Brown, Kerber, Lisicki & Maria scheitern

Schwarzer Samstag in Wimbledon: Alle Deutschen raus

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Sabine Lisiki (r.) bot eine ganz schwache Vorstellung.

Wimbledon - Das Wimbledon-Märchen von Dustin Brown ist beendet. Der Bezwinger von Rafael Nadal scheitert ebenso wie Mitfavoritin Angelique Kerber beim Rasen-Event in Londons Südwesten.

Sabine Lisicki ist als letzte deutsche Spielerin in Wimbledon ausgeschieden. Die Finalistin von 2013 unterlag bei ihrem Lieblings-Grand-Slam gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky bereits in der dritten Runde 3:6, 2:6 und komplettierte damit die deutsche Pleite in London. Erstmals seit neun Jahren steht kein deutscher Spieler im Achtelfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt.

Zwei Tage nach seinem Überraschungssieg über Rafael Nadal ist Dustin Brown in der dritten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Der Qualifikant aus Winsen an der Aller verlor gegen den an Position 22 gesetzten Serben Viktor Troicki 4:6, 6:7 (3:7), 6:4, 3:6. Damit sind alle Deutschen im Herreneinzel des bedeutendsten Tennisturniers der Welt gescheitert.

„Er hat großartig gespielt und vor allem großartig serviert. Wenn er vier Asse und einen Service-Winner im Tiebreak schlägt, kann ich halt nichts machen“, sagte Brown: „Trotzdem bin ich glücklich mit meinem Turnier. Wenn mir jemand vor der Qualifikation gesagt hätte, dass ich ins Hauptfeld komme und da Rafa schlage, hätte ich das sofort unterschrieben.“

Brown schafft Sprung in die Top 100

Bekam gegen Viktor Troicki seine Grenzen aufgezeigt: Dustin Brown muss in Wimbledon seine Koffer packen.

Brown verlor wie bereits vor zwei Jahren in Runde drei, damals hatte er zuvor in Lleyton Hewitt (Australien) ebenfalls einen Ex-Champion in Runde zwei geschlagen. Der Deutsch-Jamaikaner nimmt 77.000 Pfund (ca. 108.000 Euro) Preisgeld mit nach Hause, die höchste Börse seiner Karriere. Nach Wimbledon wird er wieder unter den Top 100 zu finden sein.
Gegen Troicki knüpfte Brown zwar nicht an die berauschende Vorstellung vom Centre-Court-Match gegen den spanischen Superstar Nadal an, zeigte jedoch erneut ansprechendes und teilweise spektakuläres Rasentennis. Allerdings spielte Troicki, Finalist des Vorbereitungsturniers in Stuttgart, solide und gewann nach 2:18 Stunden Spielzeit verdient.

Kerber vergibt neun Satzbälle

Auch für Angelique Kerber ist der Höhepunkt der Rasen-Saison nach nur einer Woche beendet. Die Weltranglistenzehnte aus Kiel vergab gegen Garbine Mugurza zahlreiche Chancen und verlor nach 2:34 Stunden Spielzeit 6:7 (12:14), 6:1, 2:6. Bereits bei den French Open hatte Kerber gegen die 21 Jahre junge Spanierin den Einzug ins Achtelfinale verpasst.

Im ersten Durchgang vergab Kerber, die 2012 das Halb- und 2014 das Viertelfinale im All England Club erreicht hatte, neun Satzbälle. Mugurza verwandelte ihren vierten nach 83 hochklassigen Minuten. Kerber ließ sich nicht verunsichern und schüttelte die Enttäuschung schnell ab. Letztlich setzte sich jedoch Muguruzas mutiges Offensivspiel gegen Kerbers Defensivqualitäten durch.

Auch Maria muss Koffer packen

Nach ihrem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Birmingham war Kerber als Mitfavoritin auf den Titel in Wimbledon gehandelt worden. Einmal mehr verließ die deutsche Nummer eins jedoch enttäuscht ein Grand-Slam-Turnier. In Melbourne war sie in der ersten Runde gescheitert, in Paris war in Runde drei Endstation.

Zudem verpasste Tatjana Maria ihr erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Die 27-Jährige aus Bad Saulgau verlor in Wimbledon erwartungsgemäß gegen die Australian-Open-Halbfinalistin Madison Keys aus den USA 4:6, 4:6.

SID

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