Traumfinale perfekt

Bayern gegen Alba: "Wird ein mentaler Kampf"

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Die Basketballer des FC Bayern München, hier Robin Benzing, setzten sich im 5. Spiel der Halbfinalserie gegen die EWE Baskets Oldenburg durch. Jetzt steht das Traumfinale gegen Alba Berlin an.

München - In der BBL kommt es zum Traumfinale zwischen Bayern München und Alba Berlin. Einen klaren Favoriten gibt es vor dem Start der Endspielserie am Sonntag nicht.

Hauptrundenerster gegen Pokalsieger, Emporkömmling gegen Ex-Serienmeister, Kampf der Basketball-Metropolen: Mit dem Duell zwischen Bayern München und Alba Berlin erlebt die Basketball Bundesliga ihr Traumfinale. Einen Favoriten gibt es vor der ersten Begegnung am Sonntag (16.00 Uhr/Sport1) nicht, doch vor allem für die Bayern ist der Druck enorm.

„Das Finale wird auch ein mentaler Kampf. Wir wissen, wie die Bayern spielen, und sie wissen, wie wir spielen“, sagte Berlins Trainer Sasa Obradovic und schickte eine Kampfansage an seinen früheren Lehrmeister Svetislav Pesic hinterher: „Wir sind hungrig auf Erfolg.“

Obradovic spielte einst unter dem heutigen Bayern-Trainer Pesic, mittlerweile macht der Serbe seinem alten Freund das Leben als Coach schwer. Alba gewann in den letzten beiden Jahren den Pokal, bezwang Favorit München zudem als einziges Team in dieser Saison in beiden Bundesligaspielen. „Wir wissen, dass wir schon zwei Mal gegen sie verloren haben, aber wir wissen auch, was wir leisten können. Unser Weg ist noch nicht zu Ende“, sagte Münchens Nationalspieler Steffen Hamann.

Am Donnerstagabend gewannen die Bayern 88:63 (41:33) gegen die EWE Baskets Oldenburg und entschieden damit die kräftezehrende best-of-five-Serie 3:2 für sich. „Wir haben uns dieses Finale verdient“, sagte Pesic anschließend bei Sport1. Berlin hatte sich bereits am Dienstag 3:1 gegen die Artland Dragons durchgesetzt.

Das große Saisonfinale verspricht nun viel. Schließlich arbeiteten nicht nur Svetislav Pesic samt Sohn Marko, heutiger Geschäftsführer der Bayern, einst in Berlin, auch die halbe Mannschaft des FCB trug schon das Trikot der „Albatrosse“. So wechselten die Nationalspieler Heiko Schaffartzik, Yassin Idbihi und Lucca Staiger sowie Deon Thompson und der aktuell verletzte Nihad Djedovic die Seiten.

Von „Alba München“ war vor der Saison schon spöttisch die Rede. Doch selbst der heftige Aderlass hielt die Hauptstädter nicht davon ab, erstmals seit 2011 wieder ins Finale zu stürmen. Obradovic formte aus zwölf Spielern eine ganz neue Mannschaft, nun scheint selbst das Double möglich. Die letzte Meisterschaft gewann Berlin 2008, München wartet seit 1955 auf die Trophäe. In den vergangenen vier Jahren hatte Bamberg den Titel gewonnen.

Bayern hatte unter der Führung von Ex-Klubpräsident Uli Hoeneß einen Großangriff forciert, stieg 2011 wieder in die BBL auf. Mit einer Trophäe wurden die Mühen aber bislang nicht belohnt. Für den Ersten der Hauptrunde könnte sich das nun ändern, denn nicht nur Steffen Hamann weiß: „Wir haben den Heimvorteil, das könnte entscheidend sein.“ Sollte es fünf Spiele geben, würden drei bei den Bayern ausgetragen werden.

Auf dem Parkett wird es wohl keine Überraschungen geben, denn wegen der personellen Überschneidungen kennen sich Spieler und Verantwortliche in- und auswendig. „Auch wenn es da keine Geheimnisse mehr gibt, sind Spiele immer unvorhersehbar“, sagte Obradovic trotzdem: „Wir dürfen unseren Fokus auf unser Spiel nicht verlieren.“

Berlin hat den kleinen Vorteil einer zwei Tage längeren Pause vor dem ersten Duell. „Wir müssen die Serie in der Verteidigung gewinnen“, forderte Berlins Amerikaner Reggie Redding. Geschenke erwartet er dabei nicht: „Sie werden versuchen, am Sonntag ein Zeichen zu setzen.“

SID

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