MotoGP

Bradl zum Abschied Achter, Rekordsieg für Marquez

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Stefan Bradl.

Valencia - MotoGP-Pilot Stefan Bradl hat sich mit einer ordentlichen Vorstellung vom Team LCR Honda verabschiedet.

Stefan Bradl konnte zufrieden sein, als er seine Honda zum letzten Mal vor der Box des LCR-Teams abstellte. Mit einer soliden Vorstellung und einem achten Platz verabschiedete sich der 24-Jährige beim Saisonfinale in Valencia nach drei Jahren von den Italienern. Jetzt beginnt für den Zahlinger ein neues Kapitel.

„Es war toll, mit ihm zu arbeiten. Ich wünsche ihm das Beste“, sagte Teamchef Lucio Cecchinello schon vor dem Start des 18. Laufs. Die Trennung fällt dem 45-Jährigen nicht leicht, Bradl geht es genauso. Auch beim letzten Einsatz für seinen ersten Rennstall in der MotoGP lag er wie im gesamten Jahr zu weit hinter der Spitze, sicherte sich mit 117 WM-Punkten aber wenigstens Platz neun im Gesamtklassement.

Ab sofort fährt Bradl für Forward-Yamaha, schon am Montag stehen die ersten Tests auf dem Programm. Dann muss sich der frühere Moto2-Champion mit schlechterem Material gegen die Elite um Weltmeister Marc Marquez behaupten, der in seiner spanischen Heimat überlegen seinen 13. Saisonsieg feierte und den nächsten Rekord aufstellte. Nie zuvor hat ein Fahrer in der Königsklasse so viele Rennen in einem Jahr für sich entschieden.

Einen anderen Meilenstein hatte der 21-Jährige bereits erreicht, bevor er auf seine Honda stieg. Sein jüngerer Bruder Alex (18) sicherte sich den Moto3-Titel und sorgte dafür, dass erstmals in der Geschichte der Motorrad-WM in einer Saison zwei Titel an eine Familie gingen.

In der Moto2 beendete Marcel Schrötter die Saison mit einem Top-10-Ergebnis, der Wahl-Spanier belegte den achten Platz. Sandro Cortese schied in der ersten Runde nach einem Sturz aus, Jonas Folger musste seinem Landsmann ausweichen und verlor bei der Fahrt durchs Kiesbett viele Positionen, kämpfte sich aber immerhin noch bis auf Platz 13 nach vorne.

Cortese schloss das Jahr mit 85 Punkten als bester Deutscher auf dem neunten Platz ab. Schrötter (80) wurde Zehnter, Folger (63) 15.

Kurios endete der Zweikampf um den Tagessieg. Esteve Rabat aus Spanien, der sich zwei Wochen zuvor in Sepang/Malaysia zum Weltmeister gekrönt hatte, ging wenige Meter vor dem Ziel das Benzin aus. Der Schweizer Tom Lüthi zog vorbei und gewann. Das Podest komplettierte der Franzose Johann Zarco (Suter).

Noch spannender verlief die letzte Titelentscheidung. Alex Marquez reichte ein dritter Platz gerade so, um sich in der kleinsten Klasse mit 278 Punkten vor seinem einzigen Konkurrenten Jack Miller (276) durchzusetzen. Der Australier gewann in Valencia, es reichte aber nicht mehr, um den Spitzenreiter noch auf der Zielgeraden abzufangen.

In der kommenden Saison begegnen sie sich nicht mehr auf der Strecke. Der „kleine“ Marquez fährt künftig in der Moto2, Miller überspringt diese Klasse und steigt direkt in die MotoGP auf.

Aus deutscher Sicht war das Ergebnis des letzten Grand Prix sinnbildlich für das gesamte Jahr. Der WM-24. Philipp Öttl (Ainring/10 Punkte) schied nach wenigen Runden aus, Luca Grünwald (Waldkraiburg) wurde 22. und beendete die Saison ohne WM-Punkt.

sid

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