Niederlage gegen FC Everton

Wolfsburg mit Fehlstart in die Europa League

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Evertons Romelu Lukaku (links) kämpft mit Wolfsburgs Ricardo Rodriguez (rechts) um den Ball 

Liverpool - Der VfL Wolfsburg hat bei seiner Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne bitteres Lehrgeld bezahlt und einen Fehlstart in die Europa League hingelegt.

Das Team von Trainer Dieter Hecking verlor beim englischen Erstligisten FC Everton 1:4 (0:2) und verpasste damit nach drei Ligaspielen ohne Sieg auch in Europa das erhoffte Erfolgserlebnis. Zuletzt hatte der VfL vor knapp viereinhalb Jahren international gespielt und die bisher höchste Niederlage in einem UEFA-Wettbewerb 2005 im UI-Cup beim RC Lens kassiert (0:4).

Die Tore für die Gastgeber erzielten der Wolfsburger Ricardo Rodriguez per Eigentor (15.), Seamus Coleman (45.+1), Leighton Baines (47., Foulelfmeter) und Kevin Mirallas (90.). Für die Niedersachsen reichte es nur zum Anschlusstreffer durch Rodriguez (90.+4).

In der Gruppe H trifft Wolfsburg neben Everton noch auf den OSC Lille und FK Krasnodar aus Russland. In der Bundesliga empfangen die Wölfe am Sonntag den Tabellenführer Bayer Leverkusen.

Im altehrwürdigen Goodison Park in Liverpool setzte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking auf die exakt gleiche Startelf wie zuletzt beim 1:1 in Hoffenheim. Die Gastgeber verzichteten zunächst auf den angeschlagenen Superstar Samuel Eto'o. Für ihn stürmte der belgische Nationalspieler Romelu Lukaku, an dem auch die Wolfsburger vor der Saison starkes Interesse gezeigt hatten.

Vor rund 30.000 Zuschauern zeigten sich die „Toffees“ im eigenen Stadion in der ersten Hälfte deutlich abgeklärter. Nach einer guten Anfangsphase der Wolfsburger war Everton gleich mit dem ersten ernsthaften Angriff erfolgreich. Eine schöne Kombination schloss Steven Naismith ab, bei der Rettungsaktion fälschte Rodriguez den Ball unglücklich ins eigene Tor ab.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff nutzte Coleman einen Blackout der VfL-Abwehr per Kopf aus kurzer Distanz zum 2:0. Auch dabei zeigten sich die Gäste zu unentschlossen und ohne die letzte Konsequenz. „Da wo es gilt, setzen wir uns nicht durch“, kritisierte VfL-Manager Klaus Allofs in der Halbzeitpause bei Sky.

Besser wurde es in den zweiten 45 Minuten zunächst auch nicht. Im Gegenteil: Nach einem Foul von Robin Knoche an Aiden McGeady verwandelte Leighton Baines den anschließenden Elfmeter.

Allerdings hatte der Wolfsburger Innenverteidiger seinen Gegenspieler außerhalb des Strafraums zu Fall gebracht.

Erst im Anschluss zeigten sich die Wölfe aggressiver. Sowohl Daniel Caligiuri, Luiz Gustavo als auch Rodriguez per Freistoß scheiterten aber am US-Keeper Tim Howard. Genauso wie wenig später Naldo und Kevin de Bruyne.

Beste Spieler bei Everton waren Naismith und Howard, bei Wolfsburg überzeugte mit Abstrichen nur Naldo.

SID

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