Astana-Lizenz-Hearing bei der UCI beginnt

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Vincenzo Nibali verliert eventuell die Möglichkeit, seinen Sieg bei der Tour de France 2015 zu wiederholen. Foto: Claudio Peri

Lausanne (dpa) - Teammanagement, Anwälte und Radprofis des umstrittenen Astana-Teams haben sich am Donnerstag vor der Lizenz-Kommission des Radsport-Weltverbandes UCI in Lausanne angesagt.

Die Entscheidung über die WorldTour-Lizenz der kasachischen Mannschaft nach dem Hearing wird "in den nächsten Wochen fallen", erklärte UCI-Sprecher Louis Chenaille. Zu Wochenbeginn hatte die niederländische Zeitung "De Telegraaf" unter Berufung auf UCI-Kreise gemeldet, das Team verliere die Fahrerlaubnis in der höchsten Klasse. Somit fände die diesjährige Tour de France mutmaßlich ohne den Vorjahressieger und Astana-Kapitän Vincenzo Nibali statt.

Die Kommission hatte nach der vorläufigen Vergabe der Lizenz an das Astana-Team, das 2014 mit fünf Dopingfällen in die Schlagzeilen geriet, seine Entscheidung vom Dezember zur Disposition gestellt. Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Padua über eine illegale Kooperation zwischen dem auf Lebenszeit gesperrten Mediziner Michele Ferrari und Astana-Teamchef Alexander Winokurow waren untersucht worden. Zudem hatte eine Untersuchung der Uni Lausanne offensichtlich unzureichende Anti-Doping-Strukturen im Team aufgedeckt.

Auf der Astana-Homepage bot der kasachische Verbandspräsident Drakan Kaletajew ("Null Toleranz") einen gemeinsamen Kampf gegen Manipulation an der Seite der UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA an.

Telegraaf-Meldung

Erklärung Kalatajew

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