ALBA Berlin gewinnt Spitzenspiel gegen Bayern München

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ALBA Berlin setzte sich im Prestigeduell gegen Bayern München durch. Foto: Lukas Schulze

Berlin (dpa) - ALBA Berlin hat auch das zweite Prestigeduell der Saison gegen Bayern München für sich entschieden und Platz eins in der Basketball-Bundesliga verteidigt.

Der weiter ungeschlagene Pokalsieger setzte sich in eigener Halle vor 12 110 Zuschauern gegen den deutschen Meister knapp mit 83:80 (47:40) durch. Schon im Champions Cup hatte sich ALBA gegen die Bayern behauptet. Beste Werfer bei den Berlinern waren Jamel McLean und Reggie Redding mit je 23 Punkten. Bei den Bayern kam Nihad Djedovic auf 18 Zähler.

"Es war ein echtes Spitzenspiel", sagte Berlins Geschäftsführer Marco Baldi nach der Partie bei "telekombasketball.de". "Es war ein Spiel mit sehr hoher Intensität. Alle haben alles gegeben", lobte er. "Es ist für beide Teams nicht einfach, wenn man in der Woche noch in der Euroleague beschäftigt ist." Am Ende waren beiden Teams die Strapazen deutlich anzumerken.

ALBA-Coach Sasa Obradovic war dennoch zufrieden. "Das war ein großer Sieg", sagte der Berliner Trainer. Sein Kollege Svetislav Pesic wollte mit seinem Team trotz der zweiten Saisonniederlage nicht zu hart ins Gericht gehen. "Ich bin keiner, der nach Ausreden sucht, doch angesichts der Lage muss ich meinen Spielern ein Kompliment machen. Sie haben das Maximum, das im Moment möglich ist, herausgeholt", sagte Pesic, der unter anderem auf Nationalspieler Robin Benzing wegen eines Magen-Darm-Infekts verzichten musste.

Einen Rückschlag mussten auch die Brose Baskets Bamberg hinnehmen. Die Franken verloren im zweiten Spitzenspiel des Tages bei den Telekom Baskets Bonn mit 80:85. Auch 21 Punkte von Ryan Thompson konnten die erste Bamberger Niederlage nach fünf Siegen in Serie nicht verhindern.

Die Berliner erwischten gegen München den besseren Start und zogen schnell auf 11:3 davon. Mit großem Kampfgeist blieben die Gäste aber dran und ließen den Abstand der Hausherren nicht zu groß werden. Nach zehn Minuten lagen die Bayern deshalb lediglich mit drei Zählern hinten (19:22).

Auch im zweiten Viertel starteten die Berliner besser und bauten den Vorsprung beim Stand von 35:25 erstmals auf zehn Punkte aus. Doch wieder kämpften sich die Münchner zurück und verkürzten eineinhalb Minuten vor dem Ende wieder auf zwei Zähler (40:42). Dank eines energischen Schlussspurts setzte sich ALBA bis zur Halbzeit aber wieder ein bisschen ab (47:40).

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams weiter einen offenen Schlagabtausch, der wegen Fouls aber immer wieder unterbrochen war. Mitte des dritten Viertels setzte sich ALBA wieder auf zehn Punkte ab (63:53), aber die Bayern konterten in Person von Anton Gavel und Nihad Djedovic, so dass die Berliner nur mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung in den Schlussabschnitt gingen.

Doch bei allem kämpferischen Einsatz schafften es die Bayern nicht, den Ausgleich zu erzielen oder selbst in Führung zu gehen. Wohl auch, weil ihnen in der entscheidenden Phase in Gavel (Fußverletzung) und Djedovic (Leistenbeschwerden) zwei ihrer wichtigsten Profis fehlten.

Im Tabellenkeller feierten die Fraport Skyliners Frankfurt ihren zweiten Saisonsieg. Trotz des Ausfalls zahlreicher Stammspieler setzten sich die Hessen gegen die TBB Trier mit 65:57 durch.

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