Freitagsspiele der 2. Bundesliga

Überraschung auf St. Pauli - RB Leipzig auf Aufstiegskurs

Frankfurts Dani Schahin (2.v.l) jubelt nach seinem Treffer zum 1:3 mit seinen Teamkollegen.
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Frankfurt bejubelt überraschende drei Punkte auf St. Pauli.

Köln - Während St. Pauli überraschend eine Heimniederlage einstecken muss, macht RB Leipzig unbeeindruckt von einer neuerlichen Fan-Protestaktion den nächsten großen Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg.

Zum Auftakt des 22. Spieltags setzte sich der Liga-Krösus in einer einseitigen Begegnung mit 3:0 (2:0) gegen Union Berlin durch und festigte mit dem 14. Saisonsieg die Tabellenführung.

Dagegen musste der FC St. Pauli im Aufstiegskampf einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen ließ gegen den FSV Frankfurt beim 1:3 (1:2) erstmals im Jahr 2016 Punkte liegen und verpasste den Sprung auf Platz zwei.

Ein Lebenszeichen gab der Tabellenletzte MSV Duisburg mit dem 1: 1 (0:0) in Unterzahl bei der SpVgg Greuther Fürth. Allerdings bleibt der Rückstand für die seit fast drei Monaten sieglosen Zebras groß: Der Relegationsplatz 16 ist vier, der rettende 15. Rang zehn Punkte entfernt.

Die überragenden Dominik Kaiser (13.) und Willi Orban (25.) sorgten mit ihren Toren vor 30.964 Zuschauern in der Leipziger WM-Arena schon früh für klare Verhältnisse, nach der Pause legte Yussuf Poulsen (52.) nach. Die Berliner, deren Fans aus Protest gegen die Red-Bull-Millionen die ersten 15 Minuten boykottierten, kassierten nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage einen Rückschlag und müssen als Tabellenzwölfter den Blick eher nach unten richten.

Marc Rzatkowski schoss St. Pauli vor 25.000 Zuschauern am Millerntor bereits nach zehn Minuten in Führung. Der FSV zeigte sich aber keineswegs geschockt und glich in einer ansehnlichen Partie durch den Brasilianer Yann Rolim (11.) postwendend aus. Dani Schahin (32.) und ein Eigentor des Verteidigers Lasse Sobiech (53.) stellten Frankfurts ersten Sieg im achten Gastspiel auf dem Kiez sicher. St. Pauli durfte sich bei Torwart Robin Himmelmann bedanken, dass die Begegnung nicht schon vor der Pause entschieden war.

Abwehrspieler Kevin Wolze brachte die Duisburger, die seit dem 29. November (3:0 gegen Sandhausen) ohne Sieg sind, überraschend in Führung (47.). Jürgen Gjasula glich nach der Roten Karte für James Holland (66.) per Foulelfmeter aus (67.). Fürth bleibt im Tabellenmittelfeld.

sid

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