Münchnerin spricht mit der tz

Wenk nach zwei Titeln: Noch nicht am Ziel ...

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Alexandra Wenk.

München - Alexandra Wenk gewann in Berlin zwei deutsche Meistertitel. Doch die Münchnerin will noch viel mehr, wie sie im Gespräch mit der tz verrät.

„Am Ende war ich froh, dass es vorbei war“, gestand Alexandra Wenk der tz. Die vier Tage der Deutschen Meisterschaft hatten am Sonntagnachmittag ihre Spuren hinterlassen. Insbesondere hat aber auch die 21-jährige Münchnerin ihre Spuren hinterlassen. Zwei Titel, vier deutsche Rekorde in 30 Stunden und die vorläufige Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio (5. August bis 21. August) auf ihren Paradestrecken 100 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen gelangen Wenk in Berlin. Über die Lagenstrecke pulverisierte sie in 2:11,33 sogar den 35 Jahre alten Rekord von Ute Geweniger um vier Zehntelsekunden. Da darf man guten Gewissens ein wenig das Tanzbein schwingen, Strapazen hin oder her.

Auch am Montag freute sich „Flying Wenky“ noch über ihre Erfolge, sagte aber auch: „Ich versuche, das nüchtern zu betrachten. Im Vergleich mit der Weltspitze muss ich noch ein Brett drauflegen.“ In den Ranglisten der Weltjahresbestleistungen liegt Wenk aktuell auf den Plätzen elf (200 Meter Lagen) und zwölf (100 Meter Schmetterling), der Rückstand auf Rang drei beträgt 1,67 beziehungsweise 0,81 Sekunden. Speziell auf der Schmetterlingstrecke erhofft sich Wenk bis Rio noch einen Schub.

Damit das klappt, wird sofort weitertrainiert, bei Wenk insbesondere die Start- und Unterwasserphase. Einen möglichst kraftvollen Absprung, den optimalen Winkel bei der Eintauchphase oder andere technische Feinheiten kann man auch in drei Monaten noch verbessern. „Ich möchte noch schneller werden, die Grundlagen haben wir in den vergangenen vier Jahren gesetzt, aber an kleinen Stellschrauben kann man noch drehen“, sagt Wenk.

Münchens Stützpunkttrainer Olaf Bünde wird ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen, er hat den größten Anteil an ihrer Entwicklung. In Berlin unterstützten sie zudem Mama Gabriela, selbst Olympiastarterin für Rumänien, der Papa, die Großeltern und Bruder Basti. Wobei Basti über die 400 Meter Freistil auch selbst an den Start ging. Mit Wenks Trainingspartner Florian Vogel, der sich in 3.44,89 den Titel schnappte, kann der 16-Jährige noch nicht mithalten, das hindert ihn aber nicht daran, seiner erfahrenen Schwester ab und an einen Tipp zu geben. „Er ist manchmal ein kleiner Klugscheißer“, sagt Wenk liebevoll. „Aber er ist fleißig, aus ihm kann noch etwas werden.“ Genau wie aus seiner Schwester, denn Alexandra Wenk gibt sich mit dem bisher Erreichten noch nicht zufrieden. Die nächste Leistungsexplosion kann kommen, gerne in Rio.

mm

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