und 78. Minute, Mats Hummels (32.) hatte das zwischenzeitliche 2:0 erzielt. Bei den Portugiesen hatte Pepe nach einer Tätlichkeit - eben gegen Müller - die Rote Karte gesehen (37.).

Das letzte Spiel des Montags (nach deutscher Zeit) bedeutete das erste torlose Spiel der WM: Nigeria und der Iran trennten sich in Curitiba in einem ziemlich trostlosen Spiel 0:0. Nigeria hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kaum einen Vorteil ziehen. Beide Teams liegen in der Gruppe nun hinter Argentinien (3 Punkte) und vor Bosnien-Herzegowina (0).

 WM 2014: Sonntag, 15. Juni 2014

Der erste WM-Sonntag deutscher Zeit begann gleich mit zwei Spielen, da neben der Partie zwischen England und Italien auch das Duell zwischen Japan und der Elfenbeinküste mitten in der Nacht (3 Uhr MESZ) angepfiffen wurde. Im Klassiker zwischen dem einmaligen (England) und dem vierfachen Weltmeister (Italien) entwickelte sich ein qualitativ hochwertiges Spiel, in dem beide Mannschaften spielerisch wie taktisch zu überzeugen wussten. Etwas überraschend gelang den Italienern durch Claudio Marchisio (36.) in Führung gegangen. Im Gegenzug glich Daniel Sturridge nach Vorlage von Wayne Rooney aus.

In der zweiten Halbzeit gelang den Italienern schnell durch Stürmer Mario Balotelli das 2:1 (50.), das sich die Südeuropäer dank einer cleveren Leistung nicht mehr nehmen ließen.

Im zweiten Spiel besiegte die Elfenbeinküste Japan ebenfalls mit 2:1. Zwar hatten die Asiaten zur Pause durch Keisuke Honda (16.) geführt, doch mit der Einwechslung von Stürmerstar Didier Drogba in der 62. Minute drehte sich das Spiel. Zunächst traf Wilfried Bony zum Ausgleich (64.), zwei Minuten später markierte Gervinho den Sietreffer für die Ivorer.

Am frühen Abend startete die Schweizer Nationalmannschaft mit einem glücklichen 2:1-Sieg gegen Ecuador in die WM. Den Siegtreffer für das Team von Ottmar Hitzfeld erzielte Haris Seferovic in der 93. Minute. Zuvor hatte Enner Valencia Ecuador mit 1:0 in Führung gebracht, Admir Mehmedi vom SC Freiburg hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.

Die zweite Partie am Sonntag in Gruppe E gewann Frankreich gegen Honduras souverän mit 3:0. Zwei Treffer steuerte Karim Benzema bei. Auch beim Eigentor von Torwart Valladares zum 2:0 war der Franzose maßgeblich beteiligt. Bei diesem Treffer kam erstmals in der WM-Geschichte die Torlinientechnologie zum Einsatz. 

WM 2014: Samstag, 14. Juni 2014

Der Samstag begann mit der zweiten Partie der Gruppe B zwischen Chile und Australien. Geheimfavorit Chile erfüllte nur teilweise die hohen Erwartungen, gewann am Ende aber verdient mit 3:1. Ein früher Doppelschlag von Alexis Sanchez (12.) und Jorge Valdivia (14.) brachte die Südamerikaner auf die Siegerstraße. Australien kam durch Tim Cahill (35.) noch einmal heran, Jean Beausejour (90.+2) besiegelte Chiles Erfolg. Im Auftaktspiel der Gruppe C fertigten die Kolumbianer vor tausenden heimischen Fans biedere Griechen mit 3:0 ab. Die sehenswerten Tore erzielten Armero (5.), Gutierrez (58.) und kurz vor dem Abpfiff Rodriguez (90.+3). Besonders ärgerlich: Griechen-Stürmer Theofanis Gekas vergab beim Stand von 2:0 eine Riesenchance, köpfte aus knapp fünf Metern freistehend nur an die Latte. Im zweiten Gruppenspiel zwischen Uruguay und Costa Rica kam es zur ersten richtigen WM-Sensation. Uruguay ging zunächst durch einen Elfmeter von Cavani mit 1:0 in Führung. Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych hatte völlig zu Recht ein Foul von Diaz an Lugano geahndet. Doch nach der Pause drehte Costa Rica mit einem leidenschaftlichen Auftritt die Partie. Campbell (54.) und Duarte (57.) machten aus dem Rückstand eine Führung, Marco Urena erzielte in der 84. Minute den Endstand. In der Nacht zu Sonntag trafen beim "Rumble in the Jungle" noch England und Italien sowie die Elfenbeinküste und Japan aufeinander.

WM 2014: Freitag, 13. Juni 2014

Auch am zweiten Tag der Fußball-WM in Brasilien zogen sich Schiedsrichter-Fehlentscheidungen wie ein roter Faden durch die ersten beiden Spiele. In der Partie Mexiko gegen Kamerun in der Gruppe A hatte nur der Fußball-Gott Gnade mit den Nordamerikanern: Nachdem den Mexikanern zwei reguläre Treffer zuvor nicht gegeben worden waren, gewannen sie am Ende doch noch mit 1:0 gegen die Mannschaft aus Afrika. Auch beim Kracher Spanien gegen die Niederlande traf der Unparteiische gleich mehrfach strittige Entscheidungen. So gab er im ersten Spiel der Gruppe B einen fragwürdigen Elfmeter für Spanien und auf der anderen Seite ein Tor für die Niederlande, das eigentlich wegen eines Fouls am Spanien-Keeper Iker Casillas nicht hätte zählen dürfen. Am Ende war das aber nicht das Schlimmste für den Weltmeister. Der wurde von der Oranje nämlich richtig zerpflückt und verlor sein Auftaktspiel am Ende mit 1:5. In der Nacht zu Samstag fand dann noch das Spiel Chile gegen Australien statt.

WM 2014: Donnerstag, 12. Juni 2014

Mit einer bunten Zeremonie ist am Donnerstag, 12. Juni 2014, die WM in Brasilien eröffnet worden. Bei der Feier wurden die Wunder des Gastgeberlandes dargestellt, bevor Jennifer Lopez, Pitbull und Claudia Leitte den WM-Song "We Are One" performten. Um 22 Uhr MEZ rollte dann auch endlich der Ball: Im Eröffnungsspiel der WM in Brasilien traf die Selecao auf Kroatien. Nachdem die Brasilianer nach einem Eigentor von Marcelo in der 11. Minute zunächst in Rückstand geraten waren, glich Neymar in der 29. Minute aus. Zu einer strittigen Szene kam es in der 69. Minute, als der Kroate Lovren im Strafraum angeblich Fred foulte. Der japanische Schiedsrichter Yuichi Nishimura zeigte auf den Punkt. Elfmeter für Brasilien. Und den verwandelte Neymar in der 71. Minute. In der Nachspielzeit machte dann Oscar mit seinem Treffer alles klar. Brasilien gewann 3:1 gegen starke Kroaten und hat damit die ersten drei Punkte im Sack.

WM 2014: Die Vorschau

Vier Jahre liegt die WM 2010 nun zurück. Entsprechend heiß sind die Fans nun auf das wohl wichtigste Ereignis im Weltfußball: 32 Mannschaften messen sich in Brasilien und kämpfen um den WM-Titel. Ein Wörtchen mitreden möchte hier natürlich das DFB-Team von Bundestrainer Joachim Löw. Trotz der vielen Rückschläge - unter anderem mussten Ilkay Gündogan und Marco Reus passen, dazu waren viele Leistungsträger wie Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm angeschlagen. Doch Deutschland gilt als Turniermannschaft! Vielleicht sogar so sehr, dass der erste WM-Titel seit 1990 herausspringt.

Top-Favorit bei den Wett-Anbietern war allerdings vor Turnierstart nicht das DFB-Team. Brasilien wird - wegen des Heimvorteils und natürlich auch wegen der herausragenden Spieler - am heißesten gehandelt. Zum erweiterten Favoritenkreis gehören Argentinien, Spanien und die Niederlande. Als krasseste Außenseiter gelten der Iran, Costa Rica und Honduras.

Auf insgesamt 64 Spiele dürfen sich die Fans freuen, die zu unterschiedlichsten Anstoßzeiten beginnen. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, gibt es hier den PDF-Spielplan zum Download.

Die Stadien sind - wie immer bei Weltmeisterschaften - echte Schmuckstücke. Einen Überblicksartikel finden Sie hier.

Auch wichtig für alle Fans ist natürlich, wie welches Spiel live zu verfolgen ist. Der Sendeplan mit allen Infos - auch in Sachen Live-Streams - steht hier für Sie bereit. Und falls Sie aus München kommen und nach Public-Viewing-Möglichkeiten suchen: Die besten Locations hat tz.de hier zusammengestellt.

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