All-Star Nowitzki überrascht als Flugkünstler

Dirk Nowitzki beim All-Star-Game in York. Foto: Jason Szenes
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Dirk Nowitzki beim All-Star-Game in York. Foto: Jason Szenes
Russell Westbrook wurde als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Foto: Jason Szenes
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Russell Westbrook wurde als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Foto: Jason Szenes
Russell Westbrook beim Dunking. Foto: Bob Donnan
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Russell Westbrook beim Dunking. Foto: Bob Donnan
Auch NBA-Superstar LeBron James kann dunken. Foto: Jason Szenes
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Auch NBA-Superstar LeBron James kann dunken. Foto: Jason Szenes
Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton war im Madison Square Garden zu Gast. Foto: Jason Szenes
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Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton war im Madison Square Garden zu Gast. Foto: Jason Szenes
Sängerin Ariana Grande heizte den Fans in der Halbzeit ein. Foto: Jason Szenes
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Sängerin Ariana Grande heizte den Fans in der Halbzeit ein. Foto: Jason Szenes

New York (dpa) - Die unerwartete Flugshow von Dirk Nowitzki begeisterte selbst Bill Clinton. Als der 36 Jahre alte Superstar beim All-Star-Spiel der NBA zu einem spektakulären Alley-oop-Dunk abhob, klatschte nicht nur der frühere US-Präsident in der ersten Reihe anerkennend.

Bei seinem 13. Auftritt im Basketball-Showevent hatte Nowitzki mit fünf Punkten zwar keinen großen Anteil am 163:158-Sieg der Western Conference, zeigte aber doch eine der aufsehenerregendsten Aktionen. "Das war das Highlight meines Tages", schwärmte der Würzburger. "Die Jungs haben mich ein bisschen veräppelt, weil sie sagten, dass ich seit 1994 keinen Dunking mehr hatte. Es war eine witzige Szene."

Noch in der Nacht zu Montag machte er sich auf den Rückweg von New York nach Dallas, wegen der kurzfristigen Nachnominierung für das Treffen der besten und beliebtesten NBA-Stars hatte er seinen Familien-Kurzurlaub verpasst. "Es war ein bisschen kälter als in Florida, aber die Zeit war schön", sagte Nowitzki, während es vor dem Madison Square Garden arktische minus 13 Grad waren. "Jetzt genieße ich die paar freien Tage noch in Dallas mit meiner Familie und dann geht es Vollstoff los für die zweite Hälfte der Saison."

Mit lediglich zwölf Minuten Spielzeit überließ der Flügelspieler der Dallas Mavericks wie erwartet den Jüngeren die Hauptrollen. Als wertvollster Akteur wurde Russell Westbrook (26) ausgezeichnet. Der Guard der Oklahoma City Thunder überragte mit 41 Zählern.

Zunächst verfolgte Nowitzki in schwarzer Trainingsjacke und langer Hose das Dunk-Festival von der Bank. Kurz nachdem er Mitte des zweiten Viertels als letzter Spieler überhaupt eingewechselt wurde, verblüffte er das komplette Publikum - und auch seine Kollegen.

Ein Lob-Anspiel von Stephen Curry stopfte Nowitzki aus der Luft direkt in den Korb und ließ dabei die Zunge Marke Michael Jordan weit heraushängen. Die Bankspieler des Westens sprangen aufs Spielfeld, auch Gegner wie Pau Gasol gratulierten erstaunt dem sonst nicht als Flugkünstler bekannten Routinier. "Es war ein aufregender Moment, eines der größten Höhepunkte heute", sagte der Spanier zu der Szene. Laut ESPN-Statistik hatte Nowitzki seinen bislang letzten Alley-oop-Dunk vor mehr als elf Jahren präsentiert.

Als Jubelgeste zeigte er mit einem ausgestreckten und einem angewickelten Arm nach oben - ein Tribut an seinen langjährigen Teamkollegen Vince Carter, der 2000 beim denkwürdigen Dunk-Contest-Sieg auf die Weise gefeiert hatte. "Vinsanity ist mein Junge. Ich bin ein Riesen-Fan von ihm und seinen Dunks, das war auf jeden Fall für ihn", erklärte Nowitzki. "Oh mein Gott ... @swish41 hat immer noch hooooops!!!", twitterte NBA-Talent Dennis Schröder.

Zum Abschluss des Klassentreffens hatte zunächst LeBron James groß aufgedreht. Clevelands Superstar dunkte zu Beginn binnen 31 Sekunden zweimal und erzielte die ersten 15 von 21 Punkten des Ost-Teams. Vor allem Westbrook hielt für den Westen dagegen. Seine 27 Punkte in den ersten 24 Minuten bedeuteten einen Rekord für eine Halbzeit im All-Star-Spiel, die Bestmarke von Wilt Chamberlain von 42 in einer Partie verpasste er um nur einen Zähler.

Auch ohne große defensive Intensität entwickelte sich ein spannendes Duell. Während Nowitzki das komplette letzte Viertel von außen zuschaute, sorgte Westbrook mit einem Dreier und mit Treffern von der Freiwurflinie für die Entscheidung.

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