Beim ersten Heimspiel im Achtelfinale

Niederlage! Nowitzki mit Dallas dicht vor dem Aus

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Dirk Nowitzki holte gegen die Houston Rockets 34 Punkte. Die Dallas Mavericks verloren trotzdem.

Dallas - Schon beim ersten Heimspiel im Achtelfinale der Play-offs der NBA mussten Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks eine Niederlage einstecken. Damit steht das Team kurz vor dem frühen Aus.

Dirk Nowitzki muss Geschichte schreiben, ansonsten ist für den Superstar die NBA-Saison beendet. Noch nie hat ein Basketballteam in den Play-offs der Profiliga einen 0: 3-Rückstand gedreht, doch nur eine solche Aufholjagd kann die Dallas Mavericks noch retten.

Mit 128:130 verlor der Meister von 2011 sein erstes Heimspiel der best-of-seven-Serie gegen die Houston Rockets, nachdem es beim texanischen Nachbarn zuvor zwei Niederlagen gesetzt hatte. Die Mavericks zeigten sich stark verbessert, das gilt vor allem für Nowitzki. Am Ende war es nicht genug. Am Sonntag droht zu Hause das schnelle Aus durch einen sogenannten „sweep“ - ein 0:4.

„Diese Niederlage gehört zu den bittersten meiner langen Play-off-Karriere. Sie ist ganz oben dabei“, sagte Nowitzki und trauerte der vergebenen Chance nach. Mit 34 Punkten und acht Rebounds zeigte der 36-Jährige nach seinem unglücklichen Auftritt in Spiel zwei eine starke Leistung. 16 seiner Punkte machte Nowitzki allein im umkämpften Schlussviertel.

Dass es nicht reichte, um wieder für etwas Spannung zu sorgen, hatte viele Gründe. Einer war James Harden, der Allstar und MVP-Kandidat sammelte für Houston als Topscorer des Spiels 42 Punkte. Ein anderer war dessen Teamkollege Dwight Howard mit seinen 26 Rebounds.

„Harden war heute fantastisch“, sagte Nowitzki anerkennend. „Wir waren schon 13 Punkte vorn, aber sie sind mit einem kleinen Lauf wieder herangekommen. Und dann liegen wir immer drei oder vier oder fünf Punkte zurück. Aber wir haben gekämpft.“

Die Schlussminute war dramatisch. Harden foulte Nowitzki bei einem Dreierversuch, der ehemals wertvollste Spieler der Liga verwandelte die fälligen Freiwürfe zum 126:127. Sieben Sekunden vor dem Ende stand Cory Brewer auf der anderen Seite an der Linie, traf einen Wurf und setzte einen zweiten vorbei. Dallas hatte beim Stand von 128:130 die Chance zum Ausgleich, doch Monta Ellis verfehlte 0, 3 Sekunden vor dem Ende freistehend den Korb, der Ball klatschte ans Brett.

Immerhin erlebten die 20.651 Zuschauer im American Airlines Center beim „Texas-Shootout“ eine prima Show. 200 Punkte nach drei Vierteln (99:101) waren die größte Ausbeute zu einem solchen Zeitpunkt in einem Play-off-Spiel seit 1994. Dazu sorgten Nowitzki und Ellis (je 34) dafür, dass nach langer Zeit wieder zwei Mavericks in einem Spiel der Meisterrunde die 30-Punkte-Grenze knackten. 2003 war dies Nick Van Exel und Steve Nash gelungen.

Trösten kann das in Dallas niemanden. „Wir waren einfach nicht in der Lage, den letzten Wurf zu versenken“, sagte Rick Carlisle. Der Trainer der Mavericks machte auch die Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich. „Es passieren im physischen Bereich Sachen, die für mich nicht ganz koscher sind“, sagte Carlisle.

Der Headcoach verlangt, dass eingeschritten wird. „Diese Serie muss unter Einhaltung der Regeln gespielt werden“, sagte Carlisle: „Devin Harris will den Ball erobern, Howard wirft in auf unsere Bank.“ Der fällige Pfiff sei ausgeblieben. „Das muss aufhören.“

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Nowitzki ist trotz der schlechten Aussichten noch nicht zum Aufgeben bereit. „So ein Spiel haben wir gebraucht“, sagte er. Ein wenig konnte der Nationalspieler den wilden Abend sogar genießen. „Es ging auf und ab. Es hat Spaß gemacht, dabei zu sein“, sagte Nowitzki - bei aller Enttäuschung.

SID/dpa

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