EM-Qualifikation

Basketballer tanken Selbstvertrauen gegen Luxemburg

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Das deutsche Team um Dennis Schröder setzte sich souverän gegen Luxemburg durch.

Trier - Die deutschen Basketballer haben bei ihrer Heim-Premiere in der EM-Qualifikation den erwartet deutlichen Pflichtsieg eingefahren und Selbstvertrauen getankt.

Die Mannschaft von Bundestrainer Emir Mutapcic ließ Luxemburg in Trier keine Chance und gewann souverän 109:49 (55:35).

Fünf Spieler trafen gegen die international nur drittklassigen Gäste zweistellig: Karsten Tadda, Lucca Staiger, Elias Harris, Andreas Seiferth und Maik Zirbes erzielten je zwölf Punkte. In der Gruppe C übernahm die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) damit zumindest kurzzeitig die Führung von den ungeschlagenen Polen, die am Abend in Österreich spielten.

„Das war ein gutes Spiel von uns. Es war wichtig nach dem Österreich-Spiel, dass wir als Mannschaft zusammengewachsen sind, besonders im Hinblick auf das Spiel gegen Polen“, sagte NBA-Profi Dennis Schröder, dem neun Punkte gelangen.

Mit dem zweiten Erfolg im dritten Spiel weist DBB-Auswahl damit erstmals in der Qualifikationsrunde eine positive Bilanz auf: Der Auftakt gegen Polen war knapp verloren gegangen (67:68), und auch im zweiten Spiel hatte die DBB-Auswahl lange zittern müssen, bis der Sieg gegen Österreich (77:64) feststand.

Der Auftritt in der mit 3251 Zuschauern nicht ausverkauften Arena in Trier diente den deutschen Korbjägern dann auch vor allem dazu, sich nach den beiden enttäuschenden Auftritten Sicherheit zu holen. „Wir sind körperlich nicht stark und groß genug, um mit solchen Teams mitzuhalten. Deutschland ist klar außer Reichweite“, hatte Luxemburgs Coach Franck Meriguet vor der Partie gesagt.

Das bekamen die Gäste trotz eines guten Starts samt kurzzeitiger Führung (9:7/3. Minute) dann deutlich zu spüren. Angetrieben von Mutapcic zogen die deutschen Korbjäger das Tempo bis zur Halbzeit merklich an und nutzten dabei ihre körperlichen Vorteile in fast jedem Angriff aus. Nur Christopher Jones (12) hielt im ersten Durchgang für Luxemburg noch mit.

Mutapcic verzichtete gegen das Team aus dem Großherzogtum auf Maximilian Kleber, der nach seiner Klasseleistung gegen Österreich (20 Punkte) eine Pause bekam. Für Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg) und NBA-Profi Dennis Schröder (Atlanta Hawks) rückten Akeem Vargas (Alba Berlin) und Kapitän Heiko Schaffartzik (Bayern München) in die Startaufstellung.

Nach der Pause gelang dem dreimaligen EM-Teilnehmer aus Luxemburg, der zuletzt 1955 die Endrunde erreicht hatte, dann kaum noch etwas - fünf Zähler sammelten die Gäste im dritten Viertel (82: 40). Auf deutscher Seite konnte Mutapcic seinen Schlüsselspielern vor den anstehenden Aufgaben am Mittwoch in Bonn gegen Polen und in Hagen gegen Österreich (24. August) Verschnaufpausen gönnen.

Trotz der großen Überlegenheit war das deutsche Spiel auch gegen Luxemburg wieder von einigen kleinen Fehlern und Unachtsamkeiten geprägt, die es auf dem Weg zur EM im kommenden Jahr abzustellen gilt. Für das Turnier, das noch einen Gastgeber sucht, qualifizieren sich neben den sieben Gruppensiegern auch die sechs besten Zweiten. Der DBB hat sich mit Berlin für die Ausrichtung der Vorrunde beworben.

SID

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