USA und Spanien souverän weiter

Basketball-WM: Traumfinale rückt näher

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DeMarcus Cousins (R, USA) mit Gustavo Ayon (L) aus Mexiko. 

Barcelona - Die Topfavoriten geben sich bei der Basketball-WM keine Blöße. Sowohl die USA als auch Gastgeber Spanien lösen ihre Aufgaben im Achtelfinale problemlos.

Das heiß ersehnte Traumfinale bei der Basketball-Weltmeisterschaft zwischen Gastgeber Spanien und Titelverteidiger USA rückt immer näher. Die beiden Topfavoriten setzten ihren Siegeszug im Achtelfinale souverän fort und sind nur noch zwei Erfolge vom Endspiel entfernt. Die Amerikaner feierten am Samstag in Barcelona einen ungefährdeten 86:63-Sieg gegen Mexiko und bekommen es im Viertelfinale mit Slowenien zu tun. Herausforderer Spanien fegte Senegal in Madrid mit 89:56 vom Parkett und sinnt nun auf Revanche gegen Frankreich.

Serbien stoppte den Siegeszug von Griechenland beim 90:72 mit einer herausragenden Leistung und trifft nun auf Brasilien. Der zweimalige Weltmeister entschied das Südamerika-Duell mit Argentinien dank einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit mit 85:65 für sich. Zudem steht in der Runde der besten Acht die Partie zwischen Litauen und der Türkei an.

„Wir wissen, dass sie Spieler auf höchstem Niveau haben und kämpfen werden“, sagte der einmal mehr überragende Spanier Pau Gasol zum bevorstehenden Duell mit dem Europameister. „Aber wir haben nichts zu verlieren, denn wir sind die Favoriten.“ Der Center von den Chicago Bulls zeigte gegen die überforderten Afrikaner mit 17 Punkten, fünf Rebounds und drei Blocks erneut eine Klasse-Vorstellung und warf sich für die Neuauflage des im Vorjahr verlorenen EM-Halbfinals warm.

„Spiele gegen Frankreich sind immer hart. Wir kennen sie, sie haben ein physisch starkes Team und eine Menge talentierter Spieler. Sie wollen uns schlagen, aber wir wollen das Heimfinale erreichen“, sagte Spaniens Shooting Guard Sergio Llull. Im Gruppenspiel hatte sein Team den Erzrivalen beim 88:64 fast überrollt. „Das wird jetzt aber ein ganz anderes Spiel“, warnte Llull.

Im EM-Endspiel 2011 hatte sich Spanien ebenso wie im Olympia- Viertelfinale 2012 durchgesetzt. Umso tiefer sitzt noch der Stachel von der vorjährigen EM-Niederlage. Die Franzosen, die sich beim 69:64 gegen Kroatien schwertaten, träumen von einer Wiederholung dieses Coups. „Es wird schwer, aber wir haben nichts zu verlieren. Der ganze Druck liegt auf ihnen“, sagte Flügelspieler Mickaël Gelabale.

Das US-Team von Trainer Mike Krzyzewski dominierte beim 60. Länderspielsieg nacheinander von Beginn an, wurde von den Mexikanern aber selten voll gefordert. Beim Erfolg des viermaligen Weltmeisters traf Guard Stephen Curry sechs seiner neun Dreipunktewürfe und war mit 20 Punkten bester Werfer. „Jeder Sieg fühlt sich gut an. Wir wissen, dass jedes Spiel jetzt schwerer wird, wir müssen vorbereitet sein“, sagte der Profi der Golden State Warriors.

22 Jahre nach dem legendären Auftritt von Michael Jordan & Co. bei den Olympischen Spielen von Barcelona erinnerte trotz aller Überlegenheit nur wenig an den Glanz des damaligen Dream Teams. Den NBA-Stars reichten Einzelaktionen und schnelle Angriffe nach Ballgewinnen. Mexikos Gustavo Ayon deckte mit 25 Punkten in nur 37 Minuten Schwächen unterm Korb auf. Nun wartet Slowenien, das sich mit etwas Mühe 71:61 gegen die Dominikanische Republik durchsetzte.

Überraschend deutlich bezwang Serbien die zuvor ungeschlagenen Griechen und trifft nun auf Brasilien. Bester Werfer war Bogdan Bogdanovic mit 21 Punkten, Aufbauspieler Milos Teodosic führte wieder einmal genial Regie und kam auf 13 Zähler und fünf Assists.

Trotz früher Führung hatte Litauen hingegen einige Probleme mit Neuseeland, bevor der Bronzegewinner von 2010 durch das 76:71 zum vierten Mal das WM-Viertelfinale erreichte. Dort geht es gegen die Türkei, die beim 65:64 gegen Australien lange zittern musste. Erst fünf Sekunden vor Schluss sorgte Emir Preldžić mit einem Dreipunktewurf für den glücklichen Sieg.

Argentinien-Coach will nach WM-Aus zurücktreten

Julio Lamas will nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Brasilien nicht mehr als Trainer der argentinischen Basketball-Nationalmannschaft weiterarbeiten. „Ich habe das Gefühl, dass das heute mein letztes Spiel mit der Auswahl war“, sagte er nach dem deutlichen 65:85 am späten Sonntagabend in Madrid. Es war die erste WM-Niederlage der Argentinier gegen Brasilien seit 1967. Lamas trainierte die Südamerikaner seit 2010 zum zweiten Mal als Cheftrainer. Von 1997 bis 1999 hatte er die A-Mannschaft seiner Heimat erstmals gecoacht.

dpa

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