Nowitzkis Abschied vom Nationalteam

Olympiatraum für Basketballer vorbei

Dirk Nowitzki
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Dirk Nowitzki wird wohl nicht mehr im deutschen Nationaltrikot Basketball spielen.

Mies - Dirk Nowitzkis Karriere im Nationalteam endet ohne zweite Olympia-Teilnahme. Statt Deutschland erhielten Italien, Serbien und die Philippinen den Zuschlag für ein Quali-Turnier.

Dirk Nowitzkis Traum von einer zweiten Olympia-Teilnahme in Rio de Janeiro ist vorbei. Die deutschen Basketballer gingen bei der Vergabe von drei Qualifikationsturnieren leer aus und haben endgültig die Sommerspiele verpasst. Abgesehen von einem möglichen Abschiedsspiel dürfte Nowitzkis ruhmreiche Karriere im Nationaltrikot damit beendet sein. „Es ist schade, dass der Olympiatraum für dieses Mal geplatzt ist“, sagte Bundestrainer Chris Fleming. „Doch ich weiß, dass unsere Spieler bereits jetzt darauf brennen, in der EM-Qualifikation alles zu geben, um den nächsten Höhepunkt, die EuroBasket 2017 zu erreichen.“

Sportlich hatte sein Team den Sprung nach Rio durch das EM-Vorrunden-Aus im vergangenen September verpasst und hätte nur noch als Gastgeber eines Wild-Card-Turniers eine Chance durch die Hintertür gehabt. Die FIBA vergab die Turniere allerdings an die Philippinen, Italien und Serbien, wie der Weltverband via Twitter mitteilte. Insgesamt 18 Teams kämpfen Anfang Juli um die verbliebenen drei Olympia-Tickets.

Der 37 Jahre alte Nowitzki hatte sich eine Teilnahme an einem möglichen Qualifikationsturnier zuletzt immer noch offengehalten. Dass der Superstar der Dallas Mavericks in diesem Sommer nun die EM-Qualifikation spielt, ist ausgeschlossen, auch die Euro 2017 dürfte ohne den Würzburger stattfinden. Bei der WM 2019 wäre Nowitzki bereits 41 Jahre alt - und nach aktuellem Stand in Basketball-Rente.

„Wir dürfen nicht sauer oder enttäuscht sein. Wir haben es bei der EM in Berlin selbst verpasst“, teilte Nowitzki in einer ersten Reaktion der Bild-Zeitung mit und bezog sich auf das sportliche Scheitern.

Sportliche Gründe sprechen gegen Deutschland

„Dirk ist immer noch deutscher Nationalspieler, solange er nicht sagt: Ich möchte nicht mehr“, betonte DBB-Präsident Ingo Weiss und kündigte ein Gespräch über die Zukunft im Sommer in Dallas an. Doch auch Weiss erinnert die Szenen von der EM in Berlin, als Nowitzki mit Tränen in den Augen vor dem Heim-Publikum stand, nur zu gut: „Wir haben immer noch die Bilder im Kopf, als er sich im Prinzip verabschiedet hat. Das spricht ja auch schon für sich.“

Im Vergleich zum EM-Vierten Serbien, EM-Viertelfinalist Italien und Asien-Vizemeister Philippinen scheiterte Deutschland angesichts der schwachen Europameisterschaft vor allem aus sportlichen Gründen im Ringen um die Quali-Turniere. Die 1,75 Millionen Euro Gebühr, die jeder Bewerber entrichten musste, erhält der DBB nun zurück. Somit wird es für Nowitzki bei seinem einzigen Olympia-Erlebnis 2008 bleiben, als er in Peking bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne trug und in der Vorrunde ausschied.

Seine Nachfolger soll weiterhin Fleming durch die Qualifikation zur EuroBasket in anderthalb Jahren führen. „Er ist fix für die EM 2017. Das ist unsere Vereinbarung, bis dahin wollen wir miteinander arbeiten“, betonte Verbandschef Weiss mit Blick auf das Turnier in Finnland, Rumänien, der Türkei und Israel. „Nach 2017 reden wir weiter.“

In seiner aktuellen Funktion als Assistenzcoach beim NBA-Club Denver Nuggets könnte Fleming die Nationalmannschaft dann nicht mehr weiter betreuen, der Weltverband wird 2017 neue Länderspiel-Termine während der Saison einführen. Sein Co-Trainer Henrik Rödl gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge.

dpa

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