Prominente Unterstützer

Maske steigt bei Deutscher Sportlotterie ein

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Henry Maske (r.) soll gemeinsam mit Diskus-Olympiasieger Robert Harting (l.) vor allem die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts vorantreiben.

Berlin - Die Deutsche Sportlotterie erfährt kurz vor ihrem Start immer mehr Zuspruch und Unterstützung. Die Ziele des Projekts sind ambitioniert, Gewinner wären auf jeden Fall die Athleten.

Mit Henry Maske als neuem Gesellschafter und ambitionierten Zielen fiebert die Deutsche Sportlotterie ihrem geplanten Startschuss am 12. September entgegen. „Als ehemaliger Leistungssportler bin ich mit dem Herzen dabei“, sagte Maske. Eine bessere finanzielle Absicherung der Sportler sei zwar „keine Garantie, aber eine Grundvoraussetzung“ für bessere Leistungen.

Der frühere Profi-Boxweltmeister und Amateur-Olympiasieger wurde am Montag als fünfter Gesellschafter vorgestellt. Maske erwarb einen Anteil von einem Prozent an der Deutschen Sportlotterie. Er soll gemeinsam mit Diskus-Olympiasieger Robert Harting vor allem die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts vorantreiben.

Einnahmen sollen Leistungssportlern zugute kommen

Mitgesellschafter Gerald Wagener nannte Maske deshalb auch einen „Glücksgriff“, denn für die Umsetzung der hohen Ziele braucht die Sportlotterie eine breite Unterstützung in der Bevölkerung. In fünf Jahren soll ein Jahresumsatz von 200 Millionen Euro erzielt werden, dafür müssten etwa 770.000 Menschen jede Woche für durchschnittlich 5 Euro spielen. „Ich habe nicht zwei Jahre meiner Lebenszeit geopfert, um jetzt einen Kindergeburtstag zu veranstalten“, sagte Wagener.

Gewinner wären in jedem Fall die Leistungssportler. Sollte das langfristige Ziel erreicht werden, kämen über 60 Millionen Euro jährlich für die Sportlerförderung zusammen. Von jedem Euro, der reinkommt, gehen 30 Cent an die Sportler und an die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA. Das Grundgehalt der deutschen Athleten soll so von derzeit 300 auf 1000 Euro erhöht werden.

Diskus-Riese Harting berichtete von einem „immer größeren Rückhalt unter den Sportlern“, zudem würden sich bereits zahlreiche Großunternehmen für die Sache engagieren. Zu Anfang sei geplant, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe die besten 100 Athleten des Landes finanziell zu unterstützen.

Gewinnchance deutlich höher als beim Lotto

Der Startschuss der Aktion ist für den 12. September geplant, die erste Ziehung soll am 26. September erfolgen. Es fehlt allerdings noch die Befreiung vom Werbeverbot. Die Lizenz hatte die Deutsche Sportlotterie (DSL) am 4. Juni unter Auflagen erhalten.

Um zu gewinnen, muss der Spieler eine richtige Kombination der Olympischen Farben, von Winter- und Sommersportarten sowie der Medaillenfarben erzielen. Als Hauptgewinn winken wöchentlich 500. 000 Euro. Die Gewinnchance liegt nach offiziellen Angaben bei 1:300. 000 und damit deutlich höher als beim 6-aus-49-Lotto (1:139.000. 000). Ein Tipp kostet 3 Euro, er kann im Internet abgegeben werden. Zudem gibt es ein breit angelegtes Vertriebsnetz durch die Kooperationen mit Zeitungen und Lottoannahmestellen.

Auch die Bedenkenträger, die nicht zuletzt aus dem organisierten Sport kamen, hätten sich mittlerweile in ihre Richtung bewegt, sagte Wegener: „Ganz viele, die vorher versucht haben, uns zu bekämpfen, sind heute angeblich die Erfinder der ganzen Sache.“

sid

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