Bielefeld will Pokal-Märchen gegen Wolfsburg fortsetzen

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Bielefeld will nach dem Halbfinale erneut in Jubel ausbrechen. Foto: Friso Gentsch

Bielefeld (dpa) - Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld plant seinen vierten Coup im DFB-Pokal. Im Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg am Mittwoch soll nach Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach ein weiterer Bundesligist vor heimischer Kulisse aus dem Wettbewerb befördert werden.

Dagegen wollen die Wolfsburger das dritte Aus in der Runde der letzten vier Teams nacheinander unbedingt verhindern.

AUSGANGSLAGE: Eine Niederlage wäre für Wolfsburg eine große Enttäuschung. Nach dem Aus im Viertelfinale der Europa League gegen den SSC Neapel und der frühzeitigen Meisterschaft des FC Bayern am vorigen Wochenende bleibt nur noch eine Möglichkeit auf einen Titel. Dagegen hat die Arminia nicht viel zu verlieren. Der Tabellenführer der 3. Liga geht nach bisher famosem Pokal-Verlauf als Favoritenschreck ins Rennen.

HISTORISCHES: Bielefeld könnte bei einem Sieg als vierter Drittligist ins Endspiel einziehen. In der Vorschlussrunde stand der ehemalige Erstligist bisher nur in den Jahren 2005 und 2006. Anders als den Arminen gelang den Wolfsburgern schon einmal der Einzug in das Finale. Doch die Mönchengladbacher Torschützen Klinkert, Dahlin und Effenberg rissen die Wolfsburger 1995 beim 0:3 aus allen Träumen vom ersten Titel. In den vergangenen zwei Spielzeiten gab es Halbfinal-Niederlagen gegen den FC Bayern (1:6) und Dortmund (0:2).

WEG INS HALBFINALE: Beim Einzug der Bielefelder in die Runde der letzten vier Teams blieben mit Hertha BSC (4:2 i.E.) Werder Bremen (3:1) und Borussia Mönchengladbach (5:4 i.E.) drei Bundesligisten auf der Strecke. Der höchste Sieg gelang in der 1. Runde beim 4:1 über Sandhausen. Auch den Wölfen war das Glück im Elfmeterschießen beim 5:4 über Darmstadt hold. Mit Heidenheim (4:1) und Leipzig (2:0) zogen zwei weitere Zweitligisten den Kürzeren. Im Viertelfinale gab es ein knappes 1:0 über Ligakonkurrent SC Freiburg.

PERSONAL: Abgesehen von den Langzeitverletzten kann der Wolfsburger Fußball-Lehrer alle Spieler einsetzen. Die Bielefelder müssen auf den grippeerkrankten Innenverteidiger Felix Burmeister verzichten.

HAUPTDARSTELLER: Beim Bundesliga-Zweiten hängt viel von Kevin De Bruyne ab. Der belgische Nationalspieler liegt in der Scorer-Liste der Bundesliga mit zehn Toren und 18 Assists gemeinsam mit Münchens Thomas Müller (13 Tore/15 Assists) an der Spitze. Die Arminia profitierte in dieser Saison häufig von der Treffersicherheit des Angreifers Fabian Klos, mit 20 Toren der beste Drittliga-Schütze.

TRAINER: Im Fall eines Sieges seiner Mannschaft stünde Wolfsburgs Dieter Hecking als Trainer zum ersten Mal im Pokal-Endspiel. Dieses Ziel hatte er auf der Bank des damaligen Zweitligisten VfB Lübeck im Jahr 2004 beim 2:3 n.V. im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger Werder Bremen knapp verpasst. In den vergangenen beiden Jahren scheiterte er mit Wolfsburg jeweils im Halbfinale. Für seinen Gegenüber Norbert Meier ist es die erste Semifinalteilnahme als Trainer. Als Spieler stand Meier im Kader von zwei Finalisten. Doch einen Sieg gab es weder mit Bremen (1989) noch mit Mönchengladbach (1992) zu feiern.

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