Final-Serie gegen Bayern

BBL-Play-Offs: Alba Berlin gleicht aus

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Alba Berlin gleicht gegen die Bayern Baskets aus.

Berlin/Köln - Alba Berlin hat den Heimvorteil eindrucksvoll genutzt und in der Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen Bayern München zurückgeschlagen.

Der Pokalsieger gewann ein hochklassiges zweites Spiel am Donnerstag mit 95:81 (54:49) und sorgte in der best-of-five-Serie für den wichtigen 1:1-Ausgleich. Die dritte Begegnung findet am Sonntag (17. 00 Uhr/Sport1) bei Hauptrundensieger München statt - die Titel-Entscheidung fällt nun frühestens am Mittwoch.

„Das war eine Teamleistung, man kann niemanden herausheben“, sagte Berlins Levon Kendall bei Sport1: „Das nächste Spiel wird jetzt sehr wichtig, denn für den Titel müssen wir eine Begegnung in München gewinnen.“ Münchens Heiko Schaffartzik, der Alba vor der Saison verlassen hatte, übte Selbstkritik: „Wir sind nie in den Rhythmus gekommen und Alba hat auf einem sehr hohen Niveau gespielt und unglaublich getroffen.“

Vor 12.588 Zuschauern brannten die Teams von der ersten Minute an offensiv ein Feuerwerk ab, dabei hatte Alba-Trainer Sasa Obradovic, ehemaliger Spieler und Zögling seines Gegenübers Svetislav Pesic, das Augenmerk auf die Defensive gerichtet. Absetzen konnte sich im ersten Viertel keine der Mannschaften, Alba erspielte sich erst in den letzten Sekunden eine Zwei-Punkte-Führung (26:24).

Aufseiten der Münchner stand dabei vor allem Nationalspieler Schaffartzik im Blickpunkt, der in der aufgeheizten Berliner Halle zu Beginn bei jeden Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Die Fans in seiner Geburtsstadt hatten ihm den Wechsel nach München übel genommen und ihren Frust darüber schon wenig später mit einer heiß diskutierten Aktion mitgeteilt.

Beim Spiel der regulären Saison in Berlin hatten sie ein über ein Kreuz aus Metallstangen gehängtes Alba-Trikot Schaffartziks mit der Aufschrift „Verkauft!“ präsentiert, vor allem die Bayern-Verantwortlichen sahen darin eine große Provokation. Am Donnerstag tauchte das gleiche Trikot nun erneut auf den Rängen auf - allerdings ohne Metallkreuz.

Schaffartzik (12 Punkte) blendete die Anfeindungen derweil erfolgreich aus. „Ich gehe emotionslos an die Sache heran, ich will die Spiele einfach nur gewinnen“, sagte der 30-Jährige. Sein Team geriet in der zweiten Hälfte allerdings zusehends ins Hintertreffen. Im dritten Abschnitt erspielte sich das Obradovic-Team erstmals eine zweistellige Führung (69:59).

In der Schlussphase mussten beide Mannschaften dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. München unterliefen dabei allerdings mehr Fehler. Der achtmalige Meister Berlin, dem das fünfte Double der Vereinsgeschichte winkt, brachte den Sieg damit letztlich ungefährdet nach Hause.

Bester Werfer der Berliner, die den Auftakt am Sonntag mit 81:88 verloren hatten, war Reggie Redding mit 16 Punkten. Aufseiten der Münchner, die um ihren ersten Meistertitel seit 1955 kämpfen, war Malcolm Delaney (24) am erfolgreichsten.

SID

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