Die deutschen EM-Basketballer im Kurzporträt

An guten Tagen stellt Robin Benzing die Gegner vor Probleme. Foto: Marius Becker
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An guten Tagen stellt Robin Benzing die Gegner vor Probleme. Foto: Marius Becker
Anton Gavel wurde extra eine Lizenz besorgt. Foto: Daniel Kasap
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Anton Gavel wurde extra eine Lizenz besorgt. Foto: Daniel Kasap
Niels Giffey ist ein abgeklärter Spieler, der stark verteidigen kann. Foto: Swen Pförtner
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Niels Giffey ist ein abgeklärter Spieler, der stark verteidigen kann. Foto: Swen Pförtner
Alex King ist ein guter Allrounder. Foto: Daniel Reinhardt
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Alex King ist ein guter Allrounder. Foto: Daniel Reinhardt
Maodo Lo gehört zu den talentierten Nachwuchsspielern. Foto: Daniel Reinhardt
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Maodo Lo gehört zu den talentierten Nachwuchsspielern. Foto: Daniel Reinhardt
Dirk Nowitzki ist und bleibt die Ikone des deutschen Basketballs. Foto: Axel Heimken
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Dirk Nowitzki ist und bleibt die Ikone des deutschen Basketballs. Foto: Axel Heimken
Tibor Pleiß muss unter den Brettern ackern. Foto: Marius Becker
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Tibor Pleiß muss unter den Brettern ackern. Foto: Marius Becker
Heiko Schaffartzik kann immer von der Dreierlinie heißlaufen. Foto: Daniel Reinhardt
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Heiko Schaffartzik kann immer von der Dreierlinie heißlaufen. Foto: Daniel Reinhardt

Berlin (dpa) - Mit einer Mischung aus Routiniers und hoffnungsvollen Talenten startet Basketball-Bundestrainer Chris Fleming in die Europameisterschaft (5.-20. September) mit der Heim-Vorrunde in Berlin. Die Deutsche Presse-Agentur stellt die zwölf Spieler im Kader vor.

Das ewige Talent: Robin Benzing (26 Jahre/CAI Saragossa/95 Länderspiele)

Im Alter von 26 nach Nowitzki und Schaffartzik schon der Spieler mit den meisten Länderspielen im EM-Kader. Hatte lange mit der öffentlichen Erwartung zu kämpfen, der "nächste Nowitzki" zu sein. Wechselt nach einer schwierigen Saison beim FC Bayern nach Spanien. Kann an guten Tagen immer als bester deutscher Werfer glänzen.

Der X-Faktor: Anton Gavel (30/FC Bayern München/7)

Mit seiner Nominierung gelang dem Deutschen Basketball Bund ein Überraschungscoup. Erst vor drei Wochen erteilte der Weltverband die Spielerlaubnis für den gebürtigen Slowaken. Coach Chris Fleming setzt auf die Erfahrung, Defensivstärke und Siegermentalität des Guards. Dürfte neben Schröder starten.

Der Berliner: Niels Giffey (24/ALBA Berlin/29)

Hat wie ALBA-Kollege King und den ebenfalls gebürtigen Berlinern Lo und Schaffartzik ein Heimspiel. Spielte sich als Lichtblick bei der insgesamt missglückten EM 2013 ins Rampenlicht. Sicherer Schütze aus der Distanz, im Duell mit Zipser um die Starterrolle als Small Forward.

Der Arbeiter: Alex King (30/ALBA Berlin/27)

Gab erst vor zwei Jahren sein Debüt im Nationalteam. Abseits des Feldes neben den Co-Kapitänen Nowitzki und Schaffartzik aufgrund seiner Erfahrung eine wichtige Führungsfigur. Darf sich aber keine großen Hoffnungen auf lange Einsatzzeiten machen. Mannschaftsdienlicher Spieler, kann von Bank wichtige Härte bringen.

Der Student: Maodo Lo (22/Columbia University/16)

Vor knapp zwei Monaten führte der Aufbauspieler die A2 bei der Universiade zur Silbermedaille. Noch ein Jahr an New Yorker Uni, träumt danach von der NBA. Offensivstark, sucht den eigenen Abschluss, konnte seine Dreier-Stärke in der Vorbereitung noch nicht ausspielen. Musste die letzten Testpartien mit einer Beckenprellung passen.

Der Superstar: Dirk Nowitzki (37/Dallas Mavericks/148)

Steht im Spätherbst der Karriere vor seinem ersten Heim-Turnier. Begann die Vorbereitung so früh wie selten zuvor, zeigte naturgemäß noch Abstimmungsschwierigkeiten. Trägt nicht mehr wie bei vorigen Einsätzen die alleinige Last im deutschen Angriff, muss sich harten Attacken der Gegner erwehren.

Der NBA-Neuling: Tibor Pleiß (25/Utah Jazz/89)

Setzt seinen Karriereplan konsequent um. Nach Bamberg, Vitoria und Barcelona geht es kommende Saison zu den Utah Jazz in die NBA. Galt lange als zu weich, hat sich trotz größerer Masse sein sicheres Wurfhändchen aus der Distanz bewahrt. Als Rheinländer bekennender Karnevalsfan.

Der wilde Hund: Heiko Schaffartzik (31/ohne Verein/110)

War ohne Nowitzki zuletzt alleiniger Anführer des deutschen Teams. Schwankt häufig zwischen Genie und Wahnsinn. Ist stets für wilde, eigentlich unmögliche Würfe gut. Kann sowohl das deutsche Spiel aufbauen oder auch neben Schröder beziehungsweise Lo agieren. Will sich nach dem Abgang bei Bayern für einen neuen Club empfehlen.

Der Tempogeber: Dennis Schröder (21/Atlanta Hawks/16)

Hat sich nach schwierigem ersten Jahr bei den Atlanta Hawks bewiesen und in der besten Liga der Welt etabliert. Besitzt unbändiges Selbstbewusstsein. Muss als Point Guard die Geschwindigkeit des deutschen Angriffs kontrollieren und die Balance zwischen eigenem Abschluss und Vorlagen finden.

Der Defensivspezialist: Karsten Tadda (26/Brose Baskets/59)

War über viele Jahre Weggefährte von Trainer Fleming in Bamberg, führte die Brose Baskets als Kapitän zum Titel. Setzte sich im Duell um den letzten freien Platz im Kader gegen Berlins Akeem Vargas durch. Offensiv limitiert, lässt mit seinem Einsatz in der Abwehr andere Spieler glänzen.

Die Center-Hoffnung: Johannes Voigtmann (22/Fraport Skyliners/22)

Wurde nach starker Bundesliga-Saison als bester deutscher Nachwuchsspieler und am meisten verbesserter Profi ausgezeichnet. Schaffte aufgrund der Verletzung von Center-Kollege Maik Zirbes den Sprung in den Kader. Muss Pleiß und Nowitzki mit guter Reboundarbeit notwendige Ruhepausen verschaffen.

Das Toptalent: Paul Zipser (21/FC Bayern München/11)

Die Überraschung der Vorbereitung. Bekam früh das Vertrauen von Fleming und darf sich nun sogar Hoffnung auf die Anfangsformation machen. Vielseitiger Scorer. Zog dieses Jahr seine Anmeldung zur NBA-Talentziehung zurück, darf sich aber nach der kommenden Saison womöglich wieder Hoffnung auf den Sprung in die USA machen.

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