Start der BBL-Playoffs

BBL: Titelrennen zwischen München, Bamberg und Berlin

+
FC Bayern gegen Alba Berline: Dieses Duell könnte es schon im Halbfinale der Play-Offs geben.

Köln - Es wird ernst für die Basketballer des FC Bayern München: Als Titelverteidiger starten die Münchner in die Playoffs der Basketball-Bundesliga (BBL). Konkurrenz kommt aus Bamberg und Berlin.

Es sind die üblichen Verdächtigen. Meister Bayern München, der Hauptrundensieger Brose Baskets Bamberg und die Europapokalhelden von Alba Berlin. Auch in diesem Jahr starten wieder nur die großen Drei mit echten Titelchancen in die Play-offs der Basketball Bundesliga (BBL). An eine Überraschung ist nicht zu denken.

Langweilig ist das irgendwie. Andererseits aber doch spannend, denn es lässt sich überhaupt nicht vorhersagen, wer am Ende das Rennen macht. Das Trio hat im bisherigen Saisonverlauf viele Stärken, aber eben auch Schwächen gezeigt. Darum üben sich die Klubs vor dem Auftakt am Wochenende eher in Zurückhaltung.

Alba Berlin sieht Bayern als Favorit

„Für mich ist Bayern der einzige Favorit. Sie haben die notwendige Erfahrung und das Potenzial. Und ich traue ihnen zu, dass sie auf Knopfdruck nochmal aufdrehen können“, erklärt Marco Baldi. Über den Titel verliert der Alba-Geschäftsführer kein Wort.

Tiefgestapelt wird aber nicht nur in Berlin. Beim Titelverteidiger klingt es eher nach „Schau“n mer mal„ statt `Mia san Mia“. Auch Svetislav Pesic ist vorsichtig. „Unser Ziel ist es, die erste Runde zu überstehen - dann sehen wir weiter“, sagt der Bayern-Trainer.

Ab Samstag (20.30 Uhr/Sport1 und telekombasketball.de) spielen die Münchner, Dritter der Hauptrunde hinter Bamberg und Berlin, im Viertelfinale gegen die Frankfurt Skyliners (6.). Geschäftsführer Marko Pesic rechnet mit Schwierigkeiten.

„In meinen Augen ist die erste Runde die schwierigste“, sagte der Trainer-Sohn der Bild-Zeitung. In Sachen Titel schlug er andere Töne als sein Vater an und beantwortete die Frage, warum denn Bayern Meister wird, forsch: „Wer soll es denn sonst werden?“

Schon im Halbfinale gegen Berlin

Drei Siege müssen in der best-of-five-Serie her. Gewinnen die Bayern, geht es im Halbfinale gegen Berlin. Es sei denn, Alba scheitert an Pokalsieger EWE Baskets Oldenburg (7.). Svetislav Pesic stellt trotz seiner vorsichtigen Zielvorgabe klar, dass sich die Bayern vor niemandem verstecken müssen: „Ich denke, auch unsere Gegner wissen, dass wir unser letztes Wort noch nicht gesprochen haben.“

Den auf dem Papier leichtesten Weg in den Play-offs hat Bamberg. Durch einen Sieg im Nachholspiel bei Alba sicherten sich die Franken am Sonntag die Pole Position. Gegen Berlin oder München kann es frühestens in der Finalserie gehen - dann mit Heimvorteil.

„Wir sind die ganze Saison zu Hause ungeschlagen. Wenn es so weit kommen sollte, kann das ein ganz entscheidender Faktor werden“, glaubt Nationalspieler Daniel Theis. Erst einmal gilt es, die MHP Riesen Ludwigsburg (8.) auszuschalten.

"Ein anderer Wettbewerb"

Die vor der Saison runderneuerten Bamberger haben unter Trainer Andrea Trinchieri sehr konstant gespielt, aber beispielsweise im Pokalfinale gegen Außenseiter Oldenburg gezeigt, dass es ihnen manchmal an Souveränität fehlt. Die Bayern leisteten sich schwere Aussetzer, etwa bei den beiden Niederlagen gegen Aufsteiger Göttingen sowie den Pleiten gegen Braunschweig und in Trier.

Dass solche Auftritte nur bedingt Aufschluss darüber geben, wie weit eine Mannschaft kommt, weiß Sasa Obradovic. Seine Spieler haben international für Furore gesorgt und beinahe als erste deutsche Mannschaft das Viertelfinale der Euroleague erreicht. Das alles ist für den Alba-Trainer vergessen: „Die Play-offs sind ein anderer Wettbewerb.“

Im vorzeitig gestarteten vierten Viertelfinale führt ratiopharm Ulm (5.) nach einem 75:73 (36:39) bei den Telekom Baskets Bonn (4.) bereits mit 1:0.

SID

auch interessant

Meistgelesen

Bundesliga-Spielerinnen als Opfer einer gemeinen Porno-Attacke
Bundesliga-Spielerinnen als Opfer einer gemeinen Porno-Attacke
Kerber im tz-Interview: "Ich wollte den Druck - jetzt habe ich ihn"
Kerber im tz-Interview: "Ich wollte den Druck - jetzt habe ich ihn"
Handball-Champions-League: So spielte der THW Kiel gegen Paris St. Germain
Handball-Champions-League: So spielte der THW Kiel gegen Paris St. Germain
Handball-Champions-League: Nur der THW Kiel siegt
Handball-Champions-League: Nur der THW Kiel siegt

Kommentare