Zweiter Tag der Leichtathletik-EM

Heidler im Finale, Zehnkämpfer auf Gold-Kurs

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Hammerwerferin Betty Heidler steht im Finale der Leichtathletic-EM in Zürich.

Zürich - Die Zehnkämpfer auf Gold-Kurs, Betty Heidler im Hammer-Finale, Geher Christopher Linke auf einem starken fünften Platz: Die deutschen Leichtathleten überzeugten auch zum Auftakt des zweiten EM-Tages.

Allen voran die Mehrkämpfer: Das Duo Kazmirek und Abele liegt im Letzigrund weiter auf Goldkurs. Der U23-Europameister Kazmirek verteidigte nach dem Diskuswerfen seine Führung erfolgreich und hat mit 6193 Punkten nach sieben Disziplinen 63 Zähler Vorsprung auf den Zweiten Andrei Krauchanka aus Weißrussland. Der Olympiasechste Rico Freimuth aus Halle/Saale verbesserte sich durch starke 48,81 m mit dem Diskus auf den dritten Rang (6116).

Abele fiel mit 6074 Punkten zwar auf Rang fünf zurück, kann aber besonders mit dem Speerwurf und dem abschließenden 1500-m-Lauf auf noch zwei starke Disziplinen bauen. „Kai und Arthur machen Gold unter sich aus, die beiden sind heiß und zeigen keine Schwäche“, sagte der verletzte Vize-Weltmeister Michael Schrader dem SID.

Die Mitfavoriten Kevin Mayer (5967/Frankreich) und Vize-Europameister Eelco Sintnicolaas aus den Niederlanden (5977) liegen als Achter und Siebter ebenfalls noch gut im Rennen und sind weiter auf einem 8500-Punkte-Kurs.

Weltrekordlerin Heidler übertraf bereits im ersten Versuch mit 70,49 m die geforderte Qualifikationsweite (69,50) deutlich. Allerdings musste die Ex-Weltmeisterin ihren Wurf wiederholen, nachdem es im ersten Anlauf Probleme mit der Weitenmessung gegeben hatte. Schon bei Olympia 2012 in London war Heidlers Bronzewurf aufgrund eines Softwarefehlers zunächst nicht in die Wertung eingegangen.

In der ersten Entscheidung des Tages am Vormittag gewann Miguel Angel Lopez aus Spanien etwas überraschend Gold über 20 km Gehen. Der WM-Dritte setzte sich nach einem Schlussspurt in 1:19:44 Stunden mit nur einer Sekunde Vorsprung vor dem favorisierten Weltmeister Alexander Iwanow (Russland) durch. Dessen Landsmann Denis Strelkow gewann Bronze (1:19:46).

Linke feierte als guter Fünfter (1:21:00) den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere. „Ich habe kontrolliert mein Tempo gehalten, um am Ende nicht rückwärts zu gehen“, sagte Linke. Hagen Pohle ging nach 1:24:00 Stunden als 15. durchs Ziel, Nils-Christopher Gloger (alle Potsdam) kam nach Magenproblemen nicht über Rang 27 hinaus.

Angeführt vom deutschen Meister Matthias Bühler (Offenburg) hat das DLV-Trio das Halbfinale über 110 m Hürden erreicht (Donnerstag, 19.15 Uhr/ARD und Eurosport). Bühler reichten als Dritter in seinem Vorlauf 13,40 Sekunden, um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Gregor Traber (Tübingen) lief in 13,43 Sekunden persönliche Bestzeit, Erik Balnuweit (Leipzig) reichten 13,48 Sekunden zum Weiterkommen. Ebenfalls im Halbfinale steht die deutsche Meisterin Christiane Klopsch (Friedberg-Fauerbach) über 400 m Hürden. Die 23 Jahre alte Studentin belegte in 56,23 Sekunden in ihrem Vorlauf Platz zwei und schaffte damit die Qualifikation.

SID

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