DOSB-Chef: Weiter Vertrauen in Olympia trotz FIFA-Skandal

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Ohne die Zustimmung der Bürger wird sich Hamburg nicht um die Olympischen Spiele bewerben. Foto: Christian Charisius

Ein knappes halbes Jahr vor dem Hamburger Referendum über eine Olympia-Bewerbung lässt sich Deutschlands Sportchef Alfons Hörmann seinen Optimismus vom FIFA-Skandal nicht verderben. Das Vertrauen in sportliche Großereignisse sieht er nicht beschädigt.

Berlin (dpa) - Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, sieht die Chancen auf ein "Ja" beim Referendum für Olympische Spiele in Hamburg durch den FIFA-Korruptionsskandal nicht geschmälert.

Man könne Großereignisse weiter mit bestem Gewissen verantworten, sagte Hörmann der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den von Affären geschüttelten Fußball-Weltverband.

"Daran ändert jetzt eine aktuelle FIFA-Diskussion nichts. Ganz im Gegenteil", sagte Hörmann. "Umso mehr ist es Motiv zu sagen: Lasst uns gemeinsam ein Projekt vom absoluter Transparenz beim Bewerbungsprozess über eine professionelle Umsetzung bis hin zum großen nachhaltigen Erfolg für unser Land umsetzen."

Deutschland will sich mit Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 bewerben. Allerdings hängt eine Bewerbung noch vom Willen der Bürger der Hansestadt ab, die darüber im November bei einem Referendum abstimmen sollen.

Im November 2013 hatten in München, Garmisch-Partenkirchen sowie in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden bei der Abstimmung über Olympia die Gegner gewonnen. Eine Kandidatur für die Winterspiele 2022 war damit vom Tisch. Das sei für den Sportbund und die Olympia-Befürworter aber mittlerweile abgehakt, betonte Hörmann.

Es sei weiter möglich, Bürgern die Olympische Idee zu vermitteln, meinte der Allgäuer. "Wir sagen: Es kann doch verdammt nochmal nicht sein, dass wir in einem Land wie Deutschland nicht schaffen, so ein Projekt mit Zustimmung der Bürger umzusetzen."

Das Bewerberfeld im "harten internationalen Wettbewerb" sei stark. "Olympische Spiele sind nicht geschenkt zu bekommen", sagte Hörmann. Neben Hamburg haben sich bisher auch Rom, Boston und Paris für die Sommerspiele 2024 beworben. "Aber wenn wir nicht von Anfang an davon überzeugt gewesen wären, dass Hamburg und Berlin national umsetzungsfähig und international durchsetzungsfähig wären, dann hätten wir dieses Projekt nicht angegangen", fügte Hörmann hinzu.

Der DOSB hatte sich im März gegen Berlin und für Hamburg entschieden. Hörmann betonte, er habe sich erst kürzlich in der Hansestadt wieder vom Potenzial des Olympia-Konzepts überzeugen können.

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