8. Bundesliga-Spieltag

Eklat durch Bayer-Coach Schmidt - Hertha auf Höhenflug

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Leverkusens Trainer Roger Schmidt sorgte erneut für einen Aufreger. Foto: Ina Fassbender

Beim Bayer Leverkusen liegen die Nerven blank. Nach einem erneuten Eklat muss Trainer Roger Schmidt wieder auf der Tribüne Platz nehmen. Im Duell der Überraschungsteams behauptet sich die Hertha und bringt Köln die erste Niederlage bei, war aber auch mit dem Glück im Bunde.

Berlin (dpa) - Nach Beschimpfung seines Hoffenheimer Kollegen Julian Nagelsmann musste Roger Schmidt am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga erneut auf der Tribüne Platz nehmen.

Nachdem Kevin Volland bereits nach sechs Minuten die schnellste Rote Karte der Bundesliga-Saison kassierte und die Partie mit 0:3 verloren ging, liegen bei Bayer Leverkusen die Nerven blank. Auch in weiteren Stadien gab es überraschende Ergebnisse. Die Bayern aber halten die Konkurrenz auf Distanz.

HÖHENFLUG: Hertha BSC schiebt sich nach dem vierten Heimsieg im vierten Spiel auf Platz zwei der Tabelle vor. Beim 2:1 (1:0) über den bisher ungeschlagenen 1. FC Köln trafen die Torjäger: Vedad Ibisevic für Hertha mit Treffer Nummer sechs, Anthony Modeste führt nach dem achten Saison-Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 weiter die Torjägerliste an. Niklas Stark sorgt für die Entscheidung zugunsten der Berliner, die sich in den Schlussminuten zum Sieg zittern.

AUSRASTER: Leverkusens Cheftrainer Roger Schmidt droht eine Sperre für zwei Bundesligaspiele. "Da sind ein paar Worte gefallen, die nicht in Ordnung waren", gab Schmidt zu, nachdem er im Duell gegen Hoffenheim in der 52. Minute auf die Tribüne geschickt wurde. In der vergangenen Saison war er bereits für fünf Spiele gesperrt worden, weil er nach Verweis durch den Referee den Innenraum nicht verlassen wollte. Für die deftige 0:3-Niederlage der Bayer-Elf gegen die weiter ungeschlagenen 1899er war aber nicht seine Überreaktion ausschlaggebend, sondern die schnelle Rote Karte Kevin Volland (6.).

PATZER: Valérien Ismaël hat sein Debüt als Bundesliga-Trainer des VfL Wolfsburg verpatzt. Das 1:3 bei Abstiegskandidat Darmstadt war keine Bewerbung für eine Weiterbeschäftigung des Interimschefs. Schon nach 23 Minuten war sein Konzept über den Haufen geworfen, als Jeffrey Bruma Rot sah und Änis Ben-Hatira den fälligen Freistoß zur Darmstädter Führung ins Tor hämmerte. Der erste Treffer von Auswahlstürmer Mario Gomez für Wolfsburg - das 1000. Bundesliga-Tor des VfL - konnte in der VW-Stadt niemanden trösten.

DOMINANZ: Der FC Bayern ist zur gewohnten Dominanz zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Remis nutzten die Münchner das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach beim 2:0 zu einer Demonstration der Stärke. Für eine Kuriosität sorgte Douglas Costa, der nach seinem ersten Saisontreffer zu zwei Kumpels an den Tribünenrand sprintete und ein Selfie mit den beiden machte. "Wenn er immer trifft, kann er von mir aus 100 Selfies die Saison machen", sagte Mats Hummels.

NEGATIVSERIEN: Borussia Dortmund musste nach dem dritten sieglosen Bundesliga-Spiel nacheinander zufrieden sein, in Ingolstadt nicht verloren zu haben. Lange dominierten die weiter sieglosen Oberbayern die Partie, führten schon mit 3:1, ehe Adrian Ramos und in der Nachspielzeit Christian Pulisic noch das glückliche 3:3 retteten.

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