Beide mit Pech im letzten Satz

Kerber und Lisicki scheitern in Montreal

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Sabine Lisicki hat das Achtelfinale beim WTA-Turnier in Montreal nicht überstanden

Montreal - Angelique Kerber und Sabine Lisicki haben im Achtelfinale des WTA-Turniers ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht. Sie führten im dritten Satz - gewannen aber trotzdem nicht.

Im Entscheidungssatz lagen beide mit einem Break vorn, dennoch verließen Angelique Kerber und Sabine Lisicki den Centre Court beim Hartplatz-Turnier in Montreal als Verliererinnen. Kerber unterlag am Donnerstag (Ortszeit) in einem hochklassigen Achtelfinale nach 2:25 Stunden Venus Williams mit 3:6, 6:3, 4:6. Somit musste die Kielerin erstmals seit den Australian Open 2009 wieder eine Niederlage gegen die US-Amerikanerin hinnehmen. Lisicki hatte gegen Agnieszka Radwanska aus Polen nach 1:42 Stunden mit 1:6, 6:3, 3:6 das Nachsehen. Schon in Wimbledon waren die beiden deutschen Fedcup-Spielerinnen gemeinsam ausgeschieden - im Viertelfinale.

„Je länger das Match dauerte, desto verrückter wurden die Ballwechsel. Ich denke, das letzte Spiel war einfach nur Wahnsinn“, meinte Venus Williams. In der Weltrangliste wird die ehemalige Nummer 1 mittlerweile auf Position 26 geführt, doch gegen Kerber zeigte die 34-Jährige, warum sie in ihrer Karriere unter anderem sieben Grand Slams gewonnen hat. Vor allem mit ihrer Vorhand aus dem Halbfeld setzte sie Deutschlands Nummer 1 immer wieder unter Druck, erzielte wichtige Punkte und beendete auch das Match. „Zum Schluss fühlte die siegreiche Vorhand fühlte sich so gut an, denn ich habe so viele andere Bälle verhauen“, sagte Williams.

Kerber hatte nach einem katastrophalen ersten Satz mit 19 leichten Fehlern das Match wieder unter Kontrolle. Sie agierte im zweiten Durchgang aggressiver und offensiver. Nach einem frühen Break lag die 26-Jährige im dritten Satz 2:0 vorn, hatte bei Aufschlag Williams sogar die Chance, auf 3:0 zu erhöhen. „Angelique hatte 15 Breakpunkte. Sie trifft so viele Bälle, ihre Spezialität ist die Verteidigung. Es ist ein Segen, dass ich so lange durchgehalten habe“, meinte Williams, die ihren dritten Matchball zum Einzug ins Viertelfinale verwandelte.

Anschließend erlebte Lisicki auf dem Centre Court ein ähnliches Match wie Fedcup-Kollegin Kerber. Ein erster Satz zum Vergessen, dann eine Leistungssteigerung und ein Break vor im dritten Durchgang (2:1). Doch letztlich reichte es für die Nummer 29 der Welt gegen die an Position fünf geführte Radwanska nicht zum Sieg. Die Polin revanchierte sich somit für die Niederlage im letzten Duell - da hatte sich Lisicki 2013 im Halbfinale von Wimbledon in drei Sätzen durchgesetzt.

Turnierfavoritin Serena Williams (USA) steht nach einen Zweisatzsieg (7:5, 6:4) gegen Lucie Safarova aus Tschechien erwartungsgemäß in der Runde der letzten Acht. Die Nummern zwei, vier und sieben der Setzliste, Petra Kvitova, Maria Scharapowa und Jelena Jankovic, schieden hingegen überraschend bereits im Achtelfinale aus.

dpa

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