Russland warnt vor pauschalem Ausschluss von Olympia

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Die WADA entzog dem Dopingkontroll-Labor in Moskau die Akkreditierung. Foto: Fabrice Coffrini

Moskau (dpa) - Angesichts massiver Vorwürfe der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA warnt Russland vor einem pauschalen Ausschluss russischer Leichtathleten von Olympia 2016.

"Zweifellos sollten Dopingsünder hart bestraft werden - aber gleichzeitig darf ehrlichen Sportlern nicht das Recht auf Teilnahme an Wettbewerben genommen werden", heißt es in einem am Mittwoch verabschiedeten Beschluss des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Russlands.

Die WADA wirft Russland organisiertes Doping vor. Eine Kommission empfiehlt als Konsequenz unter anderem den Ausschluss russischer Athleten von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro.

Russlands Sportminister Witali Mutko bekräftigte seine Zweifel an den Vorwürfen. In dem Bericht befänden sich viele Widersprüche, sagte er der Agentur Interfax zufolge in Moskau. So werde einmal empfohlen, der Staat solle sich aus der Anti-Doping-Arbeit heraushalten, dann wiederum werde eine unzureichende staatliche Kontrolle kritisiert. "Es ist lächerlich zu behaupten, dass wir Sportler reinwaschen - wenn wir gleichzeitig Milliarden in den Anti-Doping-Kampf stecken."

Mutko wies Vorwürfe zurück, russische Athleten seien bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London gedopt gewesen. Damals seien die Sportler von britischen Kontrolleuren geprüft worden.

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