Jetzt geht's gegen Errani

Petkovic wieder im Viertelfinale von Paris

Andrea Petkovic
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Andrea Petkovic

Paris - Andrea Petkovic hat mit einem umkämpften Sieg über die Niederländerin Kiki Bertens zum zweiten Mal nach 2011 das Viertelfinale bei den French Open erreicht.

Nach einem Kraftakt steht Andrea Petkovic zum zweiten Mal nach 2011 im Viertelfinale der French Open. Die Weltranglisten-27. aus Darmstadt wurde ihrer Favoritenrolle beim 1: 6, 6:2, 7:5 gegen Qualifikantin Kiki Bertens (Niederlande) am Ende doch noch gerecht und erreichte erstmals seit 33 Monaten wieder die Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier.

Nach 2:03 Stunden verwandelte Petkovic ihren zweiten Matchball und ließ ihrer Freude auf dem Centre Court freien Lauf. Im Spiel um ihren möglichen ersten Halbfinal-Einzug bei einem Major trifft die 26-Jährige am Mittwoch auf die einstige Roland-Garros-Finalistin Sara Errani. Die an Position 10 gesetzte Italienerin musste beim 7: 6 (8:6), 6:2 gegen die frühere Nummer eins Jelena Jankovic (Serbien/Nr. 6) im ersten Durchgang einen Satzball abwehren.

Die nur 1,64 Meter große Errani hatte Anfang Mai beim Turnier in Madrid in zwei Sätzen gegen Petkovic gewonnen. „Ich sehe mich aber nicht als Favoritin. Ich will auf dem Platz gehen und gewinnen“, sagte Errani.

Für die in den letzten Jahren vom Verletzungspech verfolgte Petkovic ist es das insgesamt vierte Grand-Slam-Viertelfinale ihrer Karriere, nachdem sie vor drei Jahren bei den Australian Open, den French Open und den US Open in die Runde der letzten Acht gekommen war. Damit war sie die konstanteste Major-Spielerin der Saison 2011. Danach war die Fed-Cup-Spielerin allerdings wegen drei schwerer Verletzungen binnen eines Jahres aus den Top 10 gefallen und bis auf Platz 177 des WTA-Rankings abgestürzt.

Die zuletzt von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Petkovic begann nervös und lag nach zwei Aufschlagverlusten schnell mit 1:4 in Rückstand. In ihrem ersten Grand-Slam-Achtelfinale agierte Bertens zunächst nervenstark. Die Nummer 148 des Rankings spielte variabel und überraschte die Hessin immer wieder mit gut platzierten Stopps. Petkovic machte ihrem Frust Luft, als sie nach dem 1:5 ihr Racket auf den Boden warf. Wenig später ermöglichte sie der Niederländerin mit einem weiteren Fehler den Satzgewinn nach 34 Minuten.

Danach wendete sich das Blatt zunächst, weil Petkovic geduldiger wurde und Bertens zu Fehlern zwang. Ihren zweiten Satzball nutzte die Favoritin mit einem Vorhandwinner und erzwang den dritten Durchgang. In dem führte Petkovic bereits mit 4:2, gab aber dann drei Spiele in Folge ab und stand plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Doch die Darmstädterin behielt in einem wahren Break-Festival die Nerven und servierte zum Matchgewinn aus.

sid

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