Djokovic erster Wimbledon-Finalist

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Novak Djokovic steht als erster im Wimbledon Finale und erreicht dadurch auch die Weltranglistenspitze

London - Novak Djokovic steht als erster Spieler im Wimbledon-Finale 2011. Durch den Sieg im Halbfinale über den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga wird der Serbe ab Montag die Weltrangliste anführen.

Zwei Mal war er im Halbfinale gescheitert, im dritten Versuch hat Novak Djokovic zum ersten Mal das Endspiel von Wimbledon erreicht. Der 24 Jahre alte Serbe gewann auf dem Centre Court des All England Clubs ein fesselndes, phasenweise hochklassiges Match mit 7:6 (7:4), 6:2, 6:7 (9:11), 6:3 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga und steht damit am Montag auch zum ersten Mal auf Platz eins der Weltrangliste. Von dort verdrängt der Seriensieger dieses Jahres den Spanier Rafael Nadal, seinen möglichen Gegner am Sonntag. Der Titelverteidiger bestreitet das zweite Halbfinale gegen Andy Murray (Großbritannien). Den Sprung auf Rang eins der Weltrangliste hatte sich Djokovic durch eine bemerkenswerte Siegesserie seit Jahresbeginn erarbeitet. Schon bei den French Open hätte er Nadal ablösen können, allerdings unterlag er dort nach 43 Siegen hintereinander im Halbfinale Roger Federer aus der Schweiz, der dann wiederum das Finale gegen Nadal verlor. Den mittlerweile 51. Sieg in diesem Jahr machte den ungemein laufstarke Djokovic nach 3:07 Stunden perfekt, als er gegen den kampfstarken Tsonga, Nummer 19 der Weltrangliste, seinen dritten Matchball verwandelte. Die ersten beiden hatte er im dritten Satz im Tiebreak vergeben. Der Serbe greift nach seinem dritten Titel bei einem Grand Slam.

Djokovic hatte seine Halbfinal-Begegnungen in Wimbledon 2007 sowie im vergangenen Jahr jeweils gegen Nadal verloren, das erste freilich durch eine verletzungsbedingte Aufgabe im dritten Satz. Als er nun das dritte Mal um den Einzug ins Finale spielte, wirkte er zunächst ein wenig nervös. Doch nach dem knapp gewonnenen, hochkarätigen ersten Satz, der das Publikum wiederholt von den Sitzen riss, bekam der Serbe das Match immer besser in den Griff. Tsonga konnte sein hohes Niveau aus dem ersten Durchgang und gegen Ende des dritten, die er zuvor auch beim Fünfsatz-Sieg nach 0:2-Satzrückstand im Viertelfinale gegen Federer gezeigt hatte, nicht konstant halten.

Vor allem im ersten Satz zeigten Djokovic und Tsonga Tennis auf höchstem Niveau mit zahlreiche spektakulären Ballwechseln. Tsonga, der gegen Djokovic im Jahre 2008 das Endspiel der Australian Open verloren hatte, schlug hervorragend auf und lag lange ein Break vorne. Nachdem Djokovic im zehnten Spiel mit seinem sechsten Breakball zum 5:5 ausgeglichen hatte, dominierte er das Match - auch dank seiner schnelen Beine - mehr und mehr. Tsonga, der mit bis zu Tempo 222 aufschlug, unterliefen zunehmend unerzwungene Fehler, sein Gegenüber erhöhte zugleich die Zahl seiner direkt erzielten Punkte.

Gegen Ende des dritten Satzes kam Tsonga plötzlich noch einmal in Fahrt. Breaks von Djokovic, der jeweils zum Matchgewinn aufschlagen konnte, erwiderte er mit Reabreaks, und nutzte seinen dritten Satzball im Tiebreak. Djokivic aber blieb ruhig, erlief teilweise schier unmöglich zu erreichende Bälle, und ließ nach einem Break zum 2:0 Tsonga nicht mehr ins Spiel zurückkommen.

sid

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