Vor Viertelfinale

Löw schickt Spieler in Regeneration

Jogi Löw Manuel Neuer
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Bundestrainer Jogi Löw (links) jubelt nach dem WM-Achtelfinale Deutschland gegen Algerien mit Torwart Manuel Neuer.

Porto Alegre - Vor dem mit Spannung erwarteten Viertelfinale gegen Frankreich gönnt Bundestrainer Joachim Löw seinem geschlauchten WM-Personal erst einmal ein, zwei Tage Regeneration.

Danach gehe es „im Detail“ in die Frankreich-Vorbereitung, sagte der Coach am Dienstagmorgen nach der Rückkehr ins WM-Quartier Campo Bahia. Am Abend zuvor hatte das DFB-Team in der Top-16-Runde in Porto Alegre Außenseiter Algerien 2:1 nach Verlängerung besiegt.

Der von ihm nachträglich in den WM-Kader berufene Nationalspieler Shkodran Mustafi fällt für weitere Einsätze bei der Weltmeisterschaft in Brasilien aus. Der Abwehrspieler von Sampdoria Genua erlitt gegen Algerien einen Muskelbündelriss im rechten hinteren Oberschenkel. „Er wird uns wohl für den weiteren Turnierverlauf nicht mehr zur Verfügung stehen“, erklärte Löw. Voraussichtlich kehrt für ihn der gegen Algerien erkrankte Dortmunder Mats Hummels ins Team zurück.

Unterdessen soll Mexikos Nationaltrainer Miguel Herrera trotz des WM-Aus die Geschicke der „Tri“ bis 2018 leiten. „Für uns ist die Kontinuität das Ideale“, sagte der Sportdirektor des mexikanischen Fußballverbandes, Héctor González Iñárritu, nach der Rückkehr der Mannschaft in Mexiko-Stadt. Der Tisch sei gedeckt, „damit alles in den nächsten vier Jahren so bleibt, wie es ist“, fügte er hinzu. Herrera deutete an, weitere vier Jahre im Amt bleiben zu wollen.

WM 2014: Griechen verzichten auf Prämie

Einen ungewöhnlichen Vorschlag machten derweil Griechenlands Kicker. Sie verzichten nach dem Achtelfinal-Aus gegen Costa Rica auf ihre Prämie. In einem Brief an den griechischen Regierungschef Antonis Samaras baten die Spieler stattdessen darum, dass diese Gelder für den Bau eines neuen Trainingsgeländes für das Nationalteam verwendet werden, bestätigte der griechische Vizeminister für Sport, Giannis Andrianos. Regierungschef Samaras hat den außergewöhnlichen Vorschlag positiv aufgenommen. „Der Staat wird alles Mögliche dafür tun, damit die Nationalmannschaft diese wertvolle Infrastruktur bekommt“, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung des Vizeministers.

Der Chilene Gary Medel, der trotz einer Oberschenkelverletzung im WM-Achtelfinale gegen Brasilien zum Einsatz gekommen war, hat sein Mitwirken teuer bezahlt. Laut einem Bericht der Zeitung „El Mercurio“ hat der Profi einen Riss in der linken Oberschenkelmuskulatur erlitten und fällt voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus. Medel und seine Mitspieler waren den Brasilianern in der Runde der letzten 16 Teams im Elfmeterschießen unterlegen.

dpa

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