Neues von der WM-Affäre

Bericht: Hinweise auf Verstrickungen von Bin Hammam

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Seine Rolle bei der Vergabe der WM 2006 bleibt undurchsichtig: Mohamed Bin Hammam gilt als Strippenzieher im Weltfußball.

München - Laut der Süddeutschen Zeitung war Mohamed Bin Hammam in die WM-Affäre des DFB verstrickt. Darauf gebe es nach den Durchsuchungen diverser Unterlagen neue Hinweise.

In der WM-Affäre sollen die Fahnder der Staatsanwaltschaft Frankfurt in den beschlagnahmten Akten neue Hinweise auf eine Verwicklung des katarischen Strippenziehers Mohamed Bin Hammam gefunden haben. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung drei Tage nach der Steuer-Razzia beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), Verbandschef Wolfgang Niersbach, dessen Vorgänger Theo Zwanziger und dem früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt in ihrer Freitag-Ausgabe.

Den Informationen der SZ zufolge verfügen die Ermittler nach ersten Auswertungen der sichergestellten Unterlagen über einen Vermerk von Schmidt aus dem Jahr 2003 mit Verweisen auf Bin Hammam. In dem Papier über eine Unterredung von Schmidt mit Kollegen aus dem Organisationskomitee für die WM-Endrunde 2006 soll auch eine Zusatzvereinbarung der WM-Macher mit dem Weltverband FIFA über zehn Millionen Schweizer Franken (6,7 Millionen Euro) notiert sein. Als zuständiger Ansprechpartner für den Deal bei der FIFA-Finanzkommission sei Bin Hammam genannt.

Die vermeintliche Notiz rückt Schmidts Rolle wieder verstärkt in den Fokus. Der ehemalige DFB-„General“ hatte zuletzt Aussagen des früheren DFB-Chefs Theo Zwanziger bestritten, in einem gemeinsamen Telefonat Bin Hammam als Empfänger der angeblich vom früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus vorgestreckten Millionenzahlung von 2002 genannt zu haben. Schmidt beteuerte dabei öffentlich, trotz seiner Kenntnis über die Vereinbarung keine Informationen über den entsprechenden Geldfluss zu haben.

sid

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